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IBM schliesst Regierungsvertrag über 1 Milliarde US-Dollar zum Bau der ersten Quanten-Foundry in den USA ab

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Thu, 17.09.2026 - 00:00

Thema des Tages

Anderon LLC, ein Unternehmen der IBM Corp. (IBM), hat eine Vereinbarung über Fördermittel in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar im Rahmen des „CHIPS and Science Act“ mit dem US-Handelsministerium vereinbart. Die Finanzierung soll dazu beitragen, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Anderon zu beschleunigen, um die nationalen Kapazitäten für die Fertigung von Quanten-Wafern auszubauen und voranzutreiben. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Albany, New York, agiert als spezialisierter Auftragsfertiger für die Quantenindustrie und bietet Kunden aus dem gesamten Ökosystem die Fertigung von Quanten-Wafern an. In der vergangenen Woche unterzeichneten bereits Rigetti Computing (RGTI), D-Wave Quantum (QBTS) und Quantinuum (QNT) jeweils Verträge über 100 Millionen US-Dollar mit dem Handelsministerium im Austausch gegen Beteiligungen an ihren Unternehmen.

Schweizer Aktien

Mit leichten Gewinnen hat der schweizerische Aktienmarkt zur Wochenmitte geschlossen. Der SMI verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 13.869 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursgewinner und sieben -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 25,42 (zuvor: 26,34) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten baute die UBS-Aktie ihre Vortagesverluste noch leicht aus und verlor weitere 0,2 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf eine Abstimmung über einen abgeschwächten Regulierungsvorschlag mit Blick auf Eigenkapitalanforderungen sowie auf Aussagen des Bank-of-America-Chefs zu weitgehend stagnierenden Handelserträgen und Investmentbanking-Gebühren. Die Index-Schwergewichte zeigten sich mit einer uneinheitlichen Tendenz. Während es für die Roche-Aktie um 0,5 Prozent nach oben ging und Novartis 0,4 Prozent gewannen, verloren die Papiere von Nestle 0,3 Prozent. Auch die Richemont-Aktie erholte sich etwas von vorherigen Verlusten und stieg um 0,5 Prozent. In den hinteren Reihen stach Cicor (+4,7%) hervor - das Unternehmen hat Aufträge für elektronische Baugruppen in europäischen Luft- und Verteidigungsprogrammen an Land gezogen. Comet (+4,2%) und VAT (+3,0%) profitierten von den schwindenden KI-Sorgen.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben zu Wochenmitte zugelegt. Der DAX erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 25.538 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stieg ebenfalls um 0,5 Prozent auf 6.267 Punkte. Die BMW-Aktie verlor nach Anfangsgewinnen 1,2 Prozent, obwohl Berenberg die Aktie auf "Buy" hochgestuft hat. Zugleich senkten die Analysten das Kursziel für Mercedes-Benz und stuften die Aktie von Stellantis auf "Neutral" ab. Berenberg verwies hier auf Gegenwind durch China, geopolitische Risiken und Inflation. Mercedes-Benz fielen um 2,6 Prozent, Stellantis büssten 3,3 Prozent ein. Renault sackten sogar um 4,5 Prozent ab, VW gaben um 2,3 Prozent nach. Auf Erholungskurs zeigten sich "KI-Aktien", nachdem sie zu Wochenbeginn wegen Bedenken hinsichtlich der Risiken des KI-Einsatzes stark verkauft wurden. Bei Elmos Semiconductor trieb zusätzlich eine Kaufempfehlung durch Metzler (3,3%) die Aktie an. ASML rückten um 1,3 Prozent vor, und Suss Mirotec stiegen um 4,0 Prozent. Die Infineon-Aktie gewann 1,2 Prozent. Nur kurzzeitig belastete hier die Nachricht, dass sich der Konzern von einem Teil seines Geschäfts mit Speicher-Chips trennt. Infineon verkauft für 1,12 Milliarden US-Dollar einen Teil seines Geschäfts mit Speicherchips an das taiwanische Unternehmen Winbond Electronics. Das Geschäft mit NOR-Flash- und F-RAM-Speichern umfasst ein Produktportfolio für die Automobilbranche, Industrie und Infrastruktur.

USA
US-Aktien gaben nach und die Renditen von US-Staatsanleihen erreichten weitere Mehrjahreshochs, nachdem die US-Notenbank die Zinsen zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren angehoben hatte. Aktien von Technologieunternehmen stabilisierten sich kurz vor Börsenschluss. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 631,21 Punkte oder 1,21 Prozent auf 51.461,90 Punkte und liegt nun 5,3 Prozent unter seinem Rekordhoch. Der S&P 500 fiel um 33,92 Punkte oder 0,45 Prozent auf 7.551,81 Punkte und der technologielastige Nasdaq Composite gab um 3,15 Punkte oder 0,01 Prozent auf 25.978,42 Punkte nach. Die US-Notenbank hat am Mittwoch die Zinsen um einen viertel Prozentpunkt auf eine Spanne zwischen 3,75 Prozent und 4 Prozent angehoben, die erste Erhöhung seit 2023. Auf der anschliessenden Pressekonferenz weigerte sich der Vorsitzende Kevin Warsh zu sagen, wie viele weitere Zinserhöhungen erforderlich sein könnten, um die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel der Fed zurückzuführen. Technologieaktien zeigten sich angesichts neuer finanzieller Entwicklungen im Sektor der künstlichen Intelligenz relativ unverändert. OpenAI führte erste Gespräche mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit mehr als 1,2 Billionen Dollar bewerten könnte. Der dänische Arzneimittelhersteller Novo Nordisk und Anthropic schlossen eine Partnerschaftsvereinbarung zum Einsatz des KI-Modells Claude mit dem Ziel, die Entwicklung neuer Medikamente zu beschleunigen. Die Aktie von Novo fiel um 1,9 Prozent auf 41,71 Dollar. Reckitt Benckiser, der britische Hersteller von Medizin- und Hygieneprodukten wie Mucinex und Lysol, plant, die Produktentwicklung und Fertigung in den USA auszubauen, um schneller auf Veränderungen in der Verbrauchernachfrage reagieren zu können.

Asien
An den Börsen in Ostasien und Australien zeigt sich am Donnerstag keine einheitliche Tendenz. Während etwa die Aktienmärkte in Tokio, Südkorea und Sydney von dem wieder gesunkenen Ölpreis profitieren, geht es an den chinesischen Börsen mit den Kursen nach unten. Marktteilnehmer verweisen auf die zuletzt überwiegend schwachen chinesischen Konjunkturdaten. Der Composite-Index in Shanghai fällt um 0,4 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong gibt um 0,8 Prozent nach.

Obligationen
Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen US-Staatsanleihe stieg um 0,065 Prozentpunkte auf 4,725 Prozent, den höchsten Schlussstand seit Juli 2024. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe stieg um 0,008 Prozentpunkte auf 5,003 Prozent, ein 19-Jahres-Hoch. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe sank um 0,017 Prozentpunkte auf 5,346 Prozent.

Analyse
UBS senkt Ypsomed-Ziel auf 392 (400) CHF – Neutral
UBS senkt Ziel Astrazeneca auf 15.200 (17.600) p – Buy
JPM erhöht Soitec auf Overweight (Neutral) – Ziel 200 (98) EUR


Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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