Von Igor JOVICIC
Veröffentlicht am Tue, 08.09.2026 - 00:00
Sandoz stellt an seinem heutigen Investorentag neue mittelfristige Ziele sowie eine langfristige Wachstumsstrategie für das Biosimilars-Geschäft vor. Die bisherigen Ziele bis 2028, die eine Marge von 24 bis 26 Prozent vorsehen, werden bestätigt. Bis 2030 strebt der Generikahersteller nun ein mittleres bis hohes einstelliges jährliches Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen sowie eine Core-EBITDA-Marge von 25 bis 27 Prozent an. Unter dem Programm "Bio100" will Sandoz bis 2040 mehr als 100 Biosimilars im Portfolio haben, gegenüber derzeit 13. Ab 2035 soll zudem rund 80 Prozent des Werts von Biosimilars mit bevorstehendem Patentablauf abgedeckt werden. Heute liegt dieser Anteil bei rund 50 Prozent. Bis 2035 soll der Nettoumsatz gegenüber 2025 durch "Bio100" mehr als verdoppelt werden. Gleichzeitig soll die Core-EBITDA-Marge auf über 30 Prozent steigen. Firmenchef Richard Saynor sieht Sandoz damit in der nächsten Wachstumsphase. Die Ambitionen würden Biosimilars zum "Mehrheitsanteil" am Umsatz machen und den Zugang zu erschwinglichen Medikamenten ausweiten, erklärte er laut Mitteilung.
Der schweizerische Aktienmarkt hat am Montag etwas deutlicher nachgegeben als die übrigen europäischen Börsen. Der SMI verlor 0,8 Prozent auf 14.279 Punkte. Novartis büssten 3,2 Prozent ein. Der Pharmakonzern meldete bei einer mit Spannung erwarteten Cholesterin-Studie einen Misserfolg. Im Pharmasektor verloren Roche 1,0 Prozent, die Generikatitel von Sandoz 0,2 Prozent. Swiss Re gaben 3,6 Prozent nach. Der Rückversicherer warnte auf dem Branchentreffen in Monte Carlo vor wachsenden Kosten durch Naturkatastrophen - der deutsche Wettbewerber Hannover Rück äusserte sich ähnlich. Dagegen stiess das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,6%) in den grünen Bereich vor. Technologiewerte notierten auf ganzer Breite im Plus nach starken Vorlagen aus Asien. VAT stiegen um 2,8 Prozent, AMS Osram um 5,3 Prozent und Komax um 2,3 Prozent. Im breiten Markt sackten R&S um 5,3 Prozent ab. Der Trafohersteller hat sich nach etwas mehr als einem Jahr bereits wieder von Konzernchef Eduardo Terzi wegen unterschiedlicher Ansichten zum Führungsmodell und zur Organisationsstruktur getrennt.
Europa
Der europäische Aktienmarkt ist wenig bewegt in die neue Woche gestartet. Der DAX verlor 0,2 Prozent auf 26.007 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte dagegen 0,2 Prozent zu. Technologiewerte notierten auf ganzer Breite im Plus nach starken Vorlagen aus Asien. Im DAX stiegen die Aktien von Infineon um 6,9 Prozent, zusätzlich angetrieben von einer Hochstufung auf "Kaufen" von MPCM. Für Suss Microtec ging es um 5,2 Prozent nach oben, Aixtron gewannen 7,8 Prozent und Elmos legten 3 Prozent zu. Secunet kamen im SDAX auf ein Plus von 10,3 Prozent. In Resteuropa gewannen STMicroelectronics 4,1 Prozent und ASML 2,3 Prozent. Software-Aktien bzw. Aktien von Informationsdienstleistern, die als mögliche Verlierer der KI-Revolution gesehen wurden, wurden dagegen gemieden. SAP gaben 1,6 Prozent nach, Scout24 0,9 Prozent, Auto1 4 Prozent oder CTS Eventim 2,4 Prozent. Capgemini büssten 1,2 Prozent ein und Wolters Kluwer 1,4 Prozent. Mit einem Plus von 7,7 Prozent erholten sich Lottomatica in Mailand von zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen nach dem Zusammenschluss mit der spanischen Cirsa (+6,1%). Kräftige Kursbewegungen gab es auch in Reaktion auf Umstufungen. So sprangen Nordex um 10 Prozent nach oben nach einer Hochstufung auf "Kaufen" durch Bank of America. Bei den Versorgern legten Eon um 1,1 Prozent zu. Sie wurden von der UBS von "Neutral" auf "Kaufen" nach oben genommen.
USA
Der Anstieg der Ölpreise liess die US-Aktienindex-Futures gegenüber den Höchstständen vom frühen Montag nachgeben. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average (YM00, YM00) notierten am Montag um 23.00 Uhr Eastern Time um mehr als 300 Punkte oder 0.6 % tiefer, während die S&P-500-Futures (ES00, ES00) leicht nachgaben und die Nasdaq-100-Futures (NQ00, NQ00) geringfügig zulegten. Die US-Kassamärkte für Aktien und Obligationen blieben am Montag anlässlich des Labor Day geschlossen.
Asien
In Ermangelung von US-Vorgaben geht es am Dienstag an den Aktienmärkten in Ostasien uneinheitlich zu. Der Kospi gewinnt 2,2 Prozent, SK Hynix verteuern sich um weitere 5,7 und Samsung Electronics um 3,1 Prozent. Hanmi Semiconductor steigen um 5,6 Prozent. Der japanische Topix gibt mit einem Minus von 0,6 Prozent den Vortagsgewinn wieder ab. An den chinesischen Börsen tut sich weniger: Shanghai zieht um 0,4 Prozent an, Hongkong gibt um 0,3 Prozent nach. Bei den Einzelwerten geht es ausserhalb Südkoreas bei Chipaktien nach der Rally am Vortag uneinheitlich zu. In Tokio ziehen Advantest um 2,8 Prozent an, Renesas fallen dagegen um 2,7 Prozent und Murata Manufacturing sogar um 4,8 Prozent. Kioxia steigen wiederum um 0,7 Prozent. In Hongkong liegen Hua Hong Grace wenig verändert, während SMIC um 2,0 Prozent nachgeben. In Taipeh kommen TSMC um 0,8 Prozent voran.
Obligationen
Die US-Treasury-Futures TY00 TY00 gaben nach, da Befürchtungen aufkamen, dass höhere Energiekosten den Inflationsdruck verstärken könnten. Die US-Kassamärkte für Aktien und Obligationen blieben am Montag anlässlich des Labor Day geschlossen.
Analyse
Kursziel Accelleron: Deutsche Bank erhöht auf 76 (74) CHF - Hold
Kursziel Novartis: Vontobel senkt auf 128 (130) CHF - Hold
Kursziel SoftwareOne: JPMorgan erhöht auf 9,00 (7,50) CHF - Neutral
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