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BASF interessiert sich für Übernahme von Evonik

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Mon, 28.09.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der Chemieriese BASF interessiert sich für eine Übernahme des kleineren deutschen Wettbewerbers Evonik. Ein solcher Schritt wäre laut Branchenanalysten ein Fortschritt bei der Konsolidierung der fragmentierten europäischen Chemieindustrie. Entstehen könnte ein neuer Chemie-Champion, der besser mit chinesischen Rivalen wie Sinopec oder US-amerikanischen Konkurrenten wie Dow mithalten könnte. Die beiden deutschen Unternehmen erzielten im vergangenen Jahr zusammen einen Umsatz von 74 Milliarden Euro. BASF bestätigte am Freitagabend Sondierungen mit der RAG-Stiftung und Evonik zwecks einer möglichen Übernahme von Evonik. Fortgang und Ausgang der Sondierungen sind laut BASF gegenwärtig aber offen. Der Kurs der BASF gab zum Wochenschluss um 3,6 Prozent nach, die Evonik-Aktie legte unterdessen um 7,2 Prozent zu.

Schweizer Aktien

Die Aktienkurse in der Schweiz sind am Freitag gestiegen. Der SMI legte um 0,3 Prozent zu auf 13945,71 Punkte. Unter den Aktien von Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 800 Millionen Franken (847,4 Millionen Euro) waren UBS Group der größte Gewinner mit einem Plus von 3,5 Prozent, gefolgt von Huber+Suhner, die um 3,4 Prozent zulegten. Banque Cantonale Geneve legten um 3,3 Prozent zu. Tecan Group gaben um 2,1 Prozent nach. Andernorts in Europa stiegen die Indizes. Der FTSE-100 legte um 0,1 Prozent zu und der Stoxx-Europe-600 rückte um 0,3 Prozent vor gegenüber dem Vortagesschluss. Am Devisenmarkt fiel der Dollar-Index um 0,4 Prozent auf 96,59. Der Franken verbilligte sich um 0,2 Prozent und wurde mit 1,0592 Euro gehandelt.

Internationale Märkte

Europa
Europas Börsen haben den Handel am Freitag etwas fester beendet. Der DAX gewann 0,6 Prozent auf 25.409 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,5 Prozent auf 6.303 Punkte nach oben. Im DAX ging es für Deutsche Bank und die Commerzbank um je 2,7 Prozent nach oben. In Resteuropa legten Unicredit um 2,2 Prozent zu, BNP Paribas um 0,9 Prozent oder Societe Generale um 3,5 Prozent. Aktien des Öl- und Gassektors folgten dem Ölpreis nach unten. Hier verloren BP 2,3 und Totalenergies 1,3 Prozent, trotz einer Kaufempfehlung von HSBC für beide Aktien. Airbus gaben um 1 Prozent nach. Hintergrund war ein Reuters-Bericht zu Qualitätsproblemen beim A321neo. Das Problem, das keine Auswirkungen auf die Sicherheit habe, betreffe 500 Flugzeuge, die sich zu gleichen Teilen auf bereits in Dienst gestellte und in der Produktion befindliche Maschinen verteilen. Die Zahl betroffener Flugzeuge ist laut Jefferies zwar hoch, doch sollten das Fehlen eines Sicherheitsrisikos und das Vorhandensein einer Lösung die potenziellen Auswirkungen auf die Auslieferungen in diesem Jahr begrenzen. Hellofresh knickten nach einer Gewinnwarnung um 9,8 Prozent ein. Der Kochboxenversender hatte seine Jahresprognose gesenkt, nachdem das vorläufige Ergebnis im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Für das laufende Jahr erwartet Hellofresh nun einen währungsbereinigten Umsatzrückgang um 9 bis 11 Prozent, während Analysten zuletzt ein Minus von 6,9 Prozent erwartet hatten. Das bereinigte EBITDA wird nun auf währungsbereinigter Basis bei 350 bis 370 Millionen und damit ebenfalls unter dem Analystenkonsens von 375,6 Millionen Euro gesehen.

USA
Die US-Aktien haben sich von einigen schwächeren Handelstagen erholt, da die Ölpreise aufgrund von Hoffnungen auf Fortschritte bei einer Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus fielen. Der Dow Jones Industrial Average gab das Tempo für die Gewinne am Freitag vor und stieg um 478,6 Punkte oder 0,93 Prozent auf 51.828,6. Der technologielastige Nasdaq Composite kletterte um 129,3 Punkte oder 0,48 Prozent auf 27.068,7. Der S&P 500 legte um 39,3 Punkte oder 0,51 Prozent auf 7.743,41 zu. Die Indizes beendeten die Woche höher, trotz eines Ausverkaufs zur Wochenmitte. Die Aktie von Meta Platforms fiel um 3,3 Prozent auf 751,66 Dollar. Die Aktie gibt damit einen Teil der Gewinne wieder ab, die sie in dieser Woche durch die gut aufgenommene Einführung von Metas KI-Agenten Muse erzielt hatte. Sie beendete die Woche mit einem Plus von 13 Prozent. Die Aktie von Microsoft beendete die Woche mit dem höchsten Schlusskurs seit November und stieg um 3,7 Prozent auf 516,17 Dollar, womit sie der beste Wert im Dow Jones Industrial Average war. Das Unternehmen kündigte neue Funktionen für seine Copilot-App an, was Teil seiner Bemühungen ist, seine Künstliche Intelligenz (KI) zu monetarisieren.

Asien
Uneinheitlich geht es zum Start in die neue Börsenwoche an den Börsen in Ostasien zu. Unter Druck stehen Chipaktien und andere Aktien mit KI-Fantasie, weil wieder Sorgen über eine zu schnelle und unkontrollierbare Entwicklung von Künstlicher Intelligenz umgehen. An der stark technologielastigen Börsen in Seoul geht es um 2,1 Prozent nach unten. Dort war zuletzt wegen Feiertagen zwei Tage in Folge nicht gehandelt worden.

Obligationen
Der Auftrieb für US-Aktien ging einher mit einer Unterbrechung des weltweiten Ausverkaufs bei Anleihen. Die Rendite der zehnjährigen US- Benchmark-Anleihe gab zum Wochenschluss nach, nachdem sie ein Hoch von 5,228 Prozent erreicht hatte. Die 30-jährige Rendite pendelte sich bei 5,5 Prozent ein, nachdem sie zum ersten Mal seit 22 Jahren über diese Marke gestiegen war. Die zweijährige Rendite sank leicht auf 4,862 Prozent.

Analyse
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