Morning News

Broadcom hebt Prognose für KI-Umsatz deutlich an

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Thu, 03.09.2026 - 00:00

Thema des Tages

Broadcom hat seinen Gewinn im dritten Quartal mehr als verdreifacht und seinen Umsatz fast verdoppelt. Wie das Unternehmen mitteilte, dürfte die Nachfrage nach seinen kundenspezifischen Halbleitern in den nächsten zwei Jahren weiter wachsen. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren ein lukratives Geschäft mit der Entwicklung von zweckgebundenen Computerchips für Labore für künstliche Intelligenz (KI) wie OpenAI, Anthropic und Google aufgebaut. Deren Rechenbedarf nehme nur zu, sagte CEO Hock Tan in einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Wir glauben, dass der überwiegende Teil der heutigen Rechennachfrage für KI-Workloads von dieser konzentrierten Gruppe ausgeht, die hochmoderne Frontier-Modelle entwickelt, und wir erwarten, dass ihr Bedarf an Recheninfrastruktur in den Jahren 2027 und 2028 noch stärker zunehmen wird", sagte Tan und fügte hinzu, dass die Nachfrage weiterhin exponentiell wachse. Für 2027 stellte das Management eine Verdopplung des KI-Umsatzes auf etwa 115 Milliarden Dollar in Aussicht, 2028 sollen es rund 230 Milliarden Dollar sein.

Schweizer Aktien

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch von seiner defensiven Zusammensetzung profitiert und gut behauptet geschlossen. Der SMI gewann 0,2 Prozent auf 14.363 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursgewinner und 8 -verlierer gegenüber, unverändert schlossen Geberit. Umgesetzt wurden 22,74 (Dienstag: 27,39) Millionen Aktien. Unter den defensiven Schwergewichten schlossen Roche 0,5 Prozent höher, Novartis 0,3 Prozent, während Nestle um 0,2 Prozent zulegten. Der Lebensmittelriese hatte mitgeteilt, sein Geschäft mit Vitaminen, Nahrungsergänzungsmitteln und Mineralstoffen für 1 Milliarde Dollar zu verkaufen als weiteren Schritt zur Konzentration auf Kernkategorien. Die Analysten von JP Morgan sagten, der Schritt dürfte nur zu einer minimalen Gewinnverwässerung führen. Roche schloss derweil eine Lizenzvereinbarung mit dem chinesischen Unternehmen Simcere Pharmaceutical zur Entwicklung eines Medikaments gegen Blutkrebs und zahlt vorab 75 Millionen Dollar für die exklusiven weltweiten Rechte.

Internationale Märkte

Europa
An Europas Börsen ist es am Mittwoch nach dem Rücksetzer am Dienstag weiter nach unten gegangen. Der DAX verlor 0,5 Prozent auf 25.839 Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,1 Prozent nach. Belastend wirkte weiter der Anstieg der Marktzinsen, wozu insbesondere auch der Ölpreisanstieg beitrug, weil das Sorgen vor weiter zu hohen Inflationsraten schürte. Aktien aus den Bereichen Konsum, Einzelhandel und Immobilien fanden sich angesichts des Zinsanstiegs unter den Verlierern des Tages. Banken gelten dagegen als Profiteure von höheren Zinsniveaus, ihre Aktien zogen vielfach an, der Stoxx-Subindex der Banken gewann 0,4 Prozent. Deutsche Bank stiegen um 1,1 Prozent, gestützt auch von einer Hochstufung auf Kaufen durch Goldman Sachs. Commerzbank legten um 1,7 Prozent zu. Auch Volkswagen wurden verkauft. Nach den Gewinnen der Vortage ging es um 3,8 Prozent abwärts. Zum einen wird die Aktie Mitte September ihren Platz im prestigeträchtigen Euro-Stoxx-50 verlieren, zum anderen belasteten schwache Absatzzahlen von Volvo die ganze Branche. Die Zahlen hätten erneut die Absatzprobleme vor allem in China vor Augen geführt, hiess es. Mercedes-Benz verloren 1,3 und BMW 0,9 Prozent. Volvo sackten um 4,4 Prozent ab, Renault um 4,6 Prozent. Zu den Tagesgewinnern im DAX gehörten Adidas. Hier half ein höheres Kursziel der Analysten von Barclays. Das Papier verteuerte sich um 1,1 Prozent. Klarer DAX-Verlierer waren Zalando mit einem Minus von 4,7 Prozent. Goldman Sachs hatte die Aktie von seiner Favoritenliste gestrichen.

USA
Die US-Aktienmärkte haben zugelegt, während eine Rally bei den Renditen von Staatsanleihen zum Erliegen kam. Die Kursbewegungen bei Aktien und Anleihen fielen jedoch gedämpft aus, da die Ölpreise aufgrund der Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA weiter stiegen. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 295,07 Punkte bzw. 0,56 Prozent auf 53.061,95. Der S&P 500 legte um 35,13 Punkte bzw. 0,46 Prozent auf 7.666,60 zu und der technologielastige Nasdaq Composite gewann 118,05 Punkte bzw. 0,45 Prozent auf 26.217,83 hinzu. Die Aktie von Nvidia, einem der Hauptprofiteure des Booms bei den Ausgaben für Rechenzentren, stieg um 3,2 Prozent auf 224,41 Dollar. Die Aktie von Dell Technologies schoss um 16 Prozent auf 492,20 Dollar in die Höhe. Zuvor hatte der Serverhersteller mitgeteilt, dass die KI-Nachfrage den Auftragsbestand bis zum Ende des zweiten Quartals auf 95 Milliarden Dollar fast verdoppelt habe, was die Benchmarks der Wall Street in den Schatten stellte. Die Aktie von Palo Alto Networks stürzte um 9,3 Prozent auf 328,48 Dollar ab. Selbst ein vierteljährliches Umsatzwachstum von 34 Prozent konnte die hohen Erwartungen der Anleger an ein KI-getriebenes Nachfragewachstum für die Cybersicherheitssoftware des Unternehmens nicht erfüllen.

Asien
Nach den zum Teil heftigen Vortagesverlusten beruhigt sich die Lage an den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag. In Japan steigt der Nikkei-225 um 0,4 Prozent auf 64.557 Punkte – der breiter aufgestellte Topix steigt um 1,0 Prozent.

Obligationen
Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen US-Staatsanleihe sank zur Wochenmitte um 0,008 Prozentpunkte auf 4,383 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe fiel um 0,002 Prozentpunkte auf 4,793 Prozent, nachdem sie zu Beginn der Sitzung die Höchststände von 2026 getestet hatte. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe notierte am Mittwoch unverändert bei 5,266 Prozent. Damit beendeten die Renditen eine fünftägige Gewinnserie.

Analyse
UBS erhöht Comet-Ziel auf 490 (446) CHF – Buy
UBS erhöht Inficon-Ziel auf 215 (190) CHF – Buy
Bank of America senkt Prosus-Ziel auf 65 (66) EUR – Buy


Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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