Morning News

Yeti stellt anhaltendes langfristiges Umsatzwachstum in Aussicht

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Fri, 18.09.2026 - 00:00

Thema des Tages

Yeti Holdings rechnet in den kommenden Jahren mit einem fortgesetzten Wachstum, da das Unternehmen sein Produktportfolio und seine internationale Präsenz ausbauen will. Der Hersteller von Kühlboxen und Trinkgefässen teilte mit, dass er bis zum Geschäftsjahr 2030 ein jährliches Nettoumsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich anstrebt. Das jährliche Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie soll im niedrigen zweistelligen bis hohen Zehner-Prozentbereich liegen. Yeti stellt zudem für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 7 bis 8 Prozent bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,94 bis 3 US-Dollar in Aussicht. Das Unternehmen will zudem global expandieren und strebt einen internationalen Umsatz von 1 Milliarde Dollar an. Gleichzeitig verfeinert es seine US-Vermarktungsstrategie. "Wir glauben, dass Yeti gut aufgestellt ist, um unser Angebot zu erweitern, unsere Vertriebsgebiete auszudehnen und die Reichweite unserer Marke zu vergrössern", sagte Chief Executive Matt Reintjes.

Schweizer Aktien

Der SMI legte gestern um 0,6 Prozent auf 13.947 Punkte zu. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 22,45 (zuvor: 25,42) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten ging es für die Aktien von Richemont und Swatch um 0,5 bzw. 1,5 Prozent nach oben. Novartis gewannen 1,5 Prozent, obwohl der Pharma-Konzern erneut einen Studienmisserfolg hinnehmen musste. Damit steigt die Zahl der klinischen Rückschläge innerhalb der vergangenen drei Wochen auf insgesamt vier. In diesem Zeitraum hat der Kurs bereits rund 10 Prozent eingebüsst. Für die Aktien von Rieter ging es mit einem negativen Analysten-Kommentar um 16,3 Prozent nach unten. Die UBS hat die Papiere auf "Sell" von "Neutral" abgestuft. Dagegen legten Sonova um 1,1 Prozent zu. Hier hat die Bank of America das Kursziel angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Für Helvetia Baloise ging es nach den Halbjahreszahlen um 5,3 Prozent aufwärts. Im August erhöhten sich die Exporte von Schweizer Uhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,1 Prozent. Im Juli hatten sie mit einem Plus von 9,6 Prozent aber etwas stärker zugelegt. Trotz des Aufschwungs reduzierten sich die monatlichen Exporte in die USA um 19 Prozent.

Internationale Märkte

Europa
Nachgebende Renditen und weiter fallende Ölpreise haben am Donnerstag an den europäischen Aktienmärkten für Gewinne gesorgt. Der DAX verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 25.717 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,9 Prozent auf 6.323 Punkte nach oben. Die Bank of England (BoE) hat ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen und beliess den Reposatz bei 3,75 Prozent. Für unveränderte Zinsen stimmten sechs MPC-Mitglieder, für eine Zinsanhebung drei. Der Ausschuss steht nach eigener Aussage bereit, bei Bedarf zu handeln, um sicherzustellen, dass die Verbraucherpreisinflation auf Kurs bleibt, um mittelfristig das 2-Prozent-Ziel zu erreichen. Der FTSE-100 in London legte um 1,2 Prozent zu. Am Aktienmarkt stand der Einbruch der Bilfinger-Aktie um 21,4 Prozent im Fokus. Der Industriedienstleister hat seine Prognosen gesenkt und startet ein Sparprogramm. Analysten äusserten sich enttäuscht. Bernstein sieht nur noch eine geringe Prognosesicherheit für das kommende Jahr. Nach den Zweitquartalszahlen sei man noch davon ausgegangen, dass nicht ein Wegfall, sondern die Verschiebung von Aufträgen für das schwächere erste Halbjahr verantwortlich gewesen sei. Moncler legten um 0,6 Prozent zu nach einer Hochstufung durch Bernstein. Sodexo wurden von JP Morgan hochgestuft und gewannen 2,9 Prozent. Dassault Systemes fielen nach einer Abstufung durch Exane BNP auf "Underperform" um 1,5 Prozent.

USA
US-Aktien haben einen Teil ihrer jüngsten Verluste wettgemacht, da sich die Ölpreise stabilisierten und die Zuversicht in die Fähigkeit der US-Notenbank wuchs, die Inflation einzudämmen. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 316,14 Punkte oder 0,61 Prozent auf 51.778,04 Zähler. Der S&P 500 gewann 85,95 Punkte oder 1,14 Prozent auf 7.637,76 Zähler und der technologielastige Nasdaq Composite legte um 439,87 Punkte oder 1,69 Prozent auf 26.418,30 Zähler zu. Die Aktie von Private-Equity-Firmen legte leicht zu, blieb aber unter Druck, da Führungskräfte warnten, dass höhere Zinssätze ein Phänomen der "Zombie-Fonds" aufrechterhalten könnten. Wenn Unternehmen, die über Buyout-Fonds erworben wurden, nicht weiterverkauft werden können, liegt das Kapital der Anleger jahrelang in solchen Fonds brach. Die Aktie von Blackstone stieg um 1,6 Prozent auf 125,41 Dollar, liegt in diesem Jahr aber 19 Prozent im Minus. Die Aktie von Apollo Global legte um 1,2 Prozent auf 126 Dollar zu, ist aber im Jahr 2026 um 13 Prozent gefallen. Mastercard hat eine auf künstlicher Intelligenz basierende Zahlungsoption für alltägliche Einkäufe eingeführt und ist dafür eine Partnerschaft mit dem Startup Alchemy eingegangen, die es Verbrauchern ermöglicht, KI-Agenten für den Online-Einkauf einzurichten. Die Aktie gab um 0,4 Prozent auf 565,73 Dollar nach.

Asien
Gute Vorgaben der Wall Street heben am Freitag die Stimmung an den Börsen in Ostasien und Australien. In Tokio rückt der Nikkei-225-Index um 1,7 Prozent vor, angeführt von Aktien der Chipbranche. Unter anderem verbessern sich Kioxia um 8, Advantest um 7,3, Lasertec um 9 und Softbank Group um 3,4 Prozent. Der breiter gefasste Topix gewinnt 0,1 Prozent. Die Bank of Japan hat erwartungsgemäss den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf 1,25 Prozent erhöht.

Obligationen
Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe sank um 0,038 Prozentpunkte auf 4,688 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe fiel von einem 19-Jahres-Hoch um 0,057 Prozentpunkte auf 4,946 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe fiel um 0,050 Prozentpunkte auf 5,296 Prozent.

Analyse
Analysen
BoA erhöht Sonova-Ziel auf 280 (225) CHF – Buy
Vontobel erhöht Roche-Ziel auf 410 (405) CHF – Buy
UBS erhöht Man Group auf Buy (Neutral) – Ziel 365 (335) p

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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