Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Tue, 18.08.2026 - 00:00
Die BHP Group hat ihren Jahresnettogewinn um 9 Prozent gesteigert. Der bereinigte Gewinn legte sogar noch stärker zu. Grund dafür sind die auf Rekordhöhen gestiegenen Preise für Kupfer, das mittlerweile der Hauptgewinnbringer des Unternehmens ist. Der in Australien ansässige Konzern BHP, der nach Marktwert größte Bergbaukonzern der Welt, meldete am Dienstag für die zwölf Monate bis Ende Juni einen Nettogewinn von 9,83 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr waren es 9,02 Milliarden Dollar gewesen. Eine bereits angekündigte Abschreibung in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar auf ein Kaliprojekt in Kanada belastete das Ergebnis. BHP teilte mit, einen bereinigten Gewinn von 13,20 Milliarden Dollar erzielt zu haben, was einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. Analysten hatten laut einer von Visible Alpha zusammengestellten Konsenserwartung mit einem bereinigten Gewinn von rund 12,66 Milliarden Dollar gerechnet. "Kupfer ist der Motor, der das Wachstum von BHP antreibt", sagte Chief Executive Officer Brandon Craig.
Mit Abgaben hat der schweizerische Aktienmarkt den ersten Handelstag der Woche beendet. Im Fokus stand dabei der Kurseinbruch der SIG-Aktie um 17,8 Prozent. Hier belastete, dass CEO Mikko Keto überraschend das Unternehmen verlässt. Es ist bereits der zweite CEO-Wechsel innerhalb kurzer Zeit. Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 14.302 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und 6 -gewinner gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 13,46 (zuvor: 13,11) Millionen Aktien. Die Nestle-Aktie fiel um 2,8 Prozent. Die wichtigsten Wachstumsindikatoren von Nestle würden nicht beeinträchtigt, wenn das Russland-Geschäft aus dem Konzern herausgelöst würde, so die Barclays-Analysten. Sie verwiesen auf einen Bericht der russischen Zeitung Kommersant über die Möglichkeit, dass die russischen Geschäftseinheiten von Nestle unter staatliche Verwaltung gestellt werden könnten. Dies sei eine Mahnung, dass in Russland tätige Unternehmen weiterhin Risiken ausgesetzt seien, so die Analysten. Wichtige Kennzahlen würden nicht beeinträchtigt, da der Geschäftsbereich seit 2022 aus den Messgrössen für das reale interne Wachstum und das organische Wachstum herausgerechnet werde, fügten die Analysten hinzu.
Europa
Mit leichten Kursverlusten haben die europäischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn den Handel beendet. Nach einem impulslosen Handel schloss der DAX 0,4 Prozent leichter bei 26.339 Punkten, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,1 Prozent auf 6.530 Punkte. Marktteilnehmer verfolgten weiterhin aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. OHB legten 2,5 Prozent zu. Hier wurde positiv gewertet, dass das Unternehmen am Aufbau einer sicheren Satellitenkonstellation der Europäischen Union beteiligt werde, so ein Marktteilnehmer. Mit einer europäischen Kommunikationsinfrastruktur für Regierung, Militär und strategische Wirtschaftszweige wolle man sich unabhängig machen von internationalen Anbietern. Steyr Motors (-22,1%) hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angepasst und die Mittelfristprognose für das Geschäftsjahr 2027 zurückgenommen. Als Grund nannte das Unternehmen Verzögerungen bei internationalen Defense-Projekten, insbesondere infolge verzögerter öffentlicher Beschaffungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesse. Dadurch konnten im ersten Halbjahr 2026 ursprünglich geplante Umsätze von rund 10 Millionen Euro nicht realisiert werden.
USA
Die US-Aktienmärkte gaben am Montag leicht nach, da eine offensichtliche Sackgasse bei den Friedensgesprächen im Nahen Osten einen Anstieg bei KI-bezogenen Aktien zunichtemachte. Die Anleger blicken auf eine ereignisreiche Woche mit den Quartalszahlen von Einzelhändlern und dem Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 272,63 Punkte oder 0,51 Prozent auf 53.459,78 Punkte. Der S&P 500 verlor 40,70 Punkte oder 0,52 Prozent auf 7.745,06 Punkte, während der Nasdaq Composite um 84,25 Punkte oder 0,32 Prozent auf 26.644,91 Punkte nachgab. Nach vorläufigen Daten gab es an der NYSE 864 Kursgewinner und 1.888 Kursverlierer. Chip- und Speicheraktien gehörten zu den grössten Gewinnern. Die Aktie von Sandisk sprang um 8,9 Prozent, die von Marvell legte um 5,5 Prozent zu und die von Micron stieg um 4,1 Prozent. Unterstützt wurde dies durch einen Bloomberg-Bericht vom späten Freitag, wonach der Umsatz von Anthropic im zweiten Quartal um das 14-fache gestiegen sei. Dies sei ein Zeichen für die stark anziehende KI-Nachfrage, was nach Ansicht von Analysten die jüngste Nervosität über die Beständigkeit des Handels lindern könnte. Die Aktie von SpaceX stieg um 4,4 Prozent, nachdem eine Flut von Börsenmitteilungen das Ausmass der Investitionen von institutionellen Anlegern und der Technologiebranche in das Unternehmen von Elon Musk offenlegte. So gab Nvidia bekannt, dass es fast 123 Millionen Aktien besitze, und Alphabets Google halte eine Beteiligung von 7,2 Prozent. Der Stiftungsfonds der Harvard University gab separat eine Beteiligung an SpaceX im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar bekannt. Der PHLX Semiconductor Index stieg um 1,6 Prozent.
Asien
An den asiatischen Börsen überwiegen am Dienstag die Einbussen. Deutlich gestiegene Ölpreise schüren Inflationssorgen und treiben die Renditen an den Anleihemärkten nach oben, weil damit Spekulationen über steigende Leitzinsen einhergehen. In Tokio gibt der Topix um 0,8 Prozent nach, der technologielastige Kospi in Seoul büsst 0,5 Prozent ein. Er war mit einem Sprung um 3 Prozent nach oben aus der Feiertagspause am Montag zurückgekehrt, ehe er nach unten abdrehte. In Schanghai und in Hongkong, beide am Montag fest in die neue Woche gestartet, geht es um 0,4 bzw. 0,7 Prozent nach unten. In Sydney kann sich das Marktbarometer dagegen gut behaupten. Hier stützt ein Index für die Verbraucherstimmung, der den zweiten monatlichen Anstieg in Folge zeigt.
Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen, da Anleger angesichts wachsender Sorgen über die Staatsverschuldung und den andauernden Konflikt im Nahen Osten langfristige US-Staatspapiere verkaufen. Die Rendite der 10-jährigen Anleihe stieg um 0,029 Prozentpunkte auf 4,725 Prozent.
Analyse
UBS senkt DSV auf 1.945 (2.015) DKK – Buy
UBS erhöht Hapag-Lloyd auf 105 (102) EUR – Sell
Jefferies erhöht Sandoz auf 93 (82) CHF – Buy
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