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Umsatz von OpenAI wächst im zweiten Quartal schwächer als bei Anthropic

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Wed, 19.08.2026 - 00:00

Thema des Tages

OpenAI hat Investoren mitgeteilt, dass der Umsatz vom ersten auf das zweite Quartal um 18 Prozent gestiegen sei, während sich die Verluste vertieft hätten. Diese Ergebnisse enttäuschten einige Anteilseigner, die gehofft hatten, das Startup würde grössere Fortschritte beim Aufholen gegenüber dem Rivalen Anthropic zeigen. Der Umsatz des Unternehmens stieg in den drei Monaten bis Ende Juni auf 6,7 Milliarden US-Dollar, nach 5,7 Milliarden Dollar im ersten Quartal. Gleichzeitig rutschte die operative Marge weiter in den roten Bereich. Damit rückt das Unternehmen vor einem mit Spannung erwarteten Börsengang weiter von der Profitabilität ab, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Anthropic hat seinen Umsatz im gleichen Zeitraum auf 11,6 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt und damit erstmals den Umsatz seines älteren Rivalen übertroffen. Das Unternehmen erzielte zudem einen kleinen operativen Gewinn. Die unterschiedlichen Entwicklungen der beiden Unternehmen zeigen, wie drastisch sich das Rennen um die künstliche Intelligenz seit Jahresbeginn verschoben hat.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit einem kleinen Plus beendet und sich damit besser als die anderen europäischen Börsen entwickelt. Gestützt wurde das Sentiment von den defensiven Index-Schwergewichten Nestle, Roche und Novartis, für die es um bis zu 1,8 Prozent aufwärts ging. Für Belastung sorgten die Entwicklungen rund um den Nahost-Konflikt. Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 14.321 Punkte, kam aber von seinem Tageshoch bei 14.337 Punkten wieder etwas zurück. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 12 Kursverlierer und 8 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 16,55 (zuvor: 13,47) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten ging es für die Aktien von Huber+Suhner nach Zahlen für das erste Halbjahr 2026 um 11,4 Prozent nach unten. Der Industriekonzern hat im Berichtszeitraum einen Umsatz von 457,4 Millionen Franken (plus 2,6 Prozent zum Vorjahr) und einen Auftragseingang von 542,8 Millionen Franken erzielt. Wegen hoher Vorinvestitionen in optische Switches sank aber der Betriebsgewinn um 8,4 Prozent auf 41,2 Millionen Franken. Die Aktien von PSP Swiss Property fielen um 0,3 Prozent. Die Immobiliengesellschaft sei auf Kurs, ein neues bereinigtes Rekord-EBITDA zu erzielen, gestützt durch die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026, so die Vontobel-Analysten.

Internationale Märkte

Europa
Mit Abgaben haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag den Handel geschlossen. Erneut waren die Umsätze unterdurchschnittlich und damit allenfalls verhaltener Abgabedruck vorhanden. Der DAX verlor 0,8 Prozent auf 26.128 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,0 Prozent auf 6.468 Punkte nach unten. Mit Blick auf die kommenden Monate positionierten sich Anleger vorsichtiger. Zu den Gewinnern im DAX gehörte die Deutsche Telekom mit einem Plus von 1,7 Prozent, aber auch Beiersdorf und Munich Re legten um bis zu 1,3 Prozent zu. Infineon stellte mit Minus 7,6 Prozent den grössten Verlierer im DAX, aber auch Siemens Energy (-5,2%) und Schwergewicht Siemens (-2,3%) belasteten den Index. Technologie-Werte wie Aixtron, Suss Microtec oder Elmos Semiconductor schlossen im MDAX bis zu 8,8 Prozent im Minus. Die britische Frasers Group (+1,8%) gewinnt immer mehr die Kontrolle bei Hugo Boss und zahlt für die schleichende Übernahme laut den Analysten der DZ Bank nur einen "Sparpreis". Neben der direkten Beteiligung von rund 48 Prozent belaufe sich die Gesamtposition über verkaufte Put-Optionen auf rund 78 Prozent. Die Aktie von Hugo Boss verlor 0,4 Prozent. Für die Aktie von 1&1 ging es im SDAX sogar um 8,3 Prozent nach oben. Grossaktionär United Internet will bis zu sechs Millionen Aktien zu marktschonenden Konditionen zukaufen. United Internet hält laut Refinitiv 86,46 Prozent der Aktien, die 90 Prozent-Hürde dürfte das Ziel sein. United Internet verloren 0,1 Prozent.

USA
Die US-Aktienmärkte gaben am Dienstag nach, da ein weltweiter Ausverkauf bei Anleihen die langfristigen Renditen auf die höchsten Stände seit Jahren trieb. Chip-Aktien gerieten stark unter Druck, und das Auslaufen eines Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran schürte erneut die Furcht vor einer Eskalation im Nahen Osten. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 116,38 Punkte oder 0,22 Prozent auf 53.343,40 Zähler. Der S&P 500 verlor 53,30 Punkte oder 0,69 Prozent auf 7.691,76 Punkte, während der Nasdaq Composite um 355,20 Punkte oder 1,33 Prozent auf 26.289,71 Punkte nachgab. Nach vorläufigen Daten gab es an der NYSE 945 Kursgewinner und 1.779 Kursverlierer. Die Aktie von Klarna fiel um 23 Prozent, nachdem das Buy-Now-Pay-Later-Unternehmen seine Umsatzprognose für 2026 unter die Schätzungen der Wall Street gesenkt hatte. Als Gründe nannte es schwächere Konsumausgaben in Deutschland und Gegenwind von der Währungsseite. Die Aktie von Home Depot gab leicht nach, obwohl das Unternehmen höhere Umsätze meldete. Der Finanzvorstand merkte jedoch an, dass hohe Zinsen und die anhaltende Inflation Hausbesitzer von grösseren Renovierungsprojekten abhielten. Die Aktie von UGI sprang um 9,4 Prozent in die Höhe, nachdem KKR ein Übernahmeangebot in Höhe von 9 Milliarden US-Dollar für den Erdgas- und Stromversorger unterbreitet hatte. Die Aktie von Amylyx Pharmaceuticals schoss um 64 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen positive Ergebnisse einer Spätphasenstudie für eine experimentelle Behandlung bekannt gegeben hatte. Der Prozess gegen Meta begann am Dienstag. Vier Bundesstaaten fordern bis zu 1,4 Billionen US-Dollar an Schadenersatz und werfen dem Unternehmen vor, dass Facebook und Instagram zu einer Krise der psychischen Gesundheit bei Jugendlichen beigetragen hätten.

Asien
Mit teils kräftigen Verlusten zeigen sich die asiatischen Börsen zur Wochenmitte. Besonders kräftig geht es an der volatilen Börse in Seoul nach unten, wo der Kospi um 5,4 Prozent einknickt. Hier ziehen die starken Abgaben bei den Index-Schwergewichten Samsung Electronics (-7,5%) und SK Hynix (-9,1%) den Markt nach unten.

Obligationen
Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte am frühen Dienstag den höchsten Stand seit 2007. Die Renditen von US-Staatsanleihen schlossen niedriger, nachdem sie über Nacht gestiegen waren. Die Rendite der 10-jährigen Anleihe sank um 0,019 Prozentpunkte auf 4,706 Prozent.

Analyse
Jefferies erhöht Kuehne + Nagel auf 240 (220) CHF – Buy
Jefferies erhöht ING auf 31 (28) EUR – Hold
Jefferies erhöht H&M auf 160 (154) SEK – Hold


Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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