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Anthropic zahlt Akamai über 11 Milliarden Dollar für Cloud-Services

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Fri, 25.09.2026 - 00:00

Thema des Tages

Akamai Technologies: Anthropic wird dem Unternehmen über einen Zeitraum von sieben Jahren mindestens 11,6 Milliarden US-Dollar für die Nutzung seiner Cloud-Infrastruktur und Software zahlen. Dies ist Teil einer Erweiterung der Partnerschaft beider Unternehmen. Die Aktie von Akamai schoss im nachbörslichen Handel um 22 Prozent in die Höhe. Der Vertrag sieht eine potenzielle Erweiterung im Umfang von 9 Milliarden US-Dollar vor, was einem potenziellen Gesamtvolumen von rund 20 Milliarden US-Dollar entspricht, teilte Akamai am Donnerstag mit. Diese neue Vereinbarung ergänzt die in diesem Jahr angekündigten bestehenden mehrjährigen Cloud-Verträge mit dem gesamten Kundenstamm im Wert von über 2,8 Milliarden US-Dollar. Im Rahmen der Vereinbarung hat Akamai Anthropic ein Bezugsrecht zum Erwerb von rund 7,7 Millionen Aktien der nicht stimmberechtigten, wandelbaren Vorzugsaktien der Serie B des Unternehmens auf umgerechneter Basis gewährt, was rund 5 % der ausstehenden Aktien entspricht, zu einem Preis von 111,33 US-Dollar pro Aktie.

Schweizer Aktien

Knapp behauptet hat der Aktienmarkt in der Schweiz den Handel am Donnerstag beendet. Der Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank entsprach den Erwartungen und hatte somit keinen Einfluss auf den Markt. Die SNB hatte den Leitzins bei 0,00 Prozent belassen. Der SMI verlor 0,1 Prozent auf 13.906 Punkte. Unterstützung erhielt der SMI von den Schwergewichten Nestlé (+1,1%) und Novartis (+1,2%). Das dritte Schwergewicht Roche schloss gut behauptet. Logitech verloren nachrichtenlos 6,1 Prozent. Partners Group verbilligten sich um 5,4 Prozent. Die Aktien der Versicherer Swiss Life, Swiss Re und Zurich verloren bis zu 1,7 Prozent. Auf dem Kurs der UBS (-0,6%) lastete weiter die Entscheidung des Ständerats zur Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften vom Vortag.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben auch am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Der DAX verlor 0,6 Prozent auf 25.267 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent auf 6.273 Punkte nach unten. H&M zeigen sich mit Abschlägen von 2 Prozent. Die Ergebnisse für das dritte Quartal waren zwar über den Erwartungen ausgefallen. Bernstein wies allerdings darauf hin, dass dies auf Einmaleffekte zurückzuführen sei. Die bereinigte Marge habe dem Konsens entsprochen. "Der Ausblick für das vierte Quartal fällt vorsichtiger aus", so die Analysten weiter. Inditex sanken um 0,2 Prozent. Nach dem Zwischenbericht ging es für Asos um 13,7 Prozent nach oben. Während das Bruttowarenvolumen (GMV) den Konsenserwartungen entsprach, wurde beim bereinigten EBITDA nun ein Wert über dem Konsens in Aussicht gestellt. Zalando profitierten nicht von den starken Vorgaben und schlossen 1 Prozent niedriger. Henkel konnten sich dem schwächeren Markt nicht dauerhaft entziehen und verloren 0,2 Prozent. Stützend wirkten starke Drittquartalszahlen von HB Fuller und ein positiver Kommentar der UBS. BMW verbilligten sich nach der Abstufung auf "Hold" von "Buy" durch HSBC um 2,5 Prozent. Mercedes-Benz und Volkswagen verloren 2 und 2,9 Prozent. Hier hatte HSBC die Kursziele gesenkt.

USA
Unsichere Friedensaussichten im Nahen Osten haben am Donnerstag die US-Aktienkurse belastet. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 0,3 Prozent oder 161,7 Punkte. Andere Indizes schlossen kaum verändert, wobei der S&P 500 um einen Bruchteil eines Prozents nachgab und der Nasdaq Composite leicht zulegte. Die Aktie von Oracle gab um 3,5 Prozent nach, nachdem Bloomberg berichtet hatte, dass das Unternehmen versuche, Zahlungen aufzuschieben, falls ein Rechenzentrumsprojekt in New Mexico scheitern oder nicht wie geplant im Jahr 2028 in Betrieb gehen sollte. Barry Diller sagte am Mittwoch, dass er nach monatelangen Gesprächen mit dem Unternehmen sein Angebot für MGM Resorts zurückziehe. Die Aktie von MGM fiel um 11 Prozent.
Darden Restaurants teilte mit, dass höhere Lebensmittel- und Arbeitskosten den Gewinn im letzten Quartal belastet und das anhaltende Umsatzwachstum mehr als ausgeglichen hätten. Die Aktie rutschte um 3 Prozent ab. Meta (+4,5 %): Die Facebook-Muttergesellschaft und der Brillen- und Korrekturglashersteller EssilorLuxottica (-3,5 % an der Pariser Börse) haben am Mittwochabend in den USA neue Modelle von Smartbrillen vorgestellt, darunter eine Ray-Ban Meta ohne Kamera.

Asien
An den Aktienmärkten in Ostasien geht es am Freitag uneinheitlich zu. In Tokio legt der Topix zu um 1,4 Prozent. Deutlich abwärts geht es in Hongkong, und zwar um 1,7 Prozent. In Seoul wird wegen des Erntedankfests erneut nicht gehandelt, auch auf dem chinesischen Festland sowie in Taiwan pausiert das Geschäft. In Tokio geht es im Technologiesegment für Advantest oder Kioxia um je gut 2 Prozent nach oben, Lasertec gewinnen knapp 3 Prozent. Unter Druck stehen dagegen Softbank Group. Die Aktie des Technologieinvestors verliert 3,7 Prozent.

Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen erreichten am Donnerstag Höchststände, die seit Anfang der 2000er Jahre nicht mehr verzeichnet wurden, und die Ölpreise bewegten sich deutlich über 100 US-Dollar pro Barrel. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe stieg um 0,050 Prozentpunkte auf einen Höchststand von 5,163 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe kletterte um 0,059 Prozentpunkte auf 5,460 Prozent. Die Rendite der zweijährigen Staatsanleihe legte um 0,002 Prozentpunkte auf 4,895 Prozent zu. Das US-Finanzministerium verkaufte am Donnerstag siebenjährige Anleihen im Wert von fast 44 Milliarden Dollar zu einer Rendite von 5,085 Prozent, der höchsten seit 33 Jahren.

Analyse
Berenberg senkt Burckhardt Compression auf 620 (658) CHF - Buy
Deutsche Bank erhöht Tecan auf 198 (176) CHF - Hold
Vontobel erhöht Lem auf 800 (600) CHF - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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