Samsung Electronics trotz Rekordgewinn unter Druck
Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Thu, 29.10.2026 - 00:00
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Samsung Electronics hat das vierte Rekordquartal in Folge gemeldet. Das Kerngeschäft mit Halbleitern profitierte weiterhin von der durch künstliche Intelligenz angetriebenen Nachfragewelle, wenngleich die Ergebnisse die hohen Erwartungen der Analysten verfehlten. Das südkoreanische Unternehmen bestätigte am Donnerstag, dass sein operativer Quartalsgewinn die Marke von 100 Billionen Won überstieg, was 74,52 Milliarden US-Dollar entspricht. Damit ist Samsung das erste grosse globale Technologieunternehmen, das diese Schwelle überschritten hat. Der Konzern bekräftigte, dass das knappe Angebot an Speicherchips in den nächsten Jahren anhalten werde, was die Chippreise auf einem hohen Niveau halten dürfte. Der Nettogewinn für die drei Monate bis September sprang im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Sechsfache auf 75,136 Billionen Won. Er verfehlte jedoch die Konsenserwartung der Analysten von 86,13 Billionen Won in einer Umfrage von Factset. Die Aktie verlor fast 5 Prozent.
Schweizer Aktien
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch leicht im Minus geschlossen. Anleger mussten sich mit einer wahren Zahlenflut befassen. Die Reaktionen fielen sehr unterschiedlich aus und führten zum Teil zu starken Kursbewegungen. "Die Nachrichtenfülle ist sehr dicht und viele scheuen in diesem Umfeld eine grössere Positionierung", kommentierte ein Händler. Der Leitindex SMI sank um 0,11 Prozent auf 14,581,10 Punkte. Gewinner und Verlierer hielten sich beinahe die Waage. Der Mid-Cap-Index SMIM fiel um 0,05 Prozent auf 3193,23 Zähler und der breite SPI um 0,07 Prozent auf 20'585,22 Punkte. An der Spitze der Verlierer standen mit weitem Abstand Logitech (-10,8%), die nach den Quartalszahlen des Vorabends abgestürzt sind. Zwar fielen die Ergebnisse besser aus als erwartet, der Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal schmeckte allerdings Investoren offenbar gar nicht. Das sorgte laut Händlern für Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Erholungsbewegung. Bei den Tech-Werten aus den hinteren Reihen war die Lage nach dem Rekordquartal des südkoreanischen Halbleiterherstellers SK Hynix uneinheitlich. Comet (+2,4%), VAT (+0,9%), Inficon und AMS Osram (je +0,5%) legten zu, während Cicor (-2,8%) nachgaben.
Internationale Märkte
Europa
Mit moderaten Aufschlägen haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch geschlossen. Der DAX stieg um 0,4 Prozent bei 25.704 Punkten, der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 6.168 Punkte. Davor setzte vor allem die Berichtssaison Impulse. SK Hynix hat sehr gute Geschäftszahlen vorgelegt, was Technologieaktien Auftrieb verleiht. Am Abend berichten zudem die Technologie-Konzerne Alphabet und Microsoft. Anleger interessiert dabei vor allem die Frage, ob der KI-Investitionsboom weiter in Takt ist. Siemens Energy gewannen 3,6 Prozent, Infineon 1,6 Prozent, Aixtron 3,4 Prozent oder ASML 1,3 Prozent. Die Deutsche Bank (+4,0%) hat überzeugende Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Sie steigerte den Gewinn trotz einer schwächeren Investmentbank und einer deutlich erhöhten Risikovorsorge und schlug die Markterwartungen. Die Vermögenstochter DWS (-1,7%) entwickelte sich auf der Ergebnisseite zwar nicht so zufriedenstellend, hat jedoch sehr starke Nettomittelzuflüsse ausgewiesen. "Das ist eigentlich wichtiger", hiess es im Handel. BASF hat ordentliche Zahlen für das dritte Quartal bekannt gegeben. Allerdings wurde der Ausblick auf das vierte Quartal von Analysten als schwächlich beschrieben. BASF gewannen 1,4 Prozent. Das organische Wachstum von Symrise von 5,3 Prozent im dritten Quartal hat laut Jefferies die Konsensschätzung um 30 Basispunkte geschlagen. Aber ein nicht überzeugender Ausblick auf das vierte Quartal schickte die Aktie um 10,2 Prozent nach unten.
USA
Die US-Aktien stiegen leicht und die Renditen von Staatsanleihen entwickelten sich uneinheitlich, nachdem die US-Notenbank die Zinsen trotz der erhöhten Inflation unverändert gelassen und die Tür für eine Zinserhöhung im Dezember offengehalten hatte. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 97,53 Punkte oder 0,19 Prozent auf 52.475,10 Zähler. Der breit gefasste S&P 500-Index gewann 21,38 Punkte oder 0,28 Prozent auf 7.743,98 Zähler, und der technologielastige Nasdaq Composite legte um 72,04 Punkte oder 0,27 Prozent auf 26.549,85 Zähler zu. Die Fed beliess die Zinsen in einer Spanne zwischen 3,75 Prozent und 4,00 Prozent. Das Votum des Offenmarktausschusses fiel mit 10 zu 2 Stimmen aus, wobei Gouverneurin Lisa Cook und die Präsidentin der Cleveland-Fed, Beth Hammack, abweichend für eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt stimmten. Die Aktie von Oracle, das sich für die Finanzierung des Rechenzentrumsausbaus stark verschuldet hat, legte um 11 Prozent auf 144,54 Dollar zu, nachdem das Unternehmen ein lebhaftes Umsatzwachstum prognostiziert und erklärt hatte, dass seine Investitionsoffensive bald ihren Höhepunkt erreichen werde. Die Aktie des Cloud-Computing-Unternehmens CoreWeave stieg um 7,3 Prozent auf 63,93 Dollar. Die Volatilität bei KI-Krediten und -Aktienwerten nach der Zinserhöhung im September war eine Erinnerung daran, dass die neue Technologie nicht immun gegen Zinssätze ist, wie Warsh mitteilte. GE Vernova hat sich auf die Übernahme des Herstellers von Hochspannungsnetzgeräten Trench Group für 9 Milliarden Dollar geeinigt, da der Hersteller von Energieanlagen von der steigenden Stromnachfrage durch den KI-Boom profitieren möchte. Der Hedgefonds Trian von Nelson Peltz bot rund 1,4 Milliarden Dollar für die Übernahme der Schnellrestaurantkette Wendy's.
Asien
Keine einheitliche Tendenz zeigen die Aktienmärkte in Ostasien und Australien am Donnerstag. An der technologielastigen Börse in Seoul fällt der Kospi um 0,6 Prozent. Enttäuschende Geschäftszahlen der Google-Mutter Alphabet und deutliche Verluste bei Samsung Electronics belasten vor allem den Technologiesektor.
Obligationen
Die Rendite der geldpolitisch sensiblen zweijährigen US-Staatsanleihe sank um 0,004 Prozentpunkte auf 4,731 Prozent. Die Rendite der 10-jährigen Treasury-Research Note stieg um 0,052 Prozentpunkte auf 5,044 Prozent, was den grössten Anstieg seit dem 28. September darstellte. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe stieg um 0,056 Prozentpunkte auf 5,360 Prozent.
Analyse
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