Morning News

Palo Alto Networks steigert Umsatz - Kunden bauen Cyberabwehr aus

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 03.06.2026 - 00:00

Thema des Tages

Palo Alto Networks hat im dritten Quartal einen höheren Umsatz gemeldet und seinen Ausblick angehoben, da die Kunden angesichts der erhöhten Bedrohungen durch Modelle der künstlichen Intelligenz (KI) ihre Cybersicherheit weiter ausbauen. CEO Nikesh Arora sagte, die Ergebnisse würden zeigen, dass die Befürchtungen einer sogenannten "SaaS-Pokalypse", bei der KI-native Firmen etablierte Softwareanbieter verdrängen werden, in Bezug auf die Cybersicherheitsbranche unbegründet seien. "Tatsächlich führen die Fähigkeiten dieser Modelle, insbesondere im Cyberbereich, zu einem erneuerten Interesse unserer Kunden, deutlich modernere Lösungen einzusetzen, was eher als Rückenwind für die Cybersicherheitsbranche wirkt als deren Todesstoss zu sein," sagte Arora in einem Interview. Da fortschrittliche KI-Modelle billigere und schnellere Cyberangriffe ermöglichen, setzt Palo Alto darauf, dass Kunden fragmentierte Cybersicherheitsmassnahmen auf einer einzigen einheitlichen Plattform vereinen wollen - ein Prozess, den das Unternehmen "Plattformisierung" nennt. Diese Strategie zahle sich aus, sagte Arora, wobei das Unternehmen im Quartal mehr als 110 Plattformisierungen verzeichnet habe.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Dienstag nach dem Vortageseinbruch stabilisiert. Der SMI stagnierte bei 13.306 Punkten. Unter den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursgewinner und acht -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 22,49 (zuvor: 21,98) Millionen Aktien.Belastet wurde die eidgenössische Börse erneut von Abgaben der beiden schwer gewichteten Pharmawerte Roche (-2,4%) und Novartis (-0,8%) - Roche halfen selbst ein akzeptierter Zulassungsantrag für Giredestrant in den USA nicht. Nestle verloren nur 0,1 Prozent. Der Lebensmittelriese arbeitet künftig mit dem Startup Helaina bei der Entwicklung von Säuglingsnahrung zusammen. An der SMI-Spitze zeigten sich Logitech mit einem Aufschlag von 3,7 Prozent dank starker US-Vorlagen und einem positiven Kommentar von Vontobel. VAT (+5%) und AMS-Osram (+11,8%) profitierten von einer angehobenen Prognose bei STMicroelectronics. Richemont legten um 0,7 Prozent zu, Swatch gar um 1,9 Prozent. Wegen der US-Zölle sind die Exporte von schweizerischen Uhren im April erheblich zurückgegangen. Insgesamt wurde ein Rückgang von rund 17 Prozent verbucht.

Internationale Märkte

Europa
Freundlich, aber deutlich unterhalb der Tageshochs sind die europäischen Börsen am Dienstag aus dem Handel gegangen. Der DAX kletterte wegen der wenigen Branchenwerte nur um 0,5 Prozent auf 25.124 Punkte. Beim Euro-Stoxx-50 ging es hingegen 1,2 Prozent auf 6.108 Punkte nordwärts. Der europäische Branchenindex sprang um 3,3 Prozent an. Die aktuellen Inflationsdaten aus dem Euroraum liessen den Markt kalt, da sie als Folge der Ölpreise gesehen wurden: Sie stiegen im Mai wie erwartet um 3,2 Prozent zum Vorjahr, die Energiepreise schossen um 10,9 Prozent nach oben. Dies sahen Marktteilnehmer noch entspannt, da sie auf eine Wiederaufnahme der Öltransporte im Persischen Golf setzten. Die weltweite Rally der Technologie-Werte ging weiter. Händler verwiesen darauf, dass der Markt "bis zum Börsengang von SpaceX unbedingt nach oben gezogen werden muss", um die fast 80 Milliarden Dollar dafür aus dem Markt zu bekommen. So haussierten Hewlett Packard Enterprise (HPE) an Wall Street um 24 Prozent, da die langfristigen Finanzziele vorgezogen wurden. Grund sei die rasant steigende Nachfrage von Kunden, die auf KI-Werkzeuge umstiegen, hiess es. In Deutschland haussierten Infineon um 9,5 Prozent und waren mit Abstand grösster DAX-Gewinner. In Europa gab es deutlich höhere Gewinne: Schneider Electric stiegen um 4 Prozent, ASML um knapp 5 Prozent, Nokia um fast 7 und Prosus um über 9 Prozent. STMicro haussierten über 15 Prozent - befeuert durch die Erhöhung des Umsatzziels für den Bereich Rechenzentren. Suss Microtec stiegen um knapp 7 Prozent. Auch für Ausrüster von Datenzentren wie Siemens ging es bis zu 2,2 Prozent höher, für Zulieferer wie Siltronic um 5,6 Prozent. Die Aussicht auf Frieden war nichts für Rüstungswerte: Entsprechend ging es in der Branche europaweit nach unten. In Deutschland ging es für Renk um 4,5 Prozent, für Rheinmetall um 1,4 Prozent und Hensoldt um 3,9 Prozent abwärts. In Europa verloren Thales 1,5 Prozent, Kongsberg und SAAB je über 2 Prozent und Munitionshersteller CSG sogar um 4,3 Prozent.

USA
Die US-Börsen haben am Dienstag ihre jüngste Rekordjagd fortgesetzt und zum fünften Mal in Folge auf Rekordständen geschlossen. Der Dow-Jones-Index legte nach einem Allzeithoch im Verlauf um 0,5 Prozent auf 51.308 Punkte zu - gestützt von Cisco (+5,5%) und Caterpillar (+5,2%). Der S&P-500 stieg um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite stagnierte. Nach ersten Zählungen gab es an der Nyse 1.502 (Montag: 1.328) Kursgewinner und 1.239 (1.451) Kursverlierer. Unverändert schlossen 73 (46) Titel. Erneut stand der Technologiesektor im Mittelpunkt, wo Alphabet für Unruhe sorgte. Die Google-Mutter will Aktien im Wert von 80 Milliarden Dollar ausgeben, um den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur zu finanzieren. Dieser Schritt belebte einige Sorgen über die geplanten Ausgabenexzesse der sogenannten Hyperscaler. Marvell Technology haussierten um 32,6 Prozent nach einem positiven Kommentar von Nvidia-CEO Jensen Huang. Dieser hatte sich überzeugt gezeigt, dass Marvell dank der Nachfrage nach KI-Hardware das nächste Unternehmen mit einem Börsenwert von 1 Billion Dollar werden würde. Der Kurs von Broadcom, die ähnlich wie Marvell Datenzentren ausrüstet, legte um 4,7 Prozent zu.

Asien
Kräftige Kursgewinne in Tokio und ein deutliches Minus in Hongkong prägen das Kursbild am Mittwoch an den Börsen in Ostasien. An den anderen Plätzen der Region fallen die Bewegungen moderater aus, wobei grüne Vorzeichen überwiegen. Stützend wirken neue Rekorde der US-Indizes am Vortag, wozu aber schon kleinere Aufschläge reichten. Der Topix in Tokio gewinnt 2,1 Prozent und markiert erneut ein Rekordhoch. Treiber ist die Aussicht auf neue Massnahmen der Regierung zur Stützung der Konjunktur. Das Kabinett hat einen Entwurf für einen Nachtragshaushalt in Höhe von umgerechnet 19,5 Milliarden Dollar zur Bewältigung der hohen Lebenshaltungskosten infolge des Iran-Kriegs genehmigt.

Obligationen
Am US-Anleihemarkt fielen die Renditen, im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,45 Prozent. Damit kamen die Renditen aber von den Tageshochs zurück.

Analyse
UBS erhöht Ziel SoftwareOne auf 9,40 (8,75) CHF – Buy
Vontobel erhöht Logitech-Ziel auf 113 (101) CHF – Buy
Bank of America erhöht HSBC-Ziel auf 1600 (1500) GBp – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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