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Roche leidet weiterhin unter Währungseffekten

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 23.07.2026 - 00:00

Thema des Tages

In den ersten sechs Monaten erzielte Roche einen Umsatz in Höhe von 30,4 Milliarden Franken. Während dies in der Berichtswährung Schweizer Franken ein Minus von 2,0 Prozent bedeutet, ergab sich zu konstanten Wechselkursen eine Zunahme von 6,0 Prozent. Damit hat der Konzern die eigene Zielsetzung erfüllt, die konstante Wechselkurse zugrunde legt. Mit 23,6 Milliarden (-1,0%) steuerte die grössere Pharmasparte wie üblich den Löwenanteil zum Gruppenumsatz bei. Im Diagnostik-Geschäft setzte Roche 6,7 Milliarden um (-3,0%). In dieser Sparte spürt der Konzern immer noch die Folgen einer Preisreform in China. Das operative Kernergebnis, das Analysten als Richtgrösse nutzen, fiel um 1 Prozent (+10% kWk) auf 11,9 Milliarden Franken. Mit den ausgewiesenen Zahlen liegt Roche noch im Rahmen der Analystenschätzungen. Für den weiteren Geschäftsverlauf bestätigt das Management um CEO Thomas Schinecker die bisherige Guidance. Zu konstanten Wechselkursen sollen die Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen. Der Kerngewinn je Titel soll im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Ausserdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Mittwoch stabil gezeigt. Gestützt wurde der SMI vor allem von Aufschlägen beim Schwergewicht Nestlé (+2,2%). Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 14.316 Punkte. Jefferies hatte die Nestlé Aktie auf "Kaufen" angehoben und das Kursziel erhöht. Zudem berichtete die Financial Times (FT), dass der Lebensmittelkonzern etwa die Hälfte an seinem europäischen Wassergeschäft verkaufen wolle. Wie die FT berichtet, steht der Konzern kurz vor einem Vertragsabschluss mit den Finanzinvestor Platinum Equity. Die Aktie des Pharmazulieferers Lonza sank nach Zahlenausweis um 4,9 Prozent. Trotz starker Gewinnkennziffern habe das Unternehmen die Umsatzprognose nicht angehoben, führte JP Morgan kritisch ins Feld. US-Präsident Donald Trump kündigte Zölle auf Generikaimporte ab 2028 an. Die Abgaben sollen die Arzneimittelhersteller bewegen, ihre Produktion in die USA zu verlagern. Sandoz gaben um 3,9 Prozent nach. Adecco kletterten nach positiven Geschäftszahlen des Wettbewerbers Randstad um 9,1 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch an die Vortagesaufschläge angeknüpft. Der DAX legte um 0,6 Prozent auf 25.155 Punkte zu, während der „Euro Stoxx 50“ um 0,5 Prozent stieg. Airbus hat sich neue Mittelfristziele gesetzt und strebt in den kommenden drei Jahren eine deutliche Steigerung des operativen Gewinns an. Zudem will der Flugzeugbauer die Ausschüttungen an die Aktionäre erhöhen, unter anderem über ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 5 Milliarden Euro, was laut Analysten besonders gut ankam. Der Kurs stieg um 7,1 Prozent deutlich über die 200er-Marke. Für Gea ging es um 5,7 Prozent nach oben. Der Anlagenbauer hatte seine Jahresprognose nach starker operativer Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal angehoben. Sowohl die Vorjahreszahlen als auch die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Unter anderem stieg der Auftragseingang um 14,2 Prozent. Siemens Energy ermässigten sich dagegen um 5,8 Prozent. Hier belasteten die Geschäftszahlen des US-Wettbewerbers GE Vernova, die im zweiten Quartal enttäuschten. Der Nettogewinn der spanischen Banco Santander war im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal gesunken. Er lag aber immer noch im Rahmen der Erwartung. Die Aktie legte 1,4 Prozent zu. Randstad haussierten um 13,9 Prozent, nachdem der Personaldienstleister im zweiten Quartal mit dem Umsatzwachstum überzeugt hatte.

USA
Die US-Aktienmärkte zeigten sich am Mittwoch wenig verändert. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 6,06 Punkte oder 0,01 Prozent auf 52.218,58. Der S&P 500 gab um 10,24 Punkte oder 0,14 Prozent auf 7.498,96 nach, während der Nasdaq Composite 146,30 Punkte oder 0,57 Prozent auf 25.690,90 verlor. Die Aktie von Super Micro Computer schoss um fast 20 Prozent in die Höhe, nachdem der Hersteller von KI-Servern im Quartal neue Aufträge im Wert von mehr als 60 Milliarden Dollar erhalten hatte. Die Papiere der Konkurrenten Dell Technologies und Hewlett Packard Enterprise legten aufgrund dieser Nachricht ebenfalls zu. Die AT&T-Aktie gewann 3,5 Prozent, nachdem das Unternehmen höhere Einnahmen und einen stärker als erwarteten Kundenzuwachs gemeldet hatte. Die Aktie von GE Vernova fiel um 8,7 Prozent, nachdem der Gewinn pro Aktie im zweiten Quartal die Analystenschätzungen verfehlt hatte, und das, obwohl der Hersteller von Energieausrüstung seine Jahresprognose anhob und mitteilte, dass der gesamte Auftragsbestand 176 Milliarden Dollar erreicht habe. Mit Blick auf die kommenden Tage werden am Donnerstag Intel, American Airlines, Comcast und Lockheed Martin ihre Zahlen vorlegen.

Asien
Die Börsen in Ostasien zeigen sich am Donnerstag uneinheitlich. Angeführt werden die Märkte der Region von der Börse in Seoul, wo der Kospi um 3,7 Prozent vorrückt. Die Chip-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix steigen um 3,4 und 4,3 Prozent. An der Tokioter Börse legt der Nikkei-225-Index um 0,5 Porzent zu; der breiter gefasste Topix gewinnt 0,6 Prozent. Auch hier gehören Chipwerte zu den Gewinnern. Renesas steigen um 1,1, Lasertec um 4,7 und Advantest um 3,7 Prozent. In Hongkong gewinnt der Hang-Seng-Index 1,3 Prozent. An der Börse in Shanghai gibt der Composite-Index derweil um 0,2 Prozent nach. Die Ölpreise setzen ihren Anstieg fort. Der Preis für das Barrel Brentöl steigt um 2,1 Prozent auf 96,07 Dollar.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 0,029 Prozentpunkte auf 4,657 Prozent, den zweithöchsten Stand in diesem Jahr, da der Ölpreisanstieg die Inflationsängste schürte. Händler sehen nun eine etwa 25-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung auf der Fed-Sitzung in der nächsten Woche, verglichen mit etwa 16 Prozent zu Beginn der Woche, und eine rund 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für zwei Zinserhöhungen vor Jahresende.

Analyse
Citi hebt Novartis-Ziel auf 142 (132) CHF - Buy
Berenberg hebt Bossard-Ziel auf 250 (228) CHF - Buy
Jefferies erhöht Nestle auf Buy (Hold) - Ziel 99 (84) CHF

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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