Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Wed, 14.10.2026 - 00:00
Roche hat sich die Rechte an einem Kandidaten für ein Abnehm-Medikament gesichert. Der Schweizer Pharmakonzern hat dafür eine Lizenzvereinbarung mit der chinesischen Rona Therapeutics geschlossen, wie das Unternehmen mit Sitz in Shanghai mitteilte. Roche zahlt vorab 100 Millionen US-Dollar. Je nach Erreichen bestimmter Meilensteine können weitere bis zu 1,06 Milliarden US-Dollar fällig werden.
Am Schweizer Aktienmarkt ist es am Dienstag den dritten Tag in Folge nach oben gegangen mit dem Leitindex SMI. Der SMI gewann 0,4 Prozent auf 13.928 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursgewinner und 9 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 21,77 (Montag: 14,89) Millionen Aktien. Klarer Tagessieger waren Givaudan mit einem Kurssprung um 9,4 Prozent. Der Hersteller von Riechstoffen und Aromen hatte Umsatzzahlen für das dritte Quartal vorgelegt, die die Erwartungen der Analysten übertrafen. Laut dem Unternehmen beschleunigte sich die Dynamik des Umsatzwachstums in den ersten neun Monaten des Jahres. Die Erwartungen seien im Vorfeld zwar hoch gewesen, das organische Wachstum sei jedoch aussergewöhnlich stark ausgefallen und im Wesentlichen durch das Volumen getrieben worden, während Preiseffekte kaum eine Rolle gespielt hätten, kommentierten die Analysten von Bernstein. Im Sog von Givaudan ging es laut Marktbeobachtern für Nestle nach oben. Die Aktie verteuerte sich um 1,2 Prozent. Hinter Givaudan landeten Logitech nachrichtenlos mit einem Plus von 3,0 Prozent auf dem zweiten Platz in der SMI-Tageswertung.
Europa
Im Tagesverlauf anziehende Zinsen haben am Dienstag an den europäischen Aktienmärkten für eine leichtere Tendenz gesorgt. Der DAX ging so mit einem Minus von 0,1 Prozent und 25.251 Punkten aus dem Tag, rund 200 Punkte unter seinem Tageshoch. Der Euro-Stoxx-50 fiel sogar um 0,6 Prozent zurück, belastet vor allem von schwachen Halbleiteraktien. Der Euro erholte sich deutlich auf 1,1192 Dollar von Ständen um 1,1150 am Montag, nachdem seine Schwäche am Vortag die Aufwärtsbewegung bei den Aktien noch gestützt hatte. Im DAX ging es für Infineon um 2,1 Prozent nach unten, im MDAX für Aixtron um 2,9 und für Suss um 3,1 Prozent. Siemens Energy büssten 2,5 Prozent ein. Die Aktie wird immer wieder im Einklang mit KI-Aktien gehandelt, weil das Unternehmen Technik für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren liefert. In Paris gaben STMicroelectronics um 3,8 Prozent nach, in Amsterdam ASML um 4,2 und BE Semiconductor um 1,8 Prozent. Bei Publicis übertraf das organische Wachstum mit 5,0 Prozent die Konsensschätzung von 4,8 Prozent. Die Aktie des Werbeunternehmens verteuerte sich um 2,2 Prozent. Die Aktie des britischen Konkurrenten WPP verteuerte sich um 4,2 Prozent.
USA
Es war ein schleppender Tag für die US-Aktienmärkte, da die frühen Bankgewinne die breiteren Sorgen über die Inflation und die Zinserhöhungen der Fed nicht zerstreuen konnten. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 180,45 Punkte oder 0,35 Prozent auf 51670,10. Der S&P 500 gab um 1,79 Punkte oder 0,02 Prozent auf 7805,45 nach. Der technologielastige Nasdaq Composite verlor 41,52 Punkte oder 0,15 Prozent auf 27204,38. Chip-Aktien, die dank hoher Speicherpreise boomten, darunter Micron Technology und Applied Materials, erlebten einen schweren Tag. Die Halbleiter-ETFs von VanEck und iShares fielen beide an sechs aufeinanderfolgenden Tagen und verzeichneten damit ihre längste Verlustserie seit Mai 2025. Die Anleger sind besorgt über den zunehmenden Wettbewerb, nachdem das chinesische Speicherunternehmen CMXT diese Woche einen Durchbruch erzielt hatte. SpaceX-Chef Elon Musk warnte über die sozialen Medien, dass chinesische Unternehmen in der Lage sein könnten, Speicherprodukte schneller zu skalieren als der Rest der Welt. Die Aktie von Johnson & Johnson fiel um 5,7 Prozent auf 248,61 Dollar und belastete den Dow-Industrieindex. Der Finanzvorstand erklärte gegenüber The Wall Street Journal, dass das Pharmaunternehmen ernsthafter über eine Ausgliederung seines Hüft- und Kniegeschäfts nachdenke. Der Umsatz im Medizintechnikgeschäft von J&J lag unter den Schätzungen der Wall Street, und die Führungskräfte zeigten sich mit den Ergebnissen unzufrieden.
Asien
Wenig verändert zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Teilnehmer sprechen von Zurückhaltung im Vorfeld wichtiger Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse. Aufwärts geht es dagegen an der technologielastigen Börse in Seoul, wo der Kospi nach zuletzt fünf Handelstagen mit Abgaben in einer Erholungsbewegung um 1,3 Prozent steigt.
Obligationen
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe sank am Dienstag um 0,03 Prozentpunkte auf 5,216 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe fiel um 0,04 Prozentpunkte auf 5,562 Prozent. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe stieg dagegen um 0,002 Prozentpunkte auf 4,791 Prozent.
Analyse
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