Morning News

Chevron steht kurz vor Milliardeninvestitionen in Venezuela

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Mon, 31.08.2026 - 00:00

Thema des Tages

Chevron und andere US-Energiekonzerne stehen kurz vor dem Abschluss von Vereinbarungen über Milliardeninvestitionen in venezolanische Ölfelder. Das dürfte US-Präsident Donald Trump nach monatelangen zähen Verhandlungen einen Erfolg bescheren. Laut informierten Personen steht Chevron kurz vor einer Vereinbarung zur Ausweitung seiner langjährigen Aktivitäten in dem lateinamerikanischen Land und könnte sein Portfolio in Venezuela um zwei neue Schwerölfelder erweitern. Chevron hat derzeit drei Joint Ventures mit dem staatlichen Energiekonzern Petróleos de Venezuela (PdVSA) und ist das einzige grosse US-Unternehmen, das in dem Land tätig ist. Halliburton, einer der grössten US-amerikanischen Ölfelddienstleister, führt nach Angaben einiger Informanten ebenfalls Gespräche, um seine Ausrüstung an Ölproduzenten in Venezuela zu liefern.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt ist am Freitag seinen europäischen Nachbarn hinterhergehinkt. An einem Tag, an dem europaweit zuletzt wieder verbesserte Konjunktursignale gespielt wurden, entpuppten sich die als wenig zyklisch geltenden Schwergewichte im SMI als Bremser. Roche fielen um 1,5 und Novartis um 0,7 Prozent. Die Nestle-Aktie gewann magere 0,1 Prozent. Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 14.400 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 15 Kursgewinner und 5 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 15,24 (Donnerstag: 18,78) Millionen Aktien. An der Spitze im SMI standen Richemont mit einem Plus von 1,8 Prozent vor UBS (+1,7%) und Givaudan (+1,5%). Die Konjunkturaktien Kühne + Nagel und ABB gewannen 1,3 bzw. 1,0 Prozent. In der zweiten Reihe verbilligten sich Flughafen Zürich um 7,7 Prozent, weil der Flughafenbetreiber mit seiner Profitabilität und seinem Ausblick nicht überzeugen konnte.

Internationale Märkte

Europa
An den europäischen Börsen ist es am Freitag auf breiter Front nach oben gegangen. Der deutsche Aktienindex DAX erklomm zwischenzeitlich das höchste Niveau seiner Geschichte. In der Spitze erreichte er gut 26.618 Punkte, stand am Ende des Tages dann allerdings nur noch bei 26.570 Punkten, immer noch ein Plus von 0,8 Prozent zum Vortag. Das bisherige Rekordhoch lag bei 26.573 Punkten und stammt vom 12. August. Der Euro-Stoxx-50 legte um 1,0 Prozent zu auf 6.486 Zähler. Ihm fehlen etwa 80 Punkte zu seinem Rekordhoch. Mit Kursgewinnen reagierten europaweit Chemieaktien auf positive Daten des Ifo-Instituts. Demnach kletterte der Geschäftsklimaindex für die Branche von minus 26,3 Punkten im Juli auf nun minus 2,4 Punkte. Erstmals seit vier Jahren beurteilen die Chemieunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage wieder positiv: Der entsprechende Indikator stieg von minus 14,6 auf plus 11,6 Punkte. Auch bei den Geschäftserwartungen zeigt der Trend nach oben. BASF stiegen um 2,0, Brenntag um 2,1, Lanxess um 3,9, Wacker Chemie um 3,2 und Alzchem um 1,5 Prozent. In Paris verteuerten sich Arkema um 2,2 und Air Liquide um 1,8 Prozent, in Amsterdam DSM-Firmenich ebenfalls um 1,8 Prozent. Der Stoxx-Index Chemie zog um 1,7 Prozent an. In der Breite auffallend fest zeigten sich auch Autoaktien. Der Stoxx-Subindex stieg um 2,5 Prozent und war klarer Tagessieger. BMW führten die Gewinnerliste im DAX mit einem Plus von 4,5 Prozent an. Das Papier wurde gestützt von positiven Analystenstimmen.

USA
Die US-Aktienmärkte gaben leicht nach, nachdem der Vorsitzende der US-Notenbank, Kevin Warsh, angedeutet hatte, dass der Kampf der Zentralbank gegen die Inflation noch nicht abgeschlossen sei. Der Dow Jones Industrial Average gab um 9,45 Punkte oder 0,02 Prozent auf 53.559,99 nach. Der S&P 500 fiel um 19,23 Punkte oder 0,25 Prozent auf 7.711,76, und der technologielastige Nasdaq Composite verlor 138,93 Punkte oder 0,52 Prozent auf 26.402,42. In seiner Rede in Jackson Hole, Wyoming, äusserte sich Warsh deutlicher als erwartet zu den Plänen der Zentralbank. Er merkte an, dass die Inflation über dem 2-Prozent-Ziel der Zentralbank liege, und bekräftigte seine Entschlossenheit, die Inflation zu bekämpfen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung Mitte September stieg am Markt für Fed-Funds-Futures stark an und erreichte rund 58 Prozent.Führende Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz gaben am Freitag nach einer enttäuschenden Gewinnmitteilung des Chipherstellers Marvell Technology nach. Die Aktie von Marvell fiel um 10 Prozent auf 216,62 Dollar, obwohl das Unternehmen ein starkes Gewinn- und Umsatzwachstum im zweiten Quartal gemeldet hatte. Die Anleger konzentrierten sich auf die Details eines Deals von Marvell mit Googles Mutterkonzern Alphabet, was einem erfahrenen Strategen zufolge darauf hindeutet, dass die Messlatte für KI-Unternehmen nach ihrem Börsenboom höher denn je liegt. Die Aktie von Nvidia fiel um 4,6 Prozent auf 217,55 Dollar. Die Anleger wogen die rosigen langfristigen Umsatzaussichten des KI-Vorreiters gegen die Sorge ab, dass das Kapital, das für den Bau von Rechenzentren aufgenommen wird, aufgrund steigender Kreditzinsen teurer werden könnte.

Asien
Der als falkenhaft wahrgenommene Auftritt von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole sorgt am Montag an den Börsen in Ostasien für Vorsicht und Kaufzurückhaltung. Der Topix in Tokio gibt um 0,2 Prozent nach, der Kospi in Seoul um 1,7 Prozent.

Obligationen
Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen US-Staatsanleihe schoss um 0,118 Prozentpunkte auf 4,348 Prozent in die Höhe, der grösste Tagesgewinn seit März. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe stieg um 0,050 Prozentpunkte auf 4,721 Prozent. Bei einem Phänomen, das als "Abflachung der Zinskurve" bekannt ist, fiel der Anstieg der Rendite 30-jähriger Anleihen moderater aus, was zu einer Konvergenz führte. Sie stieg um 0,016 Prozentpunkte auf 5,207 Prozent.

Analyse
UBS erhöht Accelleron-Ziel auf 93 (92,50) CHF – Buy
UBS erhöht Ziel Softwareone auf 10,75 (9,40) CHF – Buy
UBS senkt Ziel Huber + Suhner auf 320 (325) CHF – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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