Von Igor JOVICIC
Veröffentlicht am Tue, 29.09.2026 - 00:00
Der Chipkonzern AMD gibt in seinem Wettstreit mit dem Branchenriesen Nvidia mehr als acht Milliarden Dollar für das Start-up einer KI-Pionierin aus. Um Technik für die nächste Generation Künstlicher Intelligenz zu bauen, müsse man tiefgründig verstehen, wie sich die KI-Modelle entwickeln, begründete AMD-Chefin Lisa Su den Zukauf. AMD lässt sich die Übernahme der Firma World Labs 8,2 Milliarden Dollar in Form eigener Aktien kosten. Gründerin Fei-Fei Li wird Chefwissenschaftlerin von AMD. Nvidia dominiert das Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz und Diensten rund um die Technik. Rivalen wie AMD und Intel konnten sich bisher eher kleinere Nischen erkämpfen, hoffen aber weiterhin, Nvidia mit neuen Produkten mehr Marktanteile abnehmen zu können. Li, die auch Professorin an der Elite-Uni Stanford ist, gilt als eine Vorreiterin der KI-Forschung. Sie gründete World Labs im Jahr 2024
Der Schweizer Aktienmarkt ist verhalten in die neue Woche gestartet. Der Leitindex SMI pendelte dabei um die Marke von 14'000 Punkten und schloss schliesslich knapp darunter. Zu den grössten Gewinnern zählten die Novartis-Aktien, während Roche nach einem Investorenanlass nachgaben. Der SMI schloss am Montag 0,02 Prozent tiefer bei 13'942,91 Punkten und damit unter der vielbeachteten Marke von 14'000, die er zwischenzeitlich geknackt hatte. Von den 20 Titeln gingen 10 fester, 9 schwächer und Amrize unverändert aus dem Handel. Der Mid-Cap-Index SMIM verlor 0,23 Prozent auf 3106,65 Punkte und der breite SPI 0,06 Prozent auf 19'758,71 Punkte. Andere wichtige europäische Indizes wie der deutsche Dax und der französische Cac-40 schlossen kaum verändert, während die US-Börsen in New York am Abend klar tiefer notierten. Als Bremsklotz für den SMI erwies sich am Montag das Schwergewicht Roche (-1,4%). Die Aussagen am "Pharma Day" des Konzerns konnten die hohen Erwartungen an die Pipeline offenbar nicht übertreffen, wie es im Markt hiess. Zudem belastete der Rückschlag beim Wirkstoff Emugrobart.
Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag praktisch unverändert geschlossen. Der DAX gab um 0,1 Prozent nach auf 25.374 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schloss wenig verändert bei 6.301 Punkten. Im Handel wurde die Widerstandsfähigkeit der Börsen als bemerkenswert beschrieben. Hintergrund seien die zuletzt starken Wirtschaftsdaten trotz des Energiepreisschocks. Anders Gold: dem zinslosen Asset machen die weiter steigenden Marktzinsen zunehmend zu schaffen; für das Edelmetall ging es um 3,8 Prozent auf 4.123 Dollar die Feinunze nach unten. Kurssprünge verzeichnen die Aktien britischer Bauunternehmen, die auf die Errichtung von Eigenheimen spezialisiert sind. nachdem die britische Regierung das Förderprogramm "Help to Buy" wiederaufgelegt hat. Damit soll Erstkäufern der Erwerb von Wohneigentum erleichtert werden. Im Sektor sprangen Persimmon und Taylor Wimpey um fast bis zu 14,6 Prozent nach oben. Howden Joinery profitierten mit einem Plus von 3 Prozent als Zulieferer von Einbauküchen und Tischlereibedarf indirekt von dem Programm. Um 12,7 Prozent nach oben schossen Redcare nach Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr. Für 2026 wird für das Rx-Geschäft (verschreibungspflichtige Arzneimittel) in Deutschland nun ein Umsatz von 730 bis 760 Millionen Euro erwartet, gegenüber der bisherigen Prognose von 680 bis 720 Millionen Euro.
USA
Die US-Aktienmärkte sind nach dem jüngsten Rückschlag bei den Friedensgesprächen im Nahen Osten und einer Verschärfung des Ausverkaufs bei US-Staatsanleihen aus der Vorwoche schwächer in die Woche gestartet. Der S&P 500 fiel um 59,7 Punkte oder 0,77 Prozent auf 7683,69. Der Dow Jones Industrial Average gab um 347,1 Punkte oder 0,67 Prozent auf 51481,51 nach. Der Nasdaq Composite verlor 248,3 Punkte oder 0,92 Prozent auf 26820,38. Der Chiphersteller Nvidia hat sein Aktienrückkaufprogramm um 150 Milliarden Dollar aufgestockt, womit sich die gesamte Rückkaufgenehmigung auf 235 Milliarden Dollar beläuft. Dies liess die Aktie um 1,7 Prozent auf 228,86 Dollar steigen. Die Genehmigung übertrifft den Aktienrückkauf von 110 Milliarden Dollar, den Apple im Mai 2024 angekündigt hatte, und erfolgt nur vier Monate, nachdem der Board von Nvidia das Rückkaufprogramm um 80 Milliarden Dollar erweitert hatte. Research-Leiter von Meta Platforms und Microsoft haben sich OpenAI und Anthropic angeschlossen und fordern von Washington eine Untersuchung von Systemen künstlicher Intelligenz, die in der Lage sind, sich autonom selbst zu verbessern. Die Aktie von Meta fiel um 4,8 Prozent auf 715,62 Dollar und die Aktie von Microsoft gab um 1,3 Prozent auf 509,22 Dollar nach. Die Aktie von MongoDB fiel um 18 Prozent, nachdem das Datenbankunternehmen mitgeteilt hatte, dass sein President und CEO zurückgetreten sei, um ein neues Geschäftssegment bei Meta Platforms zu leiten. Das Starship von SpaceX hat zum ersten Mal eine Erdumlaufbahn erreicht und die neueste Version seiner Starlink-Satelliten ausgesetzt. Dies sind entscheidende Schritte für das Unternehmen auf dem Weg, die experimentelle Rakete für eine Reihe von Missionen einsetzen zu können.
Asien
Die asiatischen Aktienmärkte folgen am Dienstag der Vorgabe der Wall Street und geben überwiegend nach. In Tokio geht es für den Topix um 1,9 Prozent nach unten, der Kospi in Seoul büßt 1,1 Prozent ein. In Hongkong kommt der HSI mit einem etwas kleineren Minus von 0,6 Prozent davon.
Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen erreichten zu Wochenbeginn neue Mehrjahreshochs. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe kletterte auf 5,241 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit 2007, während die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihe mit 5,561 Prozent den höchsten Stand seit 2002 erreichte. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe stieg auf 4,922 Prozent, ein Niveau, das zuletzt im Mai 2024 erreicht wurde.
Analyse
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