Morning News

Apple stellt faltbares iPhone vor

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Thu, 10.09.2026 - 00:00

Thema des Tages

Die Apple-Aktie fiel am Mittwoch um 0,3 Prozent auf 315,34 Dollar, nachdem der kürzlich ernannte Chief Executive John Ternus das folgenreichste neue Produkt des Gadget-Herstellers seit Jahrzehnten vorgestellt hatte. Das iPhone Duo ist eine faltbare Version des Smartphones, das das Unternehmen aus dem Silicon Valley zu einem der grössten der Welt gemacht hat, und wird ab 1.999 Dollar im Einzelhandel erhältlich sein. Die Vorbestellungen beginnen am 16. Oktober. Bei den neuen Pro-Modellen betonte Apple die KI-Fähigkeiten direkt auf dem Gerät, die mit dem aufgerüsteten A20-Chip angetrieben werden. Dieser soll schneller laufen und die Wärme effektiver ableiten. Zudem zeigte Apple eine neue variable Blende für die Kamera der Modelle, die sich je nach Lichtverhältnissen automatisch öffnet und schliesst. Apple teilte mit, dass die Preise für das iPhone 18 Pro und Pro Max im Vergleich zum 17 Pro aus dem Vorjahr jeweils um 100 US-Dollar auf 1.199 bzw. 1.299 Dollar steigen werden. Das ist nach Einschätzung von Beobachtern ein weniger starker Preissprung als befürchtet und deutet darauf hin, dass Apple bei diesen Geräten einen Rückgang der Gewinnspannen in Kauf nehmen könnte.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Mittwoch die Durststrecke der laufenden Woche ausgebaut. Der SMI verlor 1,8 Prozent auf 13.805 Punkte. Der Ausverkauf der Novartis-Aktie nach dem Scheitern von gleich zwei Medikamentenstudien endete, das Papier schloss 0,1 Prozent tiefer. Roche verloren 0,8 Prozent - trotz einer positiven Einschätzung der RBC. Richemont fielen um 4,7 Prozent, Swatch um 1,9 Prozent. Auch Nestlé (-3,3%) wurden als Konsumtitel verkauft. Avolta sanken im Konsumsektor um 1,3 Prozent, der Reisebedarfshändler hatte gleichwohl die Verlängerung langfristiger Verträge an vier mexikanischen Flughäfen verkündet. Holcim (-2,7%) wurden als Konjunkturwert ebenfalls gegeben - der Baustoffkonzern investiert in die Optimierung der Betonlieferung. DocMorris kletterten um 6,6 Prozent - getrieben von kräftigen Eindeckungen. Auslöser war die Ankündigung einer neuen Wandelanleihe über rund 100 Millionen Franken, mit der eine noch laufende vorzeitig abgelöst werden soll. Der hohe Eindeckungsbedarf sei dadurch entstanden, dass der Verwässerungseffekt durch die neue Anleihe geringer als bei der alten ausfalle, hiess es im Handel.

Internationale Märkte

Europa
Mit heftigen Abgaben haben sich die europäischen Börsen am Mittwoch aus dem Handel verabschiedet. Der DAX fiel um 1,7 Prozent auf 25.576 Zähler, der Euro-Stoxx-50 um 1,6 Prozent auf 6.312 Punkte. Nun richten sich die Blicke auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Inditex verloren nach Zahlenausweis zum zweiten Quartal 3,6 Prozent. Zwar lag das Umsatzwachstum laut Bernstein über den Erwartungen, die EBIT-Marge jedoch darunter: Sie habe die Prognosen um 80 Basispunkte aufgrund gestiegener Betriebskosten verfehlt. Mitbewerber H&M gaben um 1,2 Prozent nach. Verschont von den Verkäufen wurden Einzelhändler mit starkem Geschäft bei unverzichtbaren Nahrungsmitteln: So gaben Ahold Delhaize (-1,0 Prozent) und Sainsbury‘s (-0,2 Prozent) deutlich geringer ab. Deutsche Börse verloren 2,3 Prozent nach der Ankündigung von Wandelschuldverschreibungen im Volumen von 600 Millionen Euro. Diese sollen im Jahr 2031 in neue Aktien gewandelt oder in bar zurückgezahlt werden. Institutionelle Anleger, die die Wandelanleihe zeichnen, verkaufen typischerweise die zugrundeliegende Aktie.

USA
Die US-Aktienmärkte setzten ihren jüngsten Abwärtstrend fort. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 405,41 Punkte oder 0,77 Prozent auf 52.380,66 Punkte. Der S&P 500 verlor 37,16 Punkte oder 0,48 Prozent auf 7.636,36 Punkte und der technologielastige Nasdaq Composite gab um 168,07 Punkte oder 0,64 Prozent auf 26.253,34 Punkte nach. Die Aktie von Meta Platforms stieg um 6,6 Prozent auf 653,69 Dollar, nachdem das Unternehmen Muse auf den Markt gebracht hatte, einen persönlichen KI-Agenten, der für die Automatisierung von Routineaufgaben wie die Buchung von Terminen, das Ausfüllen von Formularen und die Überwachung von Überwachungskameras zu Hause entwickelt wurde. Jacob Coxon, ein Forscher, der sich auf das Training neuer KI-Modelle spezialisiert hat, sagte dem Wall Street Journal, dass er Anthropic aus Sorge verlasse, das Labor würde um die Wette Bots und Agenten bauen, die es nicht kontrollieren könne. Coxons Bedenken spiegeln eine breitere Debatte darüber wider, ob die KI-Entwicklung verlangsamt und unter regulatorische Aufsicht gestellt werden sollte - wie die Kernenergie in den 1950er Jahren - oder ob man ihr ein ungehindertes Wachstum erlauben sollte - wie dem Internet. Das Justizministerium forderte zusätzliche Informationen vom Fernsehunternehmen Fox und dem Set-Top-Box-Hersteller Roku an, während die Unternehmen daran arbeiten, eine rund 25 Milliarden Dollar schwere Übernahme abzuschliessen. Die Fox Corp. und die Wall Street Journal-Muttergesellschaft News Corp haben eine gemeinsame Eigentümerstruktur.

Asien
An den ostasiatischen Aktienmärkten geht es am Donnerstag auf breiter Front abwärts mit den Indizes. Die Marktteilnehmer seien nervös und agierten vorsichtig angesichts von Ölpreisen über 100 Dollar pro Barrel und steigenden Anleiherenditen und vor wichtigen Inflationsdaten aus den USA. Der japanische Topix hält sich mit einem Minus von 0,1 Prozent noch am besten. Der Kospi in Seoul gibt um 0,5 Prozent nach, der HSI in Hongkong um 1,3 Prozent. In Shanghai geht es für den Composite-Index um 0,4 Prozent südwärts.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen am Mittwoch um 0,030 Prozentpunkte auf 4,836 Prozent, ein weiteres 23-Monatshoch. Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen Staatsanleihe stieg um 0,030 Prozentpunkte auf 4,425 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe stieg um 0,021 Prozentpunkte auf 5,285 Prozent. Am Mittwoch enthüllte das US-Finanzministerium Pläne, Anleihen im Wert von 6 Milliarden Dollar mit einer Laufzeit von 10 bis 20 Jahren zurückzukaufen.

Analyse
Kursziel Autoneum: UBS erhöht auf 130 (120) Fr. - Neutral
Kursziel Bossard: Berenberg erhöht auf 265 (250) Fr. - Buy
Kursziel Lindt&Sprüngli: UBS senkt auf 125000 (137000) Fr. - Buy
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