Von Igor JOVICIC
Veröffentlicht am Mon, 05.10.2026 - 00:00
Akzo Nobel hat sich bereit erklärt, sein Baufarbengeschäft in Südostasien zu einem Unternehmenswert (Enterprise Value) von 1,35 Milliarden US-Dollar an Nippon Paint zu verkaufen. Wie das niederländische Industrieunternehmen am Montag mitteilte, wird der Nettobarerlös nach Steuern und Zahlungen an Minderheitspartner voraussichtlich bei etwa 1 Milliarde US-Dollar liegen. Der niederländische Konzern gab an, dass die Vereinbarungen mit Nippon Paint das Baufarbengeschäft in sieben Ländern umfassten: Vietnam, Indonesien, Malaysia, Thailand, Singapur, Papua-Neuguinea und Australien. Laut Akzo Nobel wird der Abschluss des Verkaufs für Mitte 2027 erwartet - mit Ausnahme des Geschäfts in Indonesien, dessen Verkauf voraussichtlich separat Ende 2026 abgeschlossen wird. Nippon Paint klettern in Tokio um 1,9 Prozent.
Der SMI gewann am Freitag 0,3 Prozent auf 13.661 Punkte. Bei den Einzelwerten ging es für die Novartis-Aktie um 1,5 Prozent nach unten. Novartis hat sich über eine milliardenschwere Vereinbarung in China einen Medikamentenkandidaten für Autoimmunerkrankungen gesichert. Der Pharmakonzern hat einen bis zu 7,8 Milliarden US-Dollar schweren Deal mit der chinesischen Abogen Biosciences geschlossen. Er kann damit das Medikament einlizenzieren und erhält auch Optionen auf künftige Therapien. Novartis zahlt vorab 575 Millionen US-Dollar. Bei Ausübung aller Optionen können bis zu 7,2 Milliarden Dollar zusätzlich fällig werden, wie Abogen mitteilte. Julius Bär will in Kürze ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 600 Millionen Franken starten und nach dem Abschluss einer behördlichen Untersuchung in ihrem Heimatland Kapital an die Aktionäre zurückgeben. Julius Bär hat mit dem neuen Rückkaufprogramm ein weiteres positives Signal gesetzt, hiess es von JP Morgan. Für die Aktie ging es um 2,0 Prozent aufwärts. Partners Group gewannen 1,0 Prozent. Die Private-Equity-Gesellschaft strukturiert einen ihrer Flaggschiff-Fonds (Global Value Sicav) um, der Anfang des Jahres die Auszahlungen an Investoren begrenzt hatte, und spaltet ihn in zwei Teilportfolios auf. ABB rückten um 2,9 Prozent vor. Hier trieb weiterhin die Zuversicht über andauernde Investitionen in KI-Infrastruktur, hiess es aus dem Handel.
Europa
Mit deutlichen Gewinnen haben die europäischen Aktienmärkte den letzten Handelstag der Woche beendet. Der DAX gewann 1,2 Prozent auf 25.231 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,0 Prozent auf 6.239 Punkte nach oben. Als Branche waren vor allem die Technologie-Aktien gesucht, deren Subindex um 2,6 Prozent zulegte. Hier trieb weiterhin die Zuversicht über andauernde Investitionen in KI-Infrastruktur. Bei Schneider Electric und ABB ging es bis zu 3,6 Prozent nach oben. Unter den Chip-Werten ragten Infineon mit 8,8 Prozent Plus hervor, STMicro und ASML kletterten um bis zu 6,5 Prozent. Kräftig abwärts um 7,4 Prozent ging es mit Volvo Car. Die Schweden haben schwache Umsatzzahlen vorgelegt und zusätzlich die bisherige Jahresprognose einkassiert. Grund sind schwache Geschäfte in China und den USA. Kion gaben um 7,7 Prozent nach. Im Handel wurde auf den Pre-Close-Call des Unternehmens zum dritten Quartal verwiesen. Dieser soll nicht überzeugt haben, der Auftragseingang bei IAS sei schwach und bei ITS soll die Marge nicht überzeugen, hiess es.
USA
Die US-Börsen haben die Woche mit einem Aufwärtstrend beendet, nachdem ein sich verlangsamendes Beschäftigungswachstum die Erwartungen gedämpft hatte, dass die US-Notenbank im Laufe dieses Monats die Zinsen erneut anheben wird. Der S&P 500 stieg um 56,27 Punkte oder 0,73 Prozent auf 7722,72. Der Dow Jones Industrial Average kletterte um 250,40 Punkte oder 0,49 Prozent auf 51176,96. Der Nasdaq legte um 319,27 Punkte oder 1,19 Prozent auf 27190,86 zu und lag damit nahe einem Rekordhoch. Die Tesla-Aktie stieg um 4,7 Prozent auf 370,59 Dollar, nachdem die Verkäufe des Autobauers im dritten Quartal zwar einbrachen, aber in einem unruhigen US-Markt für Elektrofahrzeuge dennoch die Prognosen der Wall Street übertrafen. Die Nike-Aktie fiel um 3,6 Prozent auf 33,87 Dollar, einen Tag nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass es den Betrieb einschränken und Stellen abbauen werde, da mit einem weiteren Umsatzrückgang in diesem Geschäftsjahr gerechnet wird. Die Aktie der Festplattenhersteller Seagate Technology und Western Digital gaben beide rund 10 Prozent ab, nachdem berichtet wurde, dass der japanische Konkurrent Toshiba plant, seine Produktionskapazitäten für Festplatten, die in KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen, zu verdoppeln. Paramount-Chef David Ellison sagte, dass er nach der Übernahme von Warner Bros. Discovery durch sein Unternehmen plant, das fusionierte Unternehmen in Skydance umzubenennen. Ein Bundesrichter genehmigte diese Woche eine Vereinbarung, die den Weg für die 81 Milliarden Dollar schwere Übernahme freimacht.
Asien
An den Börsen in Ostasien herrscht am Montag verhalten positive Stimmung. Unterstützung kommt vom weiter gesunkenen Ölpreis. Die Börsen in Seoul und Shanghai sind zu Wochenbeginn feiertagsbedingt geschlossen. In Shanghai wird der Handel erst am Donnerstag wieder aufgenommen. Angeführt werden die Märkte der Region von der Börse in Tokio, wo der Nikkei-225-Index um 2,2 Prozent vorrückt. Der breiter gefasste Topix steigt um 1,1 Prozent. Vor allem Technologiewerte profitieren von der wieder erwachten Risikofreude der Anleger. Advantest verbessern sich um gut 4 und Tokyo Electron um gut 5 Prozent. Knapp behauptet tendiert der Aktienmarkt in Hongkong.
Obligationen
Am US-Rentenmarkt kletterte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 0,043 Prozentpunkte auf 5,276 Prozent, lag damit aber immer noch unter dem Mitte der Woche erreichten 24-Jahres-Hoch. Die 30-jährige US-Staatsanleihe stieg leicht um 0,027 Prozentpunkte auf 5,629 Prozent. Die politiksensitive zweijährige Anleihe beendete eine dreitägige Verlustserie und legte 0,037 Prozentpunkte auf 4,823 Prozent zu. Die Fed Fund Futures an der CME preisen eine Zinserhöhung bei der nächsten Fed-Sitzung Ende Oktober nur mehr mit einer Wahrscheinlichkeit von 23 Prozent ein.
Analyse
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