
Swissquote erreichte 2025 solide Wachstumsindikatoren und lieferte starke Finanzergebnisse, welche die Diversifizierung ihres Geschäftsmodells widerspiegeln. Die Kundenvermögen stiegen von CHF 76.3 Mrd. auf CHF 88.7 Mrd., was einem Wachstum von +16.3% entspricht. Diese Entwicklung wurde hauptsächlich durch einen Netto-Neugeldzufluss von CHF 8.5 Mrd. gestützt, von dem 40% aus Europa stammten. Zusammen mit Yuh zählte Swissquote nahezu 1.2 Mio. Kundenkonten zum Jahresende 2025, was einem Anstieg von +16.5% (Swissquote) und +39.6% (Yuh) im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht. Der Betriebsertrag erreichte CHF 724.2 Mio. (+9.0%), während der Vorsteuergewinn auf CHF 420.2 Mio. (+21.6%) anstieg und somit deutlich das ursprüngliche, im März 2022 festgelegte Vorsteuergewinnziel für 2025 von CHF 350 Mio. übertraf. Bei der nächsten Generalversammlung wird der Verwaltungsrat eine Dividende von CHF 7.40 je Aktie vorschlagen, was rund 30% des Reingewinns entspricht. Im Jahr 2026 wird Swissquote voraussichtlich als Bank der Kategorie 3 gemäss dem Aufsichtsregime der FINMA eingestuft, womit sie zu den grössten Banken der Schweiz zählen würde.
Mit Blick auf die Zukunft konzentriert sich Swissquote weiterhin auf ihre Roadmap für 2028. Die Strategie des Swissquote-Yuh-Ökosystems sowie die fortlaufenden Investitionen in Technologie und KI sollen diesen Kurs unterstützen. Ab dem 2. Halbjahr 2026 rechnet Swissquote mit der schrittweisen Einführung von KI-Initiativen in den Bereichen Kundenerfahrung, Software-Engineering-Produktivität und Prozessautomatisierung, wobei unabhängig davon Potenzial gesehen wird, ab 2027 bestehende Branchenprodukte und -dienstleistungen auf grundlegend neue, KI-gestützte Weise anzubieten.
Im Jahr 2025 stieg der Betriebsertrag auf CHF 724.2 Mio., was einem Anstieg von +9.0% im Vergleich zur Vorjahresperiode (CHF 664.3 Mio.) entspricht. Die erhöhte Handelsaktivität, vor allem bei bestimmten Fremdwährungsanlagen, und die Vollkonsolidierung der Yuh AG (mit Wirkung zum 4. Juli 2025) sorgten für zusätzliche Erträge. Insgesamt führte dies zu einem Anstieg des Nettokommissionsertrags (ohne Kryptovermögen) um +17.5% auf CHF 209.4 Mio. und zu einem Anstieg des Nettohandelsertrags um +47.4% auf CHF 120.4 Mio. Obwohl die Währung CHF deutliche Zinssenkungen verzeichnete, blieb der Nettozinsertrag aufgrund höherer Kredit- und Einlagenvolumen stabil bei CHF 217.6 Mio. (- 3.0%). Der Netto-eForex-Ertrag (im Nettohandelsertrag enthalten und ohne Kryptovermögen) wurde weiterhin durch die niedrige FX-Volatilität beeinträchtigt und sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um -3.8%. Es ist jedoch anzumerken, dass sich das eForex-Volumen zum Jahresende zunehmend hin zu Edelmetallen wie Gold entwickelte, was dazu beitrug, das allgemeine Aktivitätsniveau aufrechtzuerhalten. Auf dem Kryptomarkt änderte sich die Stimmung zum Jahresende hin. Trotz des Rückgangs des Kryptovolumens um -12.1% blieb der Nettoertrag aus Krypto-Assets (im Nettokommisionssertrag enthalten) mit einer Steigerung um +0.2% gegenüber der Vorjahresperiode auf CHF 85.7 Mio. im Wesentlichen unverändert.
Die Gesamtkosten erhöhten sich um 15.7% auf CHF 365.4 Mio., wofür hauptsächlich der Personalaufwand und andere Betriebsaufwendungen (infolge eines höheren durchschnittlichen Personalbestands) sowie die Vollkonsolidierung der Yuh AG verantwortlich waren.
Darüber hinaus führte die Übernahme der vollen Kontrolle von Yuh (von einer Beteiligung von 50% auf eine Beteiligung von 100%) zu einigen Anpassungen in der Rechnungslegung: (1) Neue immaterielle Vermögenswerte von fast CHF 50 Mio. wurden in die Bilanz aufgenommen und werden abgeschrieben, was einen Teil des Anstiegs der Abschreibungs- und Amortisationskosten erklärt, und (2) die bisherige 50%-Kapitalbeteiligung von Swissquote musste zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet werden, was zu einem Gewinn von CHF 61.9 Mio. führte, der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurde.
Der Vorsteuergewinn stieg 2025 um +21.6% auf ein neues Rekordhoch von CHF 420.2 Mio. (CHF 345.6 Mio.). Die Vorsteuergewinnmarge erhöhte sich auf 58.0% (52.0%), während der Reingewinn auf CHF 366.4 Mio. (CHF 294.2 Mio.) stieg und die Reingewinnmarge 50.6% (44.3%) erreichte.
Seit der Lancierung im Jahr 2021 als Joint Venture zwischen Swissquote und PostFinance hat sich Yuh zu einer rasant wachsenden digitalen Finanzplattform entwickelt und ist zur führenden, in der Schweiz regulierten Neobank des Landes geworden. Ende 2024 hatte Yuh in weniger als vier Jahren Profitabilität erreicht und verbuchte den ersten Gewinn, 285,878 Konten sowie Kundenvermögen von CHF 2.8 Mrd.
Auf dieser Dynamik aufbauend erwarb Swissquote am 4. Juli 2025 den verbleibenden 50%-Anteil an Yuh und wurde Alleinaktionärin. Ziel ist es, Swissquote und Yuh als sich gegenseitig ergänzende Plattformen zu positionieren, um sich an ein breiteres Segment des Schweizer Marktes zu richten und ein integriertes Ökosystem zwischen Swissquote und Yuh zu schaffen. Die Ernennung von Jan De Schepper zum CEO der Yuh AG, der weiterhin Mitglied der Geschäftsleitung von Swissquote bleibt, soll eine engere Integration in die Gruppe ermöglichen.
Für das Jahr 2025 verbuchte Yuh im zweiten Jahr in Folge einen Gewinn, 399,201 Konten und Kundenvermögen von CHF 3.7 Mrd.
Die Ergebnisse von Swissquote für das Jahr 2025 unterstreichen, dass sich eine disziplinierte, langfristige Investitionsstrategie auszahlt. Die Profitabilität blieb 2025 stabil, obwohl Swissquote die Ausgaben in drei Prioritätsbereichen erhöhte: (1) Technologie und KI in grossem Umfang, (2) der vollständige Erwerb der Yuh AG und (3) die Stärkung der bestehenden internationalen Präsenz. Der Anstieg des Gesamtpersonalbestandes (+13.9% ohne Yuh-Personalbestand) spiegelt in erster Linie die gezielten Neueinstellungen in den Bereichen Technologie, Daten und Engineering wider, um die Umsetzung der Roadmap zu beschleunigen und die Möglichkeiten der KI schneller in greifbare Ergebnisse umzuwandeln. Diese bewusste Aufbauphase stärkt die Kundenbefähigung, die Skalierbarkeit der Plattform und die operative Hebelwirkung, einschliesslich durch die Weiterentwicklung des Swissquote-Yuh-Ökosystems. Auch wenn diese Beschleunigung die Vorsteuergewinnmarge kurzfristig belasten dürfte, rechnet die Gruppe damit, dass die daraus resultierenden Vorteile ab dem zweiten Halbjahr 2026 zunehmend spürbar werden. Swissquote hat sich weiterhin zu einem disziplinierten Kostenwachstum im Zeitablauf verpflichtet, wobei das Gesamtkostenwachstum letztlich voraussichtlich unter der Wachstumsrate der Kundenzahlen und der Kundenvermögen bleiben dürfte. Ohne diese strategischen Investitionen wäre das Gesamtkostenwachstum im Jahr 2025 niedriger geblieben.
Die Gesamtzahl der Kundenkonten hat um mehr als 100,000 zugelegt (ohne Yuh) und erreichte 1.2 Millionen, wenn man die 399,201 Yuh-Konten mitberücksichtigt. Die Kundenvermögen stiegen um +16.3% auf ein Rekordhoch von CHF 88.7 Mrd., begünstigt durch einen positiven Markteinfluss von CHF 3.9 Mrd. und einen soliden Netto-Neugeldzufluss von CHF 8.5 Mrd. (rein organisch). Das Wachstum in Europa war besonders stark und machte etwa 40% des Netto-Neugeldzuflusses aus. Zum 31. Dezember 2025 stieg der Anteil der Barbestände an den Kundenvermögen um +CHF 2.0 Mrd., was 15% des Gesamtkundenvermögens entspricht (15%).
Zum 31. Dezember 2025 erreichten das Gesamtvermögen CHF 16.1 Mrd. (CHF 13.3 Mrd.), was einem Anstieg von +CHF 2.8 Mrd. in den vergangenen zwölf Monaten entspricht. Infolge dieser Bilanzsummensteigerung wird Swissquote im 2026 voraussichtlich von der FINMA von einer Bank der Kategorie 4 in eine Bank der Kategorie 3 umgestuft werden, sobald das Gesamtvermögen die Schwelle von CHF 17.0 Mrd. übersteigt – dies wird die Gruppe in die Reihe der grössten Banken der Schweiz einordnen. Zum 31. Dezember 2025 blieb die Eigenkapitalquote, die bereits die vorgeschlagenen Dividendenzahlungen im Jahr 2026 berücksichtigt, weiterhin solide bei 25.0% (23.5%); der Verwaltungsrat wird im Einklang mit der Dividendenrichtlinie (30% des Reingewinns) eine Dividende von CHF 7.40 je Aktie vorschlagen. Gemäss der Kapitalallokationsstrategie belief sich das über die Eigenkapitalquote von 18.0% hinausgehende Überschusskapital auf rund CHF 300 Mio. (Wachstumspuffer).
2025 setzte Swissquote den intensiven Aktionärsdialog fort, insbesondere zu Fragen der Corporate Governance, Vergütung und Nachhaltigkeit.
Swissquote hat alle von den Aktionärinnen und Aktionären vorgebrachten Punkte geprüft und bewertet, da sie einen wesentlichen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Geschäftspraktiken von Swissquote leisten, insbesondere in Bezug auf die Offenlegung. In den kommenden Jahren plant der Verwaltungsrat, den anregenden und konstruktiven Austausch mit den Aktionärinnen und Aktionären aufrechtzuerhalten, deren Zeit, Engagement und aktive Beteiligung sehr geschätzt werden.
Zur Organisation ist anzumerken, dass sich Beat Oberlin, der seit 2016 Mitglied des Verwaltungsrats war, anlässlich der jährlichen Generalversammlung am 8. Mai 2025 nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Hans-Rudolf Köng wurde neu in den Verwaltungsrat gewählt. Hans-Rudolf Köng verfügt über umfassende Expertise im Bank- und Finanzwesen und hatte bereits mehrere Führungspositionen inne unter anderem war er zwölf Jahre lang CEO der PostFinance AG. Während die Zusammensetzung des Audit & Risk Committee unverändert blieb, kam es im Nomination & Remuneration Committee nach dem Weggang von Beat Oberlin zu Anpassungen: Monica Dell’Anna übernahm das Präsidium, und Hans-Rudolf Köng wurde neu in das Gremium gewählt. Auf Geschäftsleitungsebene hiess Swissquote Tara Yip willkommen. Sie ist seit vielen Jahren für die Abteilung Human Resources zuständig und bekleidet seit dem 1. Januar 2025 die Funktion Chief People Officer (CPO). Diese neu geschaffene Funktion verdeutlicht das Bestreben von Swissquote, den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Kultur zu stellen, das Engagement der Mitarbeitenden zu stärken und die berufliche Entwicklung und das Wohlbefinden der Belegschaft zu unterstützen.
Bei der bevorstehenden jährlichen Generalversammlung am 7. Mai 2026 in Bern wird Markus Dennler nicht mehr zur Wiederwahl antreten, da er die von Swissquote festgelegte Altersgrenze erreicht hat. Während seiner langjährigen Tätigkeit spielte Markus Dennler eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der strategischen Ausrichtung und Governance von Swissquote und leistete einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zum langfristigen Erfolg des Unternehmens. Swissquote drückt Markus Dennler ihre tiefste Dankbarkeit für seine herausragende Führung, sein strategisches Gespür und sein Engagement über mehr als zwei Jahrzehnte aus. Wie bereits angekündigt, beabsichtigt der Verwaltungsrat, Hans-Rudolf Köng an dieser Generalversammlung als Verwaltungsratspräsidenten vorzuschlagen. Darüber hinaus wird, nach dem im Jahr 2025 abgeschlossenen Ausschreibungsverfahren, Ernst & Young AG als neue externe Prüfgesellschaft von Swissquote vorgeschlagen und damit die Nachfolge von PricewaterhouseCoopers AG antreten.
In Vergütungsfragen ermöglichte der Aktionärsdialog Swissquote, einige wesentliche Anpassungen am Short-term Incentive Plan (STIP) der Geschäftsleitung vorzunehmen. Vor dem Hintergrund zunehmender Herausforderungen durch geopolitische, technologische und ökologische Entwicklungen führte Swissquote eine eingehende Überprüfung des STIP der Geschäftsleitung durch. Ziel dieser Überprüfung war es zu beurteilen, ob weitere Verbesserungen vorgenommen werden sollten, um Risiko- und Compliance-Überlegungen stärker in den STIP der Geschäftsleitung zu integrieren, insbesondere im Hinblick darauf, dass die Swissquote Bank AG gemäss FINMA-Einstufung spätestens 2026 als Bank der Kategorie 3 eingestuft werden könnte. Die Anpassungen sind im Brief der Präsidentin des Nomination & Remuneration Committee dargelegt und werden im Vergütungsbericht des nächsten Jahres näher erläutert.
Während der Verwaltungsrat zuversichtlich ist, dass der Long-Term Incentive Plan («LTIP») der Geschäftsleitung ein ausreichendes Instrument ist, um weiteres langfristiges Wachstum zu fördern und die Interessen der Mitglieder der Geschäftsleitung mit denen der Aktionärinnen und Aktionäre in Einklang zu bringen, hat der Verwaltungsrat beschlossen, 2026 ebenfalls eine eingehende Überprüfung des LTIP der Geschäftsleitung durchzuführen, und plant, das entsprechende Ergebnis während des Engagement-Programms Ende 2026 präsentieren zu können.
Die doppelte Materialitätsprüfung bildet den Kern der Strategie von Swissquote. Sie wurde 2025 überprüft und aktualisiert, erstmals unter Beizug von Kundenmeinungen. Diese Prüfung ist ein tragendes Element der Nachhaltigkeitsstrategie der Gruppe; sie dient dem Verwaltungsrat als Grundlage für die Formulierung der Zielvorgaben für die Geschäftsleitung und die Organisation insgesamt. Im Jahr 2025 hat Swissquote Elemente der künstlichen Intelligenz (KI) in bestimmte wesentliche Themen integriert, um zusätzliche Einblicke in die Verwendung von KI in ihren Geschäftsabläufen zu geben. Ausserdem hat Swissquote einen neuen Bildungsbereich auf ihrer Website eingerichtet, um mehr Finanzwissen zu verbreiten. Darüber hinaus hat Swissquote Bank AG die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022 – einer internationalen Norm für Informationssicherheit – erhalten und den vergangenen Hackathon, eine Veranstaltung zur Förderung von Innovationen, erfolgreich durchgeführt. Schliesslich wurde eine Kartierung der Lieferanten auf der Grundlage ihres CO2-Fussabdrucks gestartet, und ein aktives Engagement zur Bewertung ihrer ESG-Praktiken eingeleitet. Ausserdem hat Swissquote 2025 ihr aktives Aktionärsengagement in ihrem gesamten Aktienportfolio verstärkt, indem sie ihre Stimmrechte bei den jährlichen Generalversammlungen ausgeübt hat.
Swissquote schätzt die investierte Zeit und die aktive Teilnahme ihrer Aktionärinnen und Aktionäre sehr und freut sich, diesen wertvollen Austausch auch in Zukunft beizubehalten.
Im Namen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung möchten wir unseren Kunden unseren aufrichtigen Dank für ihre anhaltende Loyalität und die wichtige Rolle, die sie für das Wachstum und die langfristige Stärke von Swissquote spielt, aussprechen. Ihre Rückmeldungen, Ideen und Erwartungen ermutigen uns, uns weiterzuentwickeln, neue Lösungen zu gestalten und unsere Dienstleistungen zu verbessern, um ein zukunftsorientiertes und innovatives Bankerlebnis zu schaffen.
Ebenfalls möchten wir unseren Aktionärinnen und Aktionären für ihr anhaltendes Vertrauen in unsere Strategie und Vision danken. Unser tiefster Dank gilt auch unseren Mitarbeitenden, deren Talent, Hingabe und unternehmerischer Geist den Fortschritt von Swissquote jeden Tag vorantreiben.Schliesslich sind wir unseren Partnern für die Zusammenarbeit und ihr Fachwissen dankbar, die für die Entwicklung und den Ausbau unserer Aktivitäten unerlässlich sind.