Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Mon, 22.06.2026 - 00:00
Das chinesische Robotikunternehmen Coowa bereitet sich auf einen Börsengang in Hongkong vor, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilten, und schliesst sich damit der Welle von Robotik- und Technologieunternehmen an, welche ihre Kapitalbasis durch Börsengänge in der chinesischen Metropole ausbauen. Die Bewertung des von der SoftBank Group unterstützten Unternehmens belief sich auf über 3 Milliarden US-Dollar, nachdem es in seiner jüngsten Finanzierungsrunde mehr als 600 Millionen US-Dollar eingesammelt hatte, so die informierten Kreise. Das in Shanghai ansässige Unternehmen Coowa plane, den Antrag auf den Börsengang innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate einzureichen, fügten diese hinzu. Huatai Securities und die Deutsche Bank arbeiten gemeinsam mit dem Unternehmen an der Börsennotierung, so die Insider. Coowa wurde 2015 gegründet und entwickelt Roboter mit verkörperter KI für städtische Umgebungen. Das Unternehmen bietet eine Reihe von Rad-, Rad-Bein- und humanoiden Robotern an, die in Bereichen wie Shared Mobility, Fertigung und Immobiliendienstleistungen zum Einsatz kommen.
Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Freitag wenig bewegt. Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 13.774 Punkte. Unternehmensnachrichten waren rar, daher konzentrierten sich Anleger auf Studien von Analysten: Givaudan legten um 1,9 Prozent zu - gestützt von positiven Analystenkommentaren. So hatte unter anderem Jefferies das Kursziel deutlich erhöht und weiter zum Kauf der Titel geraten. Zu UBS (-0,2) gab es indes einen negativen Kommentar - Keefe, Bruyette & Woods hatte die Titel abgestuft. Auch Amrize (-3,2%) litten unter einem kritischen Kommentar. Holcim (-0,7%) schloss derweil die Übernahme von Xella ab. Unter den Nebenwerten verloren Zehnder 2,3 Prozent. Das Unternehmen verpasst sich eine neue Organisationsstruktur mit verschiedenen Divisionen. Die UBS senkte das Kursziel, blieb aber bei der Einstufung "Kaufen". Bystronic kletterten nach einer Hochstufung durch die UBS um 0,7 Prozent.
Europa
Der europäische Aktienmarkt hat am Freitag mit leichten Abgaben geschlossen. Der DAX verlor 0,2 Prozent auf 24.986 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,5 Prozent nach unten. Evonik erholten sich kräftig vom Kursrutsch am Vortag und stiegen um 5,2 Prozent dank einer positiven Studie der Deutschen Bank. Im Fokus standen Commerzbank (-0,03%) und Unicredit (-0,7%). Die Italiener haben ihre Beteiligung an der Commerzbank mit dem Übernahmeangebot deutlich ausgebaut. Wie die italienische Bank mitteilte, wurden ihr bis Dienstag 12,51 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient. Die Unicredit hält bisher 26,77 Prozent an der Frankfurter Bank direkt. Bei ASML ging es um 1,1 Prozent tiefer. Den Technologietitel belasteten US-Sorgen über den Verkauf seiner Maschinen nach China. Gesucht waren Rüstungswerte nach der jüngsten Korrektur. Das Umfeld blieb angesichts der geopolitischen Entspannungssignale aber schwierig. So stiegen Rheinmetall 2 Prozent, während es für die Leonardo-Aktie um 1,7 Prozent nach oben ging. VW fielen nur optisch um 4,3 Prozent, hier wurden 5,26 Euro Dividende je Vorzugsaktie ausgeschüttet. Der überraschende Abgang der ehemaligen Rüstungsmanagerin Susanne Wiegand aus dem Aufsichtsrat nach knapp einem Jahr hatte am Vortag das Papier belastet.
USA
In den USA blieben die Börsen wegen des Feiertages Juneteenth am Freitag geschlossen. Der Aktien-Futures-Markt verzeichnete am Sonntag Kursverluste, und die Ölpreise schossen wieder in die Höhe, nachdem die Spannungen zwischen den USA und dem Iran wieder aufgeflammt waren – und das, obwohl sich beide Seiten in der Schweiz trafen, um ein dauerhaftes Friedensabkommen auszuarbeiten.
Asien
An den asiatischen Börsen erholen sich die Indizes am Montag vielfach von anfänglichen Verlusten aufgrund von Anzeichen für Fortschritte in den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges. In Japan klettert der Nikkei-225 um 1,6 Prozent auf 72.377 Punkte. Der Kospi in Seoul verliert aktuell 0,4 Prozent. Das Schwergewicht LG Electronics schnellt um 10,4 Prozent nach oben. Führungskräfte des Konzerns sollen laut Berichten das Nvidia-Hauptquartier besuchen, um über Kooperationen im Bereich KI und Robotik zu beraten. Im Schlepptau geht es für SK Hynix um 5,1 Prozent nordwärts. In China hinken die Börsen erneut der Entwicklung hinterher: Der Shanghai-Composite gewinnt 0,2 Prozent, der HSI in Hongkong verliert 1 Prozent und nähert sich einem Bärenmarktmodus.
Obligationen
In den USA blieben die Börsen wegen des Feiertages Juneteenth am Freitag geschlossen. Das US-Finanzministerium wird am Dienstag zweijährige Anleihen im Wert von 69 Milliarden US-Dollar, am Mittwoch fünfjährige Anleihen im Wert von 70 Milliarden Dollar und am Donnerstag siebenjährige Anleihen im Wert von 44 Milliarden Dollar versteigern. Die Daten zur US-PCE-Inflation für Mai, das von der Federal Reserve bevorzugte Mass für die Preisentwicklung, werden am Donnerstag veröffentlicht.
Analyse
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