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Berkshire stockte bei Alphabet und Delta auf, reduzierte Bank of America

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Mon, 17.08.2026 - 00:00

Thema des Tages

Berkshire Hathaway hat im zweiten Quartal seine Beteiligung an Alphabet deutlich aufgestockt. Zudem baute das Unternehmen seine Anteile an Delta Air Lines, Macy's, der New York Times und Lennar aus. Berkshires Anteil an Alphabet - bestehend aus stimmberechtigten und nicht stimmberechtigten Aktien des Suchmaschinen-Konzerns - stieg im Quartal um etwa 80 Prozent auf 106 Millionen Aktien. Dies spiegelt einen direkten Kauf von Alphabet im Juni sowie Käufe auf dem freien Markt wider. Das geht aus einem 13-F-Bericht hervor, der am späten Freitag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurde. Die Beteiligung an Alphabet ist nun etwa 36 Milliarden US-Dollar wert. Damit liegt sie in etwa gleichauf auf dem dritten Platz der grössten Berkshire-Aktienbeteiligungen hinter Apple und American Express. Berkshire ging im zweiten Quartal keine nennenswerten neuen Aktienbeteiligungen ein. Dies markiert seltene drei Monate ohne eine grössere neue Investition. Berkshire verkaufte einen Teil seiner beträchtlichen Beteiligung an der Bank of America. Der Anteil wurde um 30 Millionen Aktien auf 483 Millionen Aktien reduziert. Diese sind nun etwa 31 Milliarden Dollar wert.

Schweizer Aktien

Am Schweizer Aktienmarkt ist es am Freitag nach einem behaupteten Start nach unten gegangen - zumindest gemessen am 20 Werte umfassenden Leitindex SMI. Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 14.391 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 12 Kursgewinner und 8 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 13,10 (Donnerstrag: 15,63) Millionen Aktien. Tagessieger im SMI waren Alcon mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 60,48 Franken. Treiber war eine Kurszielerhöhung durch Vontobel auf 74 von 70 Franken. In der zweiten Reihe ging es für Temenos um 2,0 Prozent nach oben und für Softwareone um 1,9 Prozent. Europaweit gehörten Softwareaktien zu den Favoriten. Dass in den USA ein Finanzinvestor an einer Übernahme des Softwareunternehmens Workday interessiert sein soll, wurde dahingehend interpretiert, dass der Bewertungsverfall von Softwareaktien einen Boden gefunden haben könnte. Softwareaktien standen globale in den vergangenen Monaten unter Druck aus Sorge, dass KI-Anwendungen das Softwareentwicklungsgeschäft unterminieren.

Internationale Märkte

Europa
An den europäischen Börsen ist es am Freitag uneinheitlich zugegangen. Der DAX legte um 0,5 Prozent zu auf 26.419 Punkte, wozu insbesondere das feste Indexschwergewicht SAP beitrug. Der Euro-Stoxx-50 gab dagegen um 0,1 Prozent nach, der Stoxx-50 um 0,4 Prozent. Sie wurden gebremst von in der Breite schwachen Pharmaaktien. Händler vermuteten dahinter Umschichtungen aus defensiven Aktien in zyklischere. Schwächste Aktie im Euro-Stoxx-50 waren Argenx mit einem Abschlag von 3,2 Prozent. Daneben ging es im Pharmasektor für Sanofi um 1,2 Prozent nach unten, für Roche um 2,0 Prozent. Der Stoxx-Subindex der Pharmatitel verlor 1,3 Prozent. Der Stoxx-Index der Versorger gab um 1,1 Prozent nach. Enel verloren 2,0 Prozent, Eon 4,4 Prozent. Laut Händlern belastete ein Gesetzentwurf der Bundesnetzagentur. In diesem werde zwar eine höhere Eigenkapitalverzinsung für Gas-Netze als zuvor vorgeschlagen, sie liege aber deutlich unter dem, was der Markt erwartet habe. Tagesfavoriten waren Aktien aus der Softwarebranche. Die SAP-Aktie verteuerte sich um 2,7 Prozent. Ebenfalls im DAX ging es für Scout24 um 2,5 Prozent nach oben. Im MDAX legten Nemetschek sogar um gut 8 Prozent und Teamviewer um gut 5 Prozent zu. In London verteuerte sich Sage um 4,5 Prozent, in Paris Dassault Systems um 4,5 Prozent oder in Madrid Amadeus IT um 1,5 Prozent. Ein Kursdebakel erlebte die Aktie von Energiekontor. Dem Minus von knapp 7 Prozent am Vortag folgte ein Absturz um 17,6 Prozent. Der deutsche Wind- und Solarparkentwickler hatte am Donnerstagmorgen im Rahmen der Zahlenvorlage die 2026er-Gewinnziele noch bestätigt, am Abend desselben Tages dann aber reduziert, und zwar drastisch.

USA
US-Aktien gaben nach, nachdem schwache Einzelhandelsdaten den Enthusiasmus über den KI-Boom, der die grossen Indizes auf Rekordhöhen getrieben hat, gedämpft hatten. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 107,58 Punkte oder 0,20 Prozent auf 53.732,41 und schloss damit 1,1 Prozent unter seinem Allzeithoch. Der S&P 500 sank um 13,23 Punkte oder 0,17 Prozent auf 7.785,76 von seinem Rekordhoch vom Donnerstag. Der technologielastige Nasdaq Composite fiel um 73,86 Punkte oder 0,28 Prozent auf 26.729,16 und beendete damit eine dreitägige Gewinnserie. Die britische BP und die XRG aus den Vereinigten Arabischen Emiraten werden ein Gasfeld vor der Küste Venezuelas erkunden. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass die grossen Ölkonzerne unter dem neuen Regime zögerlich in das Land zurückkehren. Für Unternehmen, die vom KI-Boom erfasst wurden, blieben die Erwartungen himmelhoch. Die Aktie von Applied Materials fiel um 5,1 Prozent auf 507,18 Dollar, obwohl der Hersteller von Anlagen für die Halbleiterproduktion ein Gewinnwachstum im dritten Geschäftsquartal verzeichnete. Das chinesische Unternehmen DeepSeek, das mit seinen erschwinglichen KI-Modellen für Aufsehen sorgte, kündigte an, die Preise für seine Flaggschiff-Modelle V4 zu erhöhen, da der Wettbewerb zunehme und die Computerkosten stiegen. Das Online-Forum Reddit wird vor Handelsbeginn am Dienstag den Luxuswohnungsentwickler AvalonBay Communities im S&P 500 Index ersetzen, wie S&P Dow Jones Indices, der den Index überwacht, mitteilte. Die Reddit-Aktie schoss um 13 Prozent auf 178,09 Dollar in die Höhe.

Asien
Die asiatischen Aktienmärkte und die Börse in Sydney tendieren am Montag im Handelsverlauf uneinheitlich. In Südkorea ruht das Geschäft wegen eines Feiertags. In Tokio bremst ein deutlich unter der Erwartung ausgefallenes Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal des Jahres. An den chinesischen Börsen geht es vor Konjunkturdaten, die eigentlich in der Nacht schon veröffentlicht werden sollten, dagegen nach oben.

Obligationen
Inflationssorgen trieben die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe stieg um 0,056 Prozentpunkte auf 4,695 Prozent. Die Rendite der zinssensiblen zweijährigen Staatsanleihe stieg um 0,031 Prozentpunkte auf 4,170 Prozent.

Analyse
Bank of America erhöht RWE-Ziel auf 73 (72) EUR – Buy
UBS senkt Hellofresh-Ziel auf 3,60 (4,70) EUR – Neutral
UBS erhöht Adyen-Ziel auf 1.400 (1.350) EUR – Buy


Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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