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Lululemon senkt Prognose wegen zunehmenden Gegenwinds

Von Ludovica SCOTTO DI PERTA
Veröffentlicht am Fri, 05.06.2026 - 00:00

Thema des Tages

Lululemon hat seine Jahresprognose gesenkt und dies mit neuen Herausforderungen begründet. Dazu zählten ein Anstieg negativer Kommentare über die Marke und eine verhaltene Reaktion auf neue Produkte. Der Gegenwind machte die aufkeimenden Anzeichen einer positiven Entwicklung zunichte, die das Athleisure-Unternehmen nach eigenen Angaben im ersten Geschäftsquartal verzeichnet hatte. In diesem Zeitraum hatte Lululemon daran gearbeitet, die Ergebnisse in Nordamerika, seinem grössten Markt, zu verbessern. Lululemon teilte mit, dass es sich in jüngster Zeit mit einer Reihe neuer Hürden konfrontiert sehe, wobei sich die Umsatztrends verschlechterten. Für das zweite Quartal prognostizierte das Unternehmen einen Umsatzrückgang und erwartet nun für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang von bis zu 1 Prozent. Zuvor war eine Zunahme von 2 bis 4 Prozent in Aussicht gestellt worden. Auch die Gewinnprognose wurde gesenkt. Finanzvorständin und Interim-Co-CEO Meghan Frank sagte, die Marke des Unternehmens habe in den Medien und auf sozialen Kanälen in letzter Zeit stark gelitten, was ihrer Aussage nach die Kundenfrequenz und den Gesamtumsatz beeinträchtigt habe. Einige Produkteinführungen, darunter eine neue Linie für Yoga-Bekleidung, hätten ebenfalls die Erwartungen des Unternehmens verfehlt, fügte sie hinzu. "Ich möchte betonen, dass wir nicht untätig sind und mit Dringlichkeit die notwendigen Anpassungen vornehmen, um die Dynamik wieder zu beschleunigen, insbesondere in Nordamerika," sagte Frank während einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Schweizer Aktien

Mit einem deutlichen Plus hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Donnerstag beendet, trotz negativer Vorgaben der Wall Street. Der SMI gewann 1 Prozent auf 13.356 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursgewinner und acht -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 24,49 (zuvor: 21,22) Millionen Aktien.Gestützt wurde der SMI von den Pharmaschwergewichten Novartis und Roche, die um 2 und 4,2 Prozent zulegten. Der Pharmasektor führte europaweit die Gewinner an. Logitech (-2,3%) konnten sich dem Ausverkauf bei Technologiewerten nicht entziehen. Unter den Nebenwerten verbilligten sich Ams-Osram um 5,6 Prozent. Partners Group erholten sich um 3,7 Prozent von ihrem Einbruch am Vortag. Die Titel waren am Mittwoch um gut 16 Prozent abgesackt, nachdem der Vermögensverwalter Rückzahlungen aus einem seiner Fonds gedeckelt hatte, um den Kapitalabzug zu bremsen. In der zweiten Reihe gaben Barry Callebaut um 1,6 Prozent nach. Goldman Sachs hatte die Aktien des Schokoladenherstellers auf "Neutral" von "Buy" zurückgestuft.

Internationale Märkte

Europa
Europas Börsen haben den Handel am Donnerstag überwiegend mit moderaten Gewinnen beendet. Der DAX legte um 0,6 Prozent auf 24.945 Zähler zu, der Euro-Stoxx-50 um 0,8 Prozent auf 6.103 Punkte. Kaum Kursbelastungen stellten neue Zolldrohungen aus den USA dar. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer warnte vor neuen Strafzöllen auf Importe aus 60 Ländern, weil diese eine mangelnde Bereitschaft zeigten, Waren aus Zwangsarbeit konsequent zu stoppen. Das Argument "Zwangsarbeit" wurde von Marktteilnehmern eher als vorgeschoben und konstruiert bezeichnet, nachdem die ursprünglichen Trumpschen Strafzölle vom Obersten US-Gericht als illegal eingestuft worden waren. Angeführt wurde der Markt vom Pharmasektor, der um 3 Prozent vorrückte. Kräftig nach oben ging es jedoch auch für Softwareaktien. Händler sprachen von einer Erholungsbewegung, nachdem sie am Vortag erneut schwach im Markt gelegen hätten angesichts der andauernden Befürchtungen, KI-Anwendungen könnten die Geschäftsmodelle der Softwareentwickler zunichte machen. Unter anderem stiegen SAP, Nemetschek, Dassault Systemes und Capgemini um bis zu 8,8 Prozent. Scout24 und Temenos verbesserten sich um 3,8 und 3,7 Prozent. Verkauft wurden im Technologiesegment dagegen Chipaktien. Bei den weiteren Einzelwerten verloren in Amsterdam Universal Music Group 4,9 Prozent. Investor Bill Ackman hat seinen Anteil an dem Unternehmen im Wert von mehr als 1,5 Milliarden Dollar verkauft. Im MDAX ging es für Puma um mit einer Kaufempfehlung von Citi um 4,5 Prozent nach oben.

USA
Die US-Aktien haben sich am Donnerstag im Handelsverlauf von ihren anfänglichen Verlusten zumindest deutlich erholt oder sogar ins Plus gedreht. Der Dow-Jones-Index gewann 1,7 Prozent auf 51.562 Punkte, gestützt von Aktien des Gesundheits- und Finanzsektors. An der Spitze lagen die Aktien des Krankenversicherers Unitedhealth mit plus 5,2 Prozent nach einer Hochstufung auf "Buy" durch die Bank of America. Der S&P-500 gewann 0,4 Prozent. Der Nasdaq-Composite verringerte sein Minus bis zur Schlussglocke auf 0,1 Prozent. An der Nyse wurden 1.937 (Mittwoch: 678) Kursgewinner gesehen, denen 826 (2.100) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 64 (64) Titel. Unter den Anlegern keimte wieder Hoffnung auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges auf, wie Händler sagten. Im Technologiesektor dämpfte allerdings Broadcom die Kauflaune. Die Umsatzprognose des Chipherstellers für das dritte Quartal konnte mit den Erwartungen nicht Schritt halten, während zugleich die Quartalszahlen aber gut ausgefallen waren. Laut Händlern warf der Ausblick die Frage wieder auf, in welchem Tempo die Nachfrage nach KI tatsächlich anziehen wird. Der Broadcom-Kurs brach um 12,6 Prozent ein. Im Sog verbilligten sich AMD um 3,6, Micron um 7,6 und Sandisk um 3,9 Prozent. Intel (-0,8%) profitierten nicht von einer Zusammenarbeit mit Apple-Zulieferer Foxconn zur Entwicklung einer KI-Infrastruktur. Nvidia legten unterdessen um 2 Prozent zu. Am Aktienmarkt fielen CrowdStrike um 3,8 Prozent, nachdem die Quartalszahlen des Cybersicherheitsunternehmens die Erwartungen nur knapp übertroffen hatten.

Asien
Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag auf breiter Front nachgegeben. Verkauft wurden unter anderem Technologieaktien.

Obligationen
Am US-Anleihemarkt sanken die Renditen angesichts nachgebender Ölpreise leicht, die Inflationssorgen wurden dadurch gedämpft. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen reduzierte sich um 1 Basispunkt auf 4,48 Prozent

Analyse
Citi erhöht Glencore-Ziel auf 7,70 (6,70) GBp – Buy
Bank of America erhöht Inditex-Ziel auf 62 (61) EUR – Buy
Bank of America erhöht ASML-Ziel auf 1.921 (1.710) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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