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Sika übernimmt Azpects in Grossbritannien

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Fri, 09.10.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der Bauchemiekonzern Sika übernimmt die britische Azpects Group und baut damit sein Geschäft im Landschaftsbau aus. Azpects stellt polymere Pflasterfugenmörtel und ergänzende Produkte für Terrassen, Wege und Einfahrten her. Mit der Übernahme will das Unternehmen Cross-Selling-Möglichkeiten nutzen und seine Vertriebskanäle in Grossbritannien erweitern, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Zudem erwartet Sika Vorteile in Produktion und Logistik. Angaben zum Kaufpreis veröffentlichte Sika nicht.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Donnerstag klar im Minus geschlossen. Der SMI verlor 1,2 Prozent auf 13.637 Punkte. Die höheren Marktzinsen drückten auf die Bankenwerte, da ein Rückgang des Kreditgeschäfts befürchtet wurde. UBS gaben 1,3 Prozent ab - in Versicherungssektor verloren Swiss Re und Swiss Life 1,0 bzw. 1,3 Prozent. Roche, Novartis und Sandoz verbilligten sich zwischen 1,9 und 2 Prozent. Die Biotechnologietitel Argenx brachen in Brüssel ein, weil ein Versuch, den Anwendungsbereich des Wirkstoffs Efgartigimod auf weitere Bereiche auszudehnen, misslang. Lonza litten mit minus 2,4 Prozent darunter, da das Unternehmen einen Produktionspartner von Argenx stellt. Nach einer Hochstufung auf "Kaufen" durch Vontobel zogen Emmi unter den Nebenwerten um 2,5 Prozent an.

Internationale Märkte

Europa
Deutlich gestiegene Ölpreise und in der Folge erneut höhere Anleiherenditen haben am Donnerstag den europäischen Aktienmarkt belastet. Der DAX verlor 1,2 Prozent auf 24.807 Punkte, der Euro-Stoxx-50 büsste 0,9 Prozent auf 6.127 Zähler ein. Gewinner stellten die Energie- und Ölwerte mit 2,6 Prozent Aufschlag - BP und Repsol legten um bis zu 5,1 Prozent zu. Schwächer zeigen sich Autoaktien. Neben dem Renditeanstieg und dem erwarteten Druck auf die Nachfrage nach Autofinanzierungen sorgte man sich auch wieder um China. Für VW ging es 4,9 Prozent tiefer, für BWM und Mercedes-Benz 2,8 bzw. 2 Prozent. Stärker fielen auch die Titel der französischen Hersteller und Zulieferer. Renault verloren 2,7 Prozent, Forvia gar 10,9 Prozent. Beim Biotechnologie-Unternehmen Argenx ging es 15,9 Prozent tiefer. Ein Versuch, den Anwendungsbereich des Wirkstoffs Efgartigimod auf weitere Bereiche auszudehnen, misslang, wie Studien zeigten. Mit einem Plus von 5,1 Prozent stiegen Imperial Brands gegen den Markt. Das frühe Erreichen der Jahresziele und die Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufs über 1,5 Milliarden Pfund wurden gewürdigt. Weitere gute Nachrichten aus dem Konsumsektor kamen von der Supermarktkette Tesco. Dank einer erhöhten Schätzspanne für den Jahresgewinn ging es 5,2 Prozent höher - Sainsburys zogen um 1,5 Prozent an. Bei Südzucker ging es dagegen nach finalen Geschäftszahlen 4,5 Prozent abwärts.

USA
Die US-Aktie zeigte sich uneinheitlich, während die Öl-Futures nach oben sprangen, die Volatilität an den Anleihemärkten anhielt und Zweifel an den Gewinnen aus künstlicher Intelligenz aufkamen. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 51,77 Punkte oder 0,1 Prozent auf 51231,64 Zähler. Unterdessen fiel der S&P 500 um 36,41 Punkte oder 0,47 Prozent auf 7765,36 Zähler, und der technologielastige Nasdaq Composite rutschte um 345,35 Punkte oder 1,25 Prozent auf 27193,34 Zähler ab. Die Öl-Futures stiegen um 3,21 US-Dollar oder 3,6 Prozent auf 91,49 Dollar pro Barrel, nachdem der Iran ein Schiff in der Nähe von Katar angegriffen hatte. Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fiel in der jüngsten wöchentlichen Erhebung um 2.000 auf 197.000, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Technologiekonzerne gaben einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder ab, nachdem die Financial Times berichtet hatte, dass der Jahresumsatz von OpenAI um rund 20 Milliarden Dollar unter früheren Schätzungen liegt. Die Financial Times berichtete am Donnerstag, OpenAI habe mitgeteilt, dass sich seine Einnahmen gegen Ende des letzten Monats auf annualisierter Basis 50 Milliarden Dollar genähert hätten, verglichen mit einer vorherigen Schätzung von rund 70 Milliarden Dollar. Nvidia fiel um 2,9 Prozent auf 230,48 Dollar. Der Halbleiterindex PHLX "SOX" brach um 3,4 Prozent auf 12623,71 Dollar ein. Vizepräsident JD Vance sagte, die Regierung schliesse mehrere Technologieunternehmen, darunter Microsoft, von einem Programm aus, das es Inhabern von H-1B-Visa ermögliche, eine Green Card zu beantragen. Pepsico (+3,7 %): Der Softdrink-Hersteller gab für das dritte Quartal seines Finanzjahres einen Umsatz- und Nettogewinnanstieg bekannt und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der Konzern senkte jedoch seine Prognose für das Ergebnis je Aktie für das gesamte Geschäftsjahr. Devon Energy (+2,2 %): Der Energieversorger gab am Donnerstag den Verkauf von ölexploitativen Vermögenswerten in Texas an Crescent Energy für 4,2 Milliarden Dollar bekannt.

Asien
Zum Wochenausklang lässt sich an den Börsen in Ostasien keine einheitliche Tendenz feststellen. In Japan notiert der Nikkei-225-Index 0,3 Prozent niedriger, der breiter gefasste Topix hat sich ins Plus vorgearbeitet und gewinnt 0,1 Prozent. In Shanghai gibt der Composite-Index um 1,2 Prozent nach, der Hang-Seng-Index in Hongkong legt derweil um 1,1 Prozent zu. In Hongkong fallen Hua Hong Grace um 3,7 Prozent und Semiconductor Manufacturing International um 1,6 Prozent ein. Für Kioxia geht es in Tokio um 3 Prozent abwärts. Softbank Group und Renesas verbilligen sich um 5 und um 2,8 Prozent.

Obligationen
Die Renditen von US-Staatsanleihen fielen am Donnerstag nach einer weiteren gut nachgefragten Auktion, dieses Mal für 30-jährige Anleihen. Dies folgte auf eine starke Nachfrage bei einer Auktion für 10-jährige Research Notes am Mittwoch. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen gab um 0,049 Prozentpunkte auf 5,232 Prozent nach. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe sank um 0,055 Prozentpunkte auf 5,606 Prozent. Die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihen fiel um 0,008 Prozentpunkte auf 4,753 Prozent.

Analyse
Kursziel Sandoz: Goldman Sachs erhöht auf 85 (80) CHF - Buy
Kursziel Richemont: Jefferies senkt auf 200 (220) CHF - Buy
Kursziel Swiss Re: Goldman Sachs erhöht auf 121 (118) CHF - Sell

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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