Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Mon, 14.09.2026 - 00:00
Kroger hat seine Prognose für den flächenbereinigten Umsatz für das Gesamtjahr gesenkt, da Budgetbeschränkungen der Kunden und Sorgen wegen Cyclospora zu geringeren Ausgaben führten. Die Supermarktkette rechnet nun mit einem Anstieg des flächenbereinigten Jahresumsatzes um 0,2 bis 0,8 Prozent, verglichen mit der vorherigen Prognose von 1 bis 2 Prozent Wachstum. Den Rest ihres Ausblicks bestätigte sie. Die gesenkte Prognose trägt der Tatsache Rechnung, dass die Verbraucher weniger in den Filialen von Kroger ausgeben. Zwar sei die Kundenfrequenz im Quartal gestiegen, doch hätten die Kunden bei ihren Einkäufen weniger Artikel gekauft, sagte Chief Executive Greg Foran am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Reduzierungen bei den SNAP-Leistungen, höhere Kraftstoffpreise und ein geringeres Verbrauchervertrauen setzen die Haushaltsbudgets unter Druck", sagte Foran. "Die Kunden kaufen mehr nach Bedarf ein." Der flächenbereinigte Umsatz stieg im zweiten Quartal um 0,2 Prozent und lag damit unter den Schätzungen der Wall Street von 0,8 Prozent Wachstum. Der Gesamtumsatz für das Quartal stieg um 2 Prozent auf 34,62 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit die Analystenprognose von 34,64 Milliarden Dollar.
Mit einem kleinen Plus hat der schweizerische Aktienmarkt am Freitag die Handelswoche beendet. Für etwas Entspannung sorgten die fallenden Ölpreise. Der SMI erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 13.775 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 17 Kursgewinner und 3 Kursverlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 4,75 (zuvor: 20,08) Millionen Aktien. Die defensiven Index-Schwergewichte zeigten sich mit leichten Abgaben. Die Roche-Aktie verlor 0,4 Prozent, Nestlé reduzierten sich um 0,3 Prozent. Die Novartis-Papiere gaben um 0,1 Prozent nach, womit die Erholung vom Dienstag bereits wieder beendet war. Die Novartis-Aktie wird weiter mit einem Aufschlag gegenüber den europäischen Pharma-Wettbewerbern gehandelt. Auf Wochensicht hat Novartis damit knapp 14 Prozent eingebüsst. Die Aktien von Yposmed knickten nach einem negativen Analysten-Kommentar um 7,2 Prozent ein. Die UBS hat die Einstufung auf "Neutral" von zuvor "Buy" gesenkt und das Kursziel auf 400 von 425 Franken nach unten genommen.
Europa
Mit einem deutlichen Plus haben die europäischen Börsen zum Wochenausklang den Handel beendet. Vor allem der leicht gefallene Ölpreis stützte das Sentiment - Brent kam von den jüngsten Höchstständen etwas zurück und notierte knapp unter der Marke von 105 Dollar je Barrel. Für den DAX ging es um 0,8 Prozent auf 25.569 Punkte nach oben, was im Handel vor allem als technische Gegenreaktion gedeutet wurde. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 0,9 Prozent auf 6.325 Punkte. Die DAX-Gewinnerliste wurde von Infineon angeführt, die um 5,0 Prozent stiegen. Keine positiven Impulse setzten dagegen die besser als erwartet ausgefallenen Oracle-Zahlen bei SAP - die Aktie büsste 0,3 Prozent ein. Die Umsätze von Oracle im wichtigen Cloud-Geschäft stiegen um 121 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar und übertragen damit die Erwartungen. MWB merkte zu den umfassenden Transformationsprogrammen bei den United-Internet-Tochtergesellschaften 1&1 Versatel und Ionos an, dass die Umstrukturierung darauf abziele, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und künftiges Wachstum zu finanzieren. Dies führe im Geschäftsjahr 2026 zum Abbau von rund 800 Arbeitsplätzen sowie zu einmaligen Aufwendungen in Höhe von 95 Millionen Euro. Nach vollständiger Umsetzung erwarte das Management jährliche Einsparungen von etwa 55 Millionen Euro.
USA
Die US-Aktien haben eine viertägige Verlustserie beendet, da eine Unterbrechung des rasanten Anstiegs der Ölpreise die Daten zur höheren Verbraucherinflation ausglich. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 509,19 Punkte oder 0,98 Prozent auf 52.573,29 Zähler. Der S&P 500 legte um 65,28 Punkte oder 0,86 Prozent auf 7.656,98 Zähler zu und der technologielastige Nasdaq Composite stieg. Ein Brokerhaus teilte mit, die Inflationsdaten und die jüngsten Spitzen bei den Renditen von Staatsanleihen würden den Vorsitzenden der US-Notenbank, Kevin Warsh, zum Handeln zwingen. "Wenn die Fed nach den heutigen Daten auf eine Zinserhöhung verzichten würde, würde sie einen erheblichen Ausverkauf am langen Ende riskieren", so die Strategen des Brokerhauses Bank of America Global Research in einer Research Note an Kunden. Sie warnten vor möglichen Verwerfungen bei langfristigen Anleihen. Die Oracle-Aktie gab um 1,7 Prozent auf 150,28 Dollar nach, trotz eines Umsatzsprungs im Cloud-Computing-Geschäft des Softwareherstellers, der zum Hyperscaler wurde. Dies deutete darauf hin, dass sich seine Neuausrichtung auf KI auszahlt. Steigende Zinsen könnten es für Oracle jedoch schwierig machen, milliardenschwere Kredite für Rechenzentren zu verdauen. Die kanadischen Finanzinstitute Bank of Montreal und Sun Life Financial sagten 75 Milliarden kanadische Dollar (54,22 Milliarden US-Dollar) an privatem Kapital zu, um die Infrastrukturinitiative von Premierminister Mark Carney zu unterstützen.
Asien
An den Börsen in Ostasien und Australien lässt sich zum Start in die neue Woche keine einheitliche Tendenz ausmachen. In Südkorea fällt der technologielastige Kospi um 2,7 Prozent. Der Nikkei-225-Index in Tokio verliert 1 Prozent, während der breiter gefasste Topix um 0,6 Prozent steigt. Der Composite-Index in Shanghai notiert gut behauptet, der Hang-Seng-Index in Hongkong gewinnt 0,4 Prozent. In Sydney ist die Tendenz gut behauptet.
Obligationen
Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen US-Staatsanleihe stieg um 0,095 Prozentpunkte auf 4,642 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe stieg um 0,031 Prozentpunkte auf 4,974 Prozent, den höchsten Schlussstand seit Oktober 2023. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe fiel um 0,007 Prozentpunkte auf 5,354 Prozent, stieg aber im Wochenverlauf stark an. Die 30-jährige Rendite ist nun in acht der letzten elf Wochen gestiegen.
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