Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Tue, 13.10.2026 - 00:00
LVMH hat eine Verlangsamung des Umsatzwachstums gemeldet. Dies bremst die lang erwartete Erholung in der europäischen Luxusgüterindustrie aus. Der französische Konzern, der grösste Akteur der Luxusbranche und ein Barometer für den gesamten Sektor, erzielte zwischen Juli und September einen Umsatz von 18,50 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Dies entspricht einem organischen Wachstum von lediglich 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit verlangsamte sich das Wachstum gegenüber dem im zweiten Quartal verzeichneten Anstieg von 3 Prozent. Das Ergebnis lag im Rahmen der Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld von Visible Alpha befragt worden waren. Dennoch verzeichnete die wichtigste Modesparte des Konzerns, in der die Schwergewichtsmarken Louis Vuitton und Dior beheimatet sind, einen Umsatzrückgang von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 8,245 Milliarden Euro. Dies lag unter den Prognosen der Analysten. Das Ergebnis verdeutlicht das anhaltend schwierige Nachfrageumfeld, mit dem die Anbieter von Luxusgütern konfrontiert sind.
Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Start in die neue Woche an seine Gewinne vom vergangenen Freitag angeknüpft. Der SMI legte am Montag um 0,66 Prozent auf 13'877,84 Punkte zu. Der Mid-Cap-Index SMIM kletterte um 0,21 Prozent auf 3072,47 und der breite SPI um 0,56 Prozent auf 19'652,30 Zähler. Deutliche Gewinne verzeichneten Galderma mit plus 1,9 Prozent. Die Titel setzten damit den guten Lauf der Vorwoche fort. Getragen wurde das Sentiment weiterhin von ermutigenden Dreijahres-Daten zum Medikament Nemluvio gegen Neurodermitis. Nach oben ging es auch mit verschiedenen Medtech-Aktien wie Straumann (+2,0%), Sonova (+1,2%) oder Alcon (+0,6%). Gesucht waren auch die Bauwerte Amrize (+1,3%), Holcim (+1,2%) und Schindler (+0,5%).
Europa
Die europäischen Börsen haben am Montag die Aufwärtsbewegung vom Freitag fortgesetzt. Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 25.278 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,5 Prozent nach oben. Der Euro fiel auf 1,1158 Dollar zurück von gut 1,12 am Freitag. Die Nachrichtenlage war dünn im Vorfeld der ab Dienstag anlaufenden Berichtssaison der Unternehmen, beginnend in den USA, mit den Banken. VW veröffentlichte Absatzzahlen für das dritte Quartal, die insgesamt schwach ausfielen - insbesondere in China. Nachdem in der Vorwoche bereits die Zahlen von Mercedes-Benz enttäuscht hatten, steckte der Markt die Zahlen gut weg. Der jüngste Deal der EU mit China über eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridmodellen stützte die Autoaktien in der Breite nicht mehr. Für VW ging es um 0,6 Prozent nach oben, während BMW und Mercedes-Benz leicht nachgaben. Renault legten um 1,3 Prozent zu, Stellantis fielen dagegen um 0,8 Prozent. Schwach lagen Halbleiteraktien im Markt. Hier belasteten wieder einmal Bedenken über die Nachhaltigkeit und die Rentabilität der anhaltenden hohen KI-Investitionen - zumal es die Unternehmen bei der Finanzierung inzwischen mit einem deutlich höheren Zinsniveau zu tun haben. Im DAX verloren Infineon 2,8 Prozent, im TecDAX Aixtron 2,4 und Elmos 4,2 Prozent. In Amsterdam gaben BE Semiconductor um 2,2 Prozent nach und ASML um 1,6 Prozent.
USA
Die Energieaktien und der Ölpreis stiegen, nachdem anhaltende Angriffe sowohl in der Ukraine als auch im Nahen Osten die jüngsten Bemühungen von Präsident Trump zur Senkung der Treibstoffkosten erschwerten. Die wichtigsten Indizes schlossen uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 195,60 Punkte oder 0,38 Prozent auf 51850,55. Unterdessen gab der S&P 500 um 4,30 Punkte oder 0,06 Prozent auf 7807,24 nach, und der technologielastige Nasdaq Composite fiel um 120,27 Punkte oder 0,44 Prozent auf 27245,90. Die Bumble-Aktie schoss um rund 50 Prozent nach oben, nachdem The Wall Street Journal berichtet hatte, dass sich das Unternehmen in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Börsenrückzug zu einer Bewertung von rund 1 Milliarde Dollar befinde. Einige Speicherchip-Aktien gaben nach, da sich die Anleger über die Nachricht besorgt zeigten, dass Chinas ChangXin Memory Technologies einen neuen Meilenstein bei der Entwicklung eines Chips erreicht hat, der mehr Daten speichern kann. Micron Technology, Sandisk und Seagate Technology notierten allesamt schwächer. Anleger trennten sich von IonQ, nachdem das Quantencomputer-Unternehmen eine reine Aktien-Transaktion zur Übernahme der Cybersicherheitsfirma Elisity für 1,3 Milliarden Dollar vereinbart hatte. Die Aktie von Salesforce legte um 2,1 Prozent zu, nachdem die Bank of America den Titel von "Underperform" auf "Buy" hochgestuft hatte. Die Analysten äusserten sich zuversichtlich über die Strategie von Salesforce, trotz der Bedrohungen durch KI für traditionelle Softwareanbieter relevant zu bleiben.
Asien
Teilweise kräftig abwärts geht es am Dienstag an den ostasiatischen Aktienmärkten. Unter Druck steht vor allem die technologielastige Börse in Seoul, wo es für den Kospi um 6,3 Prozent nach unten geht. Damit baut der Index seine Vortagesverluste aus. Die Aktien der Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix knicken um 8,0 bzw. 9,0 Prozent ein.
Obligationen
Die US-Rentenmärkte blieben am Montag wegen des Columbus Day geschlossen.
Analyse
Jefferies hebt Roche-Ziel auf 250 (230) CHF – Underperform
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