Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Thu, 13.08.2026 - 00:00
Cisco Systems hat im vierten Geschäftsquartal einen höheren Gewinn ausgewiesen, da das Unternehmen weiterhin Aufträge in Milliardenhöhe von Hyperscalern aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) erhielt. Der Netzwerkausrüster meldete am Mittwoch für das am 25. Juli beendete Quartal einen Gewinn von 3,86 Milliarden US-Dollar oder 97 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 2,55 Milliarden Dollar oder 64 Cent je Aktie betragen. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn bei 1,22 Dollar je Aktie. Analysten hatten laut Factset mit 1,17 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg auf 17,25 Milliarden Dollar, nach 14,67 Milliarden Dollar im Vorjahr. Die von Factset befragten Analysten hatten 16,84 Milliarden Dollar erwartet. Die Produkteinnahmen stiegen im Jahresvergleich um 24 Prozent, während die Einnahmen aus Dienstleistungen stagnierten. Nach Angaben des Unternehmens gingen im vierten Quartal Aufträge für KI-Infrastruktur im Wert von 4 Milliarden Dollar von Hyperscalern ein. Damit belief sich die Gesamtsumme für das Geschäftsjahr auf 9,3 Milliarden Dollar. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert das Unternehmen einen bereinigten Gewinn zwischen 5,05 und 5,11 Dollar je Aktie bei einem Umsatz zwischen 72,2 und 73,4 Milliarden Dollar. Analysten erwarten derzeit einen bereinigten Jahresgewinn von 4,83 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 69,12 Milliarden Dollar.
Schwächer hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Mittwoch beendet. Der SMI verlor 0,9 Prozent auf 14.449 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursverlierer und fünf -gewinner gegenüber, unverändert schlo eine Aktie. Umgesetzt wurden 18,98 (zuvor: 18,04) Millionen Aktien. Gewinnmitnahmen drückten Alcon um 3 Prozent. Die Aktien des Augenheilkundespezialisten hatten am Dienstag von starken Geschäftszahlen profitiert. Auch die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont (-3,2%) standen auf den Verkaufslisten ganz oben. Anleger stieen ferner die Aktien der SMI-Schwergewichte Nestle (-1,4%), Novartis (-1,3%) und Roche (-0,9%) ab. Die Aktien des Logistikkonzerns Kühne + Nagel (+3%) führten den SMI an. Sie dürften von der andauernden Blockade der Strae von Hormus profitiert haben, der zum Transport von Gütern auf Ausweichrouten zwingt. In der zweiten Reihe profitierten Clariant mit einem Plus von 3,9 Prozent von positiven Analystenkommentaren. Unter anderem hatte Berenberg die Clariant-Aktie auf "Buy" von "Hold" hochgestuft.
Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch etwas tiefer geschloen. Im Fokus standen am Vormittag die Quartalszahlen einiger Unternehmen, am Nachmittag lieferten die wie erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreise kaum Impulse. Der DAX gab um 0,2 Prozent auf 26.331 Punkte nach, nachdem er zuvor mit 26.573,50 Zählern auf Rekordhoch notierte. Der Euro-Stoxx-50 schlo 0,3 Prozent tiefer bei 6.534 Punkten. Für einen Sprung von knapp 20 Prozent sorgten die Zahlen von Windkraft-Unternehmen Vestas. Das Unternehmen agiert in zwei Segmenten, Projekt und Service. Vor allem die Profitabilität überraschte. Analysten wie von JP Morgan betonten, der Konsens sei nicht nur um 100 Prozent übertroffen worden, auch habe es sich um den ersten erhöhten Margen-Ausblick in einem ersten Halbjahr seit zehn Jahren gehandelt. Im Windschatten stiegen Nordex um 4,6 Prozent. Starke Zahlen vom Konkurrenten Lumentum aus den USA trieben auch Nokia in Europa um knapp 10 Prozent kräftig nach oben. Nachdem Nokia bereits Ende Juli starke Zahlen vorgelegt hatte, kamen nun auch von Lumentum deutlich beere Zahlen als erwartet. Der Umsatz mit optischen Komponenten verdoppelte sich rund im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist die Infrastruktur-Story für Hardware-Investitionen in den Ausbau von KI-Datencentern weiter intakt.
USA
Die US-Aktienmärkte zeigten sich uneinheitlich, da eine Pattsituation im Nahen Osten die relativ günstigen Verbraucherinflationsdaten und eine Flut von Gewinnen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) ausglich. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 21,58 Punkte oder 0,04 Prozent auf 53.770,27. Der breiter gefate S&P 500 stieg um 20,30 Punkte oder 0,26 Prozent auf 7.748,50. Der technologielastige Nasdaq Composite legte um 143,04 Punkte oder 0,54 Prozent auf 26.588,49 zu. Bei den KI-Aktien schlug das Pendel nach starken Gewinnen einiger wichtiger Akteure in eine positive Stimmung um. Die Aktie von CoreWeave stieg um 19 Prozent auf 107,73 Dollar, nachdem das Cloud-Computing-Unternehmen, das auf die Bereitstellung von Rechenkapazität für KI-Firmen spezialisiert ist, bei stark gestiegenen Umsätzen einen geringeren Verlust im zweiten Quartal als erwartet meldete. In ähnlicher Weise stieg die Aktie des Cloud-Konkurrenten von CoreWeave, der Nebius Group, um 34 Prozent auf 259,20 Dollar, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, da der Quartalsumsatz um mehr als das Fünffache gestiegen sei. Die Aktie des Serverherstellers Super Micro Computer stieg um 19 Prozent auf 37,61 Dollar, da der KI-Boom für starke Umsätze im vierten Geschäftsquartal sorgte. Unter den anderen KI-Unternehmen stieg die Aktie von Nvidia um 3 Prozent auf 224,09 Dollar. Auch die Restaurantbetreiber standen im Fokus. Die Aktie von Wendy's stieg um 15 Prozent auf 8,66 Dollar nach Berichten, da die Investmentfirma Trian Partners von Nelson Peltz angeboten habe, die Burger-Kette nach einer Phase schwindender Umsätze von der Börse zu nehmen.
Asien
Mit Rückenwind durch US-Inflationsdaten und gute Vorgaben von US-Techwerten haben der japanische Leitindex Nikkei 225 und der Kospi in Südkorea am Donnerstag zugelegt, der Nikkei zuletzt um 1,7 Prozent und der Kospi um 3,7 Prozent. Die Inflationszahlen dämpfen die Erwartung an eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed etwas. In China gewann der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der Festlandbörsen zuletzt 0,6 Prozent, während der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong moderater im Plus notierte.
Obligationen
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe sank zur Wochenmitte um 0,001 Prozentpunkte auf 4,682 Prozent. Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen Staatsanleihe fiel um 0,019 Prozentpunkte auf 4,198 Prozent.
Analyse
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