Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 24.06.2026 - 00:00
FedEx hat im jüngsten Quartal dank höherer Versandtarife und -volumina einen höheren Umsatz verzeichnet. Der Gewinn des Versandunternehmens ging im Quartal leicht zurück. Belastet wurde er durch Kosten im Zusammenhang mit der Abspaltung des Frachtgeschäfts, der Geschäftsoptimierung und der Umstellung auf die Berichterstattung nach Kalenderjahr. Die Aktie fiel am Dienstag im späten US-Handel um 6,2 Prozent auf 297,50 US-Dollar. Die Ergebnisse folgen auf die Abspaltung der Frachtsparte von FedEx in ein separates, börsennotiertes Unternehmen zum 1. Juni. Die Aufspaltung, die im Mai die Zustimmung des FedEx-Boards erhalten hatte, soll den Fokus von FedEx auf sein Kernnetzwerk für Pakete und Logistik schärfen. Der Gewinn von FedEx im vierten Geschäftsquartal belief sich auf 1,6 Milliarden US-Dollar oder 6,60 Dollar je Aktie, verglichen mit 1,65 Milliarden US-Dollar oder 6,88 Dollar je Aktie im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 6,31 Dollar, verglichen mit den Schätzungen von Analysten, die von Factset befragt wurden, von 5,96 Dollar je Aktie. Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 25,01 Milliarden Dollar, verglichen mit Analystenschätzungen von 24,04 Milliarden Dollar.
Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Dienstag in einem negativen internationalen Börsenumfeld wacker geschlagen und den Handel mit einem kleinen Plus beendet. Der SMI gewann dagegen 0,5 Prozent auf 13.911 Punkte. Unterstützung erhielt der Leitindex von den drei als defensiv geltenden Schwergewichten Nestlé (+1,5%), Novartis (+2,6%) und Roche (+2,1%). Deutlich im Plus schlossen im Pharmasektor ferner Lonza und Alcon, die um 3 und 1 Prozent vorankamen. Auch die ebenfalls als defensiv geltenden Akien von Swisscom (+1%) und Givaudan (+0,8%) fanden Käufer. Dagegen trennten sich die Anleger von Konjunkturzyklikern, allen voran von ABB, die 2,8 Prozent abgaben. Die Titel hatten am Montag noch deutlich zugelegt, denn ABB gilt als Nutzniesser der hohen Nachfrage nach KI-Rechenzentren. Das Unternehmen liefert wichtige Infrastruktur dafür. Im Bausektor verbilligten sich Amrize, Holcim und Sika um bis zu 1,6 Prozent. Im Technologiesektor schlossen die im SMI notierten Logitech 2 Prozent niedriger. In der zweiten Reihe ging es für Ams-Osram um 5 Prozent abwärts.
Europa
Mit Verlusten, aber erholt von den Tagestiefs haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag den Handel beendet. Der DAX büsste 1,0 Prozent auf 24.894 Punkte ein, nachdem er im Tagestief schon bei 24.729 Punkten gelegen hatte. Der Euro-Stoxx-50 schloss 1,3 Prozent tiefer bei 6.231 Punkten. Unter Druck standen vor allem Technologieaktien und hier besonders solche mit KI-Fantasie, allen voran Halbleitertitel. Die Anleger stellen sich vor allem die Frage, ob die enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur im aktuellen Tempo weitergehen werden, hiess es. Der entsprechende Stoxx-Subindex reduzierte sich um 3,8 Prozent. Für die als defensiv geltenden Pharmaaktien ging es dagegen um 1,0 Prozent nach oben. Die Aktien von Infineon reduzierten sich um 6,3 Prozent, Suss Microtec knickten um 11,1 Prozent ein und Aixtron gaben um 8,3 Prozent nach. ASML schlossen 5,7 Prozent tiefer und STMicro büssten 8,5 Prozent ein. Verhalten positiv wurde von Analysten die Neupositionierung von RWE gesehen, nachdem das Unternehmen seine Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion zu einem Gesamtpreis von rund 3,6 Milliarden Euro erhöht hat. Vonovia reduzierten sich 2,9 Prozent, belastet von einer Wandelanleihe über 850 Millionen Euro, die gewinnverwässernd wirkt. In Amsterdam knickten Signify um 14,8 Prozent ein. Das Beleuchtungsunternehmen hat mitgeteilt, sein Aktienrückkauf-Programm nicht wieder aufzunehmen, und hat die mittelfristigen Ziele aktualisiert.
USA
Kräftige Verluste bei den Technologie-Werten haben am Dienstag die Wall Street deutlich ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index beendete den Handel 0,1 Prozent niedriger bei 51.667 Punkten. Für den S&P-500 ging es um 1,4 Prozent nach unten. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes büssten bis zu 3,3 Prozent ein. Neben IBM waren auch andere Aktien aus dem Segment Quantencomputer gesucht. Sie profitieren von zwei "Executive Orders" (Präsidialverordnungen) aus dem Weissen Haus zur Förderung der Quantentechnologie. Unter anderem stiegen Infleqtion um 12,2 Prozent und D-Wave Quantum um 2,2 Prozent. Oracle verloren 5,7 Prozent. Wie das Unternehmen mitteilte, hat es im vergangenen Jahr 21.000 Arbeitsplätze abgebaut und gleichzeitig stark in Rechenzentren und KI investiert. Die Aktien der Kreuzfahrtreederei Carnival sackten um 4,9 Prozent ab. Der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal hatte die Erwartungen verfehlt. Edgewell personal care (+15,4 % auf 26,22 Dollar): Die Aktie legt zu, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet hatte, dass der Hersteller der Schick-Rasierer ein Übernahmeangebot des Fonds Yellow Wood Partners in Höhe von 30 Dollar pro Aktie abgelehnt habe. Beim anfänglichen Börsen-Überflieger SpaceX stabilisierte sich der Kurs nach den jüngsten Gewinnmitnahmen.
Asien
Eine zaghafte Stabilisierung an den asiatischen Aktienmärkten nach dem Ausverkauf bei Technologiewerten am Vortag prägt das Bild am Mittwoch. Der südkoreanische Kospi steigt um 1,3 Prozent, hat aber auch schon über 1 Prozent im Minus gelegen. Samsung Electronics erholen sich um 4,2 Prozent - gestützt durch einen Bericht, wonach das Unternehmen möglicherweise ein Aktienrückkaufprogramm ankündigen könnte. Im Chipsektor fallen SK Hynix um weitere 3,7 Prozent. Der Nikkei-225 zeigt sich ebenfalls hoch volatil und gibt nun 1,2 Prozent auf 68.963 Punkkte ab. In China tut sich derweil nicht viel: Der HSI in Hongkong stagniert und der Shanghai-Composite gibt 0,3 Prozent ab.
Obligationen
Am US-Rentenmarkt büssten die Renditen einen Teil der Gewinne vom Wochenbeginn wieder ein. Die Rendite zehnjähriger Papiere fiel um 1 Basispunkt auf 4,50 Prozent.
Analyse
Kursziel Komax: Kepler Cheuvreux senkt auf 55 (80) CHF - Hold
Rating DKSH: Barclays startet mit Overweight - Ziel 77 CHF
Rating SMG: Berenberg startet mit Buy - Ziel 35 CHF
Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.