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Blackrock steigert verwaltetes Vermögen auf über 15 Billionen US-Dollar

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Thu, 15.10.2026 - 00:00

Thema des Tages

Das verwaltete Vermögen von Blackrock stieg im dritten Quartal auf einen Rekordwert von 15,5 Billionen US-Dollar, was einem Zuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, begünstigt durch starke Kundenzuflüsse. Blackrock verzeichnete im dritten Quartal Neugelder von Kunden in Höhe von 205 Milliarden Dollar und übertraf damit eine Schätzung von Factset von 192 Milliarden Dollar. In einer früheren Version dieses Beitrags hiess es fälschlicherweise, dass das Unternehmen 205 Millionen Dollar an neuen Geldern eingenommen und damit eine Schätzung von 192 Millionen Dollar übertroffen habe. Blackrock teilte mit, dass ein starkes Wachstum in den Bereichen Private Assets, börsengehandelte Fonds (ETFs) und aktive Aktienstrategien zu dem Rekordvermögen beigetragen habe. "Die Nachfrage nach Kapital wächst in der gesamten Weltwirtschaft, und Blackrock steht zunehmend im Mittelpunkt der Art und Weise, wie dieses Kapital eingesetzt und verwaltet wird", sagte der Vorstandsvorsitzende Larry Fink in einer Mitteilung.

Schweizer Aktien

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch deutlich zugelegt. Der Schweizer Leitindex SMI profitierte dabei von seiner defensiven Ausrichtung. In den USA trübte sich die Stimmung nach den US-Inflationszahlen währenddessen deutlich ein. Der SMI schloss am Mittwoch um 1,45 Prozent fester auf 14'129,93 Punkten. Von den 20 Einzeltiteln standen 15 im Plus und fünf im Minus. Der Mid-Cap-Index SMIM stieg um 0,21 Prozent auf 3088,98 und der breite SPI um 1,17 Prozent auf 19'956,67 Punkte. Die wichtigsten europäischen Leitindizes schlossen ebenfalls im Plus, allerdings weniger stark als der SMI. Die beiden grossen US-Börsen notierten am Abend hingegen im roten Bereich. Als klare Gewinner im SMI etablierten sich zur Wochenmitte Lonza (+3,4%). Der Life-Science-Konzern erhöhte anlässlich eines am Abend stattfindenden Kapitalmarkttages seine Finanzziele. Auch die Gesundheitswerte Sandoz (+3,0%), Galderma (+2,7%) und Alcon (+1,8%) sowie die Pharma-Schwergewichte Roche (+3,1%) und Novartis (+2,8%) sprangen hoch. Pharmatitel gelten als defensiver als zyklische Werte. Galderma gab zudem die Übernahme der US-Hautpflegemarke Zo Skin Health bekannt.

Internationale Märkte

Europa
An den europäischen Börsen ist es am Mittwoch moderat nach oben gegangen. Etwas höhere Gewinne vom Vormittag konnten nicht gehalten werden, weil es am Nachmittag mit den Zinsen phasenweise sehr stark nach oben ging. Der DAX rettete ein Plus von 0,2 Prozent aus dem Tag, er schloss mit 25.299 Punkten. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent nach oben. Branchenseitig waren Aktien von Unternehmen gesucht, die als eher defensiv und weniger zinsempfindlich gelten. Pharmaaktien waren die Gewinner des Tages. Ihr Stoxx-Subindex rückte um 2,2 Prozent vor. Ihm folgte der Index der Aktien von Unternehmen, die persönliche Haushalts- und Konsumgüter herstellen mit einem Plus von 1,8 Prozent. Daneben liefen Luftfahrt- und Rüstungsaktien gut, sie legten um 1,7 Prozent zu. Am Ende rangierte der Sektorindex der Rohstoffaktien, er büsste 1,2 Prozent ein. Im Chipsektor wartete ASML im dritten Quartal mit einem unerwartet hohen Gewinn auf. Dazu erhöhte der niederländische Zulieferer der Chipindustrie bereits zum dritten Mal in diesem Jahr die Prognose. Die Aktie legte um 1,7 Prozent zu. Andere Chipwerte konnten davon in der Breite nicht profitieren – auch weil die steigenden Zinsen für Störfeuer sorgten. Infineon verloren 1,2 und STMicro 1,8 Prozent. BE Semiconductor gewannen dagegen 1,8 Prozent und Aixtron 2,8 Prozent. Lufthansa gaben um 2,0 Prozent nach. Die Fluglinie hat das Bieterrennen um die portugiesische Airline TAP gewonnen gegen Air France-KLM und kann nun bis zu 49,9 Prozent von TAP übernehmen. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf bis zu 1,2 Milliarden Euro. Laut den Analysten von Bernstein ist der Einstieg strategisch zwar sinnvoll, aber auch teuer. Air France-KLM büssten 1,7 Prozent ein.

USA
Die US-Aktien gaben nach, da die steigende Inflation die Argumente für eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr untermauerte. Der Dow Jones Industrial Average verlor 48,62 Punkte oder 0,09 Prozent auf 51.621,48 Zähler. Der S&P 500 fiel um 86,51 Punkte oder 1,11 Prozent auf 7.718,94 Zähler, und der technologielastige Nasdaq Composite büsste 511,51 Punkte oder 1,88 Prozent auf 26.692,87 Zähler ein. Die Inflation zog im September an, wobei die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent stiegen. Von dem Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent gerechnet. Die Aktie der Bank of America rutschte um 4,8 Prozent ab, nachdem der Gewinn im dritten Quartal die Prognosen der Analysten verfehlt hatte. Dieser Fehlbetrag berücksichtigte eine Geldstrafe von 1,2 Milliarden Dollar, die dem Geldhaus vom Finanzministerium auferlegt wurde, nachdem Aufsichtsbehörden festgestellt hatten, dass es über unzureichende Systeme zur Überwachung und Meldung von Finanzkriminalität verfügte. Die Aktie von Apple widersetzte sich dem Abwärtstrend im Technologiesektor und stieg um 0,5 Prozent. Dieser Zuwachs half Apple, nach Nvidia das zweite Unternehmen zu werden, das mit einer Marktkapitalisierung von über 5 Billionen Dollar schloss.

Asien
Deutliche Abgaben verzeichnen die ostasiatischen Börsen am Donnerstag. Der technologielastige Kospi verzeichnet in Seoul einen Abschlag von 8,0 Prozent. Für die beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix geht es um 9,7 bzw. 11,4 Prozent nach unten.

Obligationen
Die Anleiherenditen stiegen am Mittwoch nach dem neuen Inflationsbericht kräftig an, gingen jedoch im späteren Handelsverlauf im Allgemeinen zurück, als die Chip- und KI-Aktie nachgab. Die Rendite der 10-jährigen US-Research-Note sank um 0,027 Prozentpunkte auf 5,189 Prozent, den niedrigsten Stand seit fast drei Wochen. Die Rendite der zweijährigen US-Anleihe stieg um 0,008 Prozentpunkte auf 4,800 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe sank um 0,038 Prozentpunkte auf 5,524 Prozent.

Analyse
UBS hebt Oerlikon-Ziel auf 6,30 (5,80) CHF – Buy
UBS hebt Ziel Julius Bär auf 76 (57) CHF – Neutral
UBS hebt Ziel Marks & Spencer auf 465 (425) GBp – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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