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Roche-Augenmedikament Susvimo erhält EU-Zulassung

Von Igor JOVICIC
Veröffentlicht am Tue, 22.09.2026 - 00:00

Thema des Tages

Roche kann sein Augenmedikament Susvimo in der Europäischen Union vermarkten. Wie der Schweizer Pharmakonzern mitteilte, hat die EU-Kommission die Zulassung erteilt. Susvimo ist eine Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration. Diese Erkrankung ist eine der Hauptursachen für Sehverlust bei Menschen über 60 Jahren. "Durch die kontinuierliche Wirkstoffabgabe über ein nachfüllbares Implantat bietet Susvimo den Patienten eine einzigartige Alternative zu häufigen Augen-Injektionen. Dies kann dazu beitragen, das Sehvermögen zu erhalten und gleichzeitig die Belastung durch die Behandlung deutlich zu reduzieren", sagte Levi Garraway, Chief Medical Officer und Leiter der globalen Produktentwicklung.

Schweizer Aktien

Der SMI gewann am Montag 1,2 Prozent auf 13.957 Punkte. Im Blick standen Galderma (+2%) und Sandoz (+1,6%) an ihrem ersten Handelstag als neue SMI-Mitglieder. Der Kurs des Absteigers Kühne + Nagel stieg um 4,2 Prozent. Der Logistikkonzern hatte eine Zusammenarbeit mit Amazon bekanntgegeben. Die Aktie des zweiten Absteigers Swisscom verbesserte sich um 1,3 Prozent. Stärkster Wert im SMI waren Givaudan, die nachrichtenlos um 3,7 Prozent vorrückten. Die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche gewannen 1,1, 0,9 und 2,2 Prozent. Nach einer Gewinnwarnung von Villeroy & Boch sanken Geberit um 1,4 Prozent. In der zweiten Reihe machten Ams-Osram einen Satz um fast 23 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte einen "Durchbruch bei Dünnschicht-VCSELs für KI-Rechenzentren" vermeldet. Ausschlaggebend dafür seien eine steckerbasierte Multicore-Faserlösung und ein wachsendes Partner-Ökosystem, hiess es in der Mitteilung des Unternehmens. Stützend wirkte ferner das allgemein positive Sentiment im KI-Sektor. Die Ankündigung eines Stellenabbaus verhalf der Aktie des Telekommunikationsunternehmens Sunrise zu einem Plus von 2,3 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben zu Wochenbeginn ihre deutlichen Verluste vom Freitag weitgehend wieder aufgeholt. Der DAX verbesserte sich um 1,1 Prozent auf 25.575 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,3 Prozent auf 6.318 Punkte nach oben. Nach der massiven Gewinnwarnung von VW am Freitag und dem daraus resultierenden starken Kursrückgang gaben die Aktien um weitere 2 Prozent nach. Der Getränkehersteller Berentzen wird von dem US-Sprirituosenkonzern Sazerac übernommen. Wie das US-Unternehmen mitteilte, haben sich beide Parteien auf einen Zusammenschluss verständigt. Sazerac zahlt in einem freiwilligen Übernahmeangebot 5,55 Euro je Aktie in bar. Die Aktie war am Freitag mit 4,53 Euro aus dem Handel gegangen. Berentzen hatte vergangene Woche über die Verhandlungen informiert. Berentzen stiegen um 22,3 Prozent auf 5,54 Euro. Der Kapitalmarkttag der Societe Generale kam bei den Anlegern gut an. Wie RBC anmerkte, deuten die Ziele der Bank für 2029 auf eine Aufwärtsrevision der Marktschätzungen hin: SocGen setze sich ein ROTE-Ziel für 2029 von 13 bis 14 Prozent, während der Konsens bei 12,9 Prozent liege, basierend auf einer jährlichen Umsatzwachstumsrate von 3 Prozent ab 2026 sowie Kosten von 16,3 Milliarden Euro - hier liege die Erwartung bei 16,9 Milliarden. Die Aktie stieg um 1,8 Prozent. Novo Nordisk verbilligten sich derweil um 7,7 Prozent. Die auf der Kapitalmarktveranstaltung des Pharmakonzerns vorgestellten Mittelfristziele hätten nicht überzeugt, hiess es.

USA
Die US-Aktienmärkte haben am Montag zugelegt. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 366,19 Punkte oder 0,71 Prozent auf 52.048,83. Der S&P 500 gewann 114,20 Punkte oder 1,49 Prozent auf 7.764,70 und der technologielastige Nasdaq Composite legte um 599,55 Punkte oder 2,26 Prozent auf 27.122,09 zu, ein Rekordhoch. Die Aktie von Advanced Micro Devices stieg um 9,9 Prozent auf 615,52 Dollar und erreichte damit erstmals eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion Dollar. Anthropic plant seinen milliardenschweren Börsengang für November, später als von vielen Anlegern erwartet. Dies spiegelt die jüngste Forderung führender Unternehmen nach einer Verlangsamung der Entwicklung von KI-Technologie wider. Nvidia hat eine Vereinbarung mit dem schwedischen Hersteller autonomer Lkw, Einride, getroffen, um eine Steigerung der Produktion von selbstfahrenden Fahrzeugen zu unterstützen. Die Aktie von Warner Bros Discovery stieg um 11 Prozent auf 30,80 Dollar und verzeichnete damit den grössten Zuwachs seit fast einem Jahr. Zuvor war berichtet worden, dass Paramount eine kartellrechtliche Einigung mit 12 Generalstaatsanwälten erzielt habe. Dies ebnet den Weg für eine 81-Milliarden-Dollar-Übernahme, die zwei der prägendsten Hollywood-Studios vereinen wird. Die Trump-Regierung schlug vor, 5 Milliarden Dollar in einen neuen Fonds zu investieren. Dieser soll Ländern im Nahen Osten helfen, die durch den Iran-Krieg beschädigte Energieinfrastruktur wieder aufzubauen und ihre Abhängigkeit von der Strasse von Hormus für den Transport von Öl und Gas zu verringern.

Asien
Im Sog der festen Wall Street geht es am Dienstag an den Börsen in Ostasien auf breiter Front aufwärts. Brent-Öl verteuert sich in Asien wieder um gut 1 Prozent auf 101,50 Dollar. Am meisten tut sich an der Börse in Seoul. Nachdem am Vortag in den USA Technologieaktien, insbesondere solche mit KI-Fantasie, besonders stark zugelegt hatten, gewinnt der technologielastige Kospi 0,9 Prozent. Dazu tragen wie üblich die beiden Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix bei mit Aufschlägen von 2,6 bzw. 1,7 Prozent. In Hongkong legt der HSI um 0,4 Prozent zu, der Shanghai-Composite verbessert sich um 0,2 Prozent. In Hongkong sorgt Alibaba für Gesprächsstoff. Der Technologieriese hat einen leistungsstärkeren Chip vorgestellt und Pläne für ein grösseres KI-Modell skizziert. Die Aktie gewinnt 2,9 Prozent. Das Schwergewicht Tencent verteuert sich sogar um 6,6 Prozent. Der Technologiekonzern wartete mit einer Testversion seines Bildgenerierungsmodells auf.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 0,033 Prozentpunkte auf 4,962 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe fiel um 0,031 Prozentpunkte auf 5,296 Prozent, während die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihen um 0,009 Prozentpunkte auf 4,751 Prozent zulegte. Sorgen über die Inflation und die politische Reaktion darauf hielten die Renditen von US-Staatsanleihen in der Nähe von Mehrjahreshochs.

Analyse
Kursziel Amrize: ODDO BHF SCA senkt auf 35 (43) CHF - Neutral
Baader senkt Aevis Victoria auf Add (Buy) - Ziel 18,70 CHF
Kursziel Burckhardt: UBS senkt auf 485 (500) CHF - Neutral


Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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