Morning News

Boeing erhält von Lockheed Martin Auftrag über fast 15 Milliarden Dollar

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Tue, 06.10.2026 - 00:00

Thema des Tages

Boeing hat von Lockheed Martin einen Auftrag im Wert von rund 14,7 Milliarden Dollar erhalten, um die Produktion der PAC-3-MSE-Suchköpfe (Missile Segment Enhancement) zu steigern. Boeing teilte mit, dass diese vorläufige Vertragsvereinbarung es dem Unternehmen ermöglichen wird, die Produktion der PAC-3-MSE-Suchköpfe im Rahmen seines bestehenden siebenjährigen Rahmenvertrags mit dem Verteidigungsministerium zu verdreifachen. Das Unternehmen erklärte, es habe in das Werk investiert, in dem die Suchköpfe hergestellt werden, und seine Beziehungen zu seinen Zulieferern gestärkt. Der Produktionshochlauf und die damit verbundenen Neueinstellungen hätten bereits zu Beginn dieses Jahres begonnen, so Boeing. „Frühzeitige Investitionen und ein konsequentes Augenmerk auf Qualität und Ausführung haben es uns ermöglicht, heute Selbstlenkflugkörper in bisher unerreichter Stückzahl kurzfristig auszuliefern, und wir sind entschlossen, diesen Kurs fortzusetzen“, erklärte Steve Parker, Geschäftsführer von Boeing Defense, Space & Security. Die Aktie von Boeing gab trotzdem um 0,4 Prozent nach.

Schweizer Aktien

Erneut mit leichten Aufschlägen hat sich der schweizerische Aktienmarkt am Montag gezeigt. Der SMI gewann 0,3 Prozent auf 13.704 Punkte. Europaweit liefen Finanzwerte besser als der breite Markt, UBS legten in der Schweiz um 1,3 Prozent zu - Partners Group um 0,7 Prozent. Unter den defensiven Pharmaschwergewichten legten Novartis um 0,1 Prozent zu - Roche um 0,9 Prozent. Die ebenfalls schwer gewichteten Nestlé (-0,4%) hinkten dem Markt hinterher. Beflügelt durch einen positiven Analystenkommentar durch Barclays zogen Givaudan um 0,6 Prozent an. Laut UBS haben sich die Erwartungen an eine Erholung im Luxussektor in diesem Jahr als verfrüht erwiesen. Die UBS favorisiert unter anderem Richemont im Sektor, der Kurs zog um 1 Prozent an.

Internationale Märkte

Europa
Der europäische Aktienmarkt hat sich am Montag nur wenig bewegt. Der DAX gewann 0,1 Prozent auf 25.254 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um ebenfalls 0,1 Prozent - auf 6.242 nach oben. An der französischen Börse ging es mit den Aktienkursen um 0,8 Prozent nach unten. Dagegen stieg der Ibex in Madrid um 1,1 Prozent. Mit Aufschlägen von 4,5 Prozent führten Banco Santander die Gewinnerliste unter den Bankentiteln in Europa mit weitem Abstand an. Schneider Electric sackten in Paris um 10 Prozent ab angesichts einer Milliardenübernahme. Die industrielle Logik hinter dem Kauf des US-Softwareunternehmens PTC erschloss sich jedoch. Mit über 20 Milliarden Dollar wäre es die grösste Übernahme in der Firmengeschichte von Schneider. Nach neuen Mittelfristzielen zogen Air Liquide um 0,4 Prozent an. Deutsche Autoaktien hielten sich gut zu Wochenbeginn. Continental gewannen 1,3 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Aktie auf "Overweight" erhöht hatte. Mercedes-Benz gewannen 1,2 Prozent und VW 1,6 Prozent. Rheinmetall rückten 2,4 Prozent vor und waren Tagesgewinner im DAX. In Kopenhagen ging es für Novo Nordisk um 0,8 Prozent nach unten. Der Pharmariese hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Mitteilung erhalten, dass die Prüfung des Wirkstoffs Denecimig zur Behandlung von Hämophilie A noch andauere.

USA
US-Aktien legten zu, da der Optimismus über den Boom der künstlichen Intelligenz einen Anstieg der Anleiherenditen weltweit ausglich. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 90,94 Punkte oder 0,18 Prozent auf 51267,90. Der S&P 500 legte um 51,23 Punkte oder 0,66 Prozent auf 7773,95 zu. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 286,45 Punkte oder 1,05 Prozent auf 27477,31 und schloss auf einem Rekordhoch. GE Healthcare steht Berichten zufolge kurz vor der Übernahme des Herstellers von medizinischen Bildgebungsmaterialien Sofie Biosciences für 945 Millionen Dollar. Die Vaxcyte-Aktie schoss um 31 Prozent auf 73,82 Dollar nach oben, nachdem der experimentelle Lungenentzündungs-Impfstoff des Arzneimittelherstellers in einer klinischen Spätphase-Studie im Vergleich zu zwei derzeit verfügbaren Impfstoffen gut abgeschnitten hatte. Die Turbulenzen an den Anleihemärkten haben bei einigen Akteuren an der Wall Street Spuren hinterlassen. Die Aktie des Private-Credit-Fondsmanagers Blue Owl ist im vergangenen Monat um 20 Prozent gefallen, da weiterhin Rücknahmeanträge eingehen.

Asien
Überwiegend im Plus tendieren die Börsen in Ostasien am Dienstag. Die Börse in Shanghai ist noch bis einschliesslich Mittwoch feiertagsbedingt geschlossen. Am Aktienmarkt in Hongkong notiert der Hang-Seng-Index 0,8 Prozent höher. In Seoul gibt der Kospi nach dem langen Feiertagswochenende gegen die positive regionale Tendenz um 1,4 Prozent nach. Belastet wird der Index von den Schwergewichten Samsung Electronics (-1,7%) und SK Hynix (-3,3%). LG Electronics steigen um 7,4 Prozent. Das Unternehmen hat einen Auftrag zur Lieferung von Kühlsystemen für Datenzentren in den USA an Land gezogen, der sich über mehrere Jahre erstreckt. An der Tokioter Börse klettert der Nikkei-225-Index um 0,7 Prozent. Der breiter gefasste Topix steigt um 0,8 Prozent.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihen am Montag um 0,008 Prozentpunkte auf 4,831 Prozent. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe kletterte um 0,034 Prozentpunkte auf 5,310 Prozent, den höchsten Stand seit April 2002. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe legte um 0,035 Prozentpunkte auf 5,664 Prozent zu, den höchsten Schlussstand seit Mai 2002.

Analyse
UBS senkt Ziel Essilorluxottica auf 247 (282) EUR - Buy
UBS senkt Richemont-Ziel auf 210 (221) CHF - Buy
UBS senkt Burberry-Ziel auf 1.320 (1.425) GBp - Buy


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