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S-Oil-Nettogewinn steigt um fast das 23-Fache

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Mon, 02.11.2026 - 00:00

Thema des Tages

S-Oil verzeichnete im dritten Quartal einen fast 23-fachen Anstieg des Nettogewinns. Getrieben wurde das Ergebnis von höheren Energiepreisen und breiteren Raffineriemargen inmitten der Unsicherheit über den anhaltenden Nahostkonflikt. Der von Saudi Aramco kontrollierte südkoreanische Ölraffineriebetreiber teilte am Montag mit, dass die Raffineriemargen im Zeitraum von Juli bis September weiter fest geblieben seien. Unterstützt worden sei dies durch ein knappes Angebot infolge des andauernden Iran-Kriegs. Der Nettogewinn belief sich im Quartal auf 1,436 Billionen Won, was 1,08 Milliarden US-Dollar entspricht. Im Vorjahreszeitraum hatte er noch bei 63,20 Milliarden Won gelegen. Das Ergebnis übertraf die von FactSet zusammengestellte Konsenserwartung von 1,013 Billionen Won deutlich. Der Umsatz kletterte um 42 Prozent auf 11,969 Trillionen Won. Der Betriebsgewinn stieg um mehr als das Sechsfache auf 1,407 Billionen Won. Die Aktien von S-Oil haben in diesem Jahr trotz eines Rückgangs im vergangenen Monat um mehr als 50 Prozent zugelegt.

Schweizer Aktien

Entgegen der schwachen Tendenz in Europa hat der schweizerische Aktienmarkt zum Wochenausklang mit einem leichten Plus geschlossen. Gestützt wurde das Sentiment dabei von den drei defensiven Index-Schwergewichten Roche, Nestlé und Novartis, die um bis zu 2,3 Prozent zulegten. Der SMI verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 14.811 Punkte. Die Aktien von Julius Bär reduzierten sich um 1,0 Prozent. Das Unternehmen will am 2. November das zuvor angekündigte neue Aktienrückkaufprogramm im Gesamtwert von bis zu CHF 600 Millionen starten. Die Sandoz-Aktie (-1,2%) gab einen Teil ihrer deutlichen Vortagesgewinne wieder ab und zeigte sich damit weiter volatil. Die Aktie des Generikaherstellers war unter Druck geraten, nachdem dieser seine Umsatzprognose leicht eingegrenzt hatte. Nach einem genaueren Blick auf die Zahlen hätten sich Anleger am Donnerstag dann aber wieder mehr auf das erhöhte Margenziel konzentriert, hiess es.

Internationale Märkte

Europa
Mit deutlichen Verlusten haben die europäischen Aktienmärkte die Handelswoche beendet. Im DAX standen Papiere mit KI-Fantasie unter Abgabedruck: Siemens Energy verloren 6,9 Prozent und Infineon 6,4 Prozent - im Euro-Stoxx-50 zählten ASML (-6,1%) zu den grössten Verlierern. Der Technologiesektor im Stoxx-50 fiel um 3,2 Prozent. Der DAX büsste 0,9 Prozent auf 25.818 Punkte ein, der Euro-Stoxx-50 verlor 1,2 Prozent auf 6.131 Punkte. Unter den Einzelaktien gewannen Bayer 5,5 Prozent und führten damit die DAX-Gewinnerliste an. Die Tochter Monsanto hat im Milliardenrechtsstreit um die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat das nach eigener Darstellung erste Verfahren seit der richtungsweisenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA gewonnen.Credit Agricole verloren nach Vorlage von Drittquartalszahlen 2,0 Prozent. Der Ausblick der französischen Bank lese sich wenig vielversprechend, monierten die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods (KBW). Sanofi gewannen dagegen 4,7 Prozent, der Pharma-Konzern hat nach Einschätzung von JP Morgan sehr starke Drittquartalszahlen vorgelegt. BP gewannen 0,5 Prozent. Evonik wird das verbesserte BASF-Übernahmeangebot in Höhe von rund 11 Milliarden Euro wohl ablehnen. Der Vorstand teilte mit, er bleibe auf strategische Ausrichtung als eigenständiges Unternehmen fokussiert. Der Kurs gewann 0,1 Prozent, BASF stiegen um 0,2 Prozent.

USA
US-Aktien gaben am Freitag nach. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 572,25 Punkte oder 1,09 Prozent auf 51.770,31 Zähler. Der breite S&P 500 verlor 140,32 Punkte oder 1,82 Prozent auf 7.580,07 Zähler, und der technologielastige Nasdaq Composite brach um 747,73 Punkte oder 2,86 Prozent auf 25.437,00 Zähler ein. Die Amazon-Aktie fiel um 1,4 Prozent auf 240,35 Dollar. Das Wachstum der vierteljährlichen Werbeerträge des Online-Händlers verlangsamte sich, was eine ähnliche Warnung des Konkurrenten Google widerspiegelte. Intel brach um 29 Prozent auf 65,76 Dollar ein - der stärkste Rückgang seit 1974 -, nachdem der Chiphersteller für das vierte Quartal ein Umsatzwachstum prognostiziert hatte, das hinter den Zielen der Wall Street zurückblieb, und dies mit einer anhaltenden Flaute bei den Verkäufen von Personal Computern begründete. Die Aktie von CoreWeave, deren Kreditderivate bereits Alarmglocken schrillen liessen bezüglich der Verschuldung für ihre Rechenzentren, fiel um 9,7 Prozent auf 54,87 Dollar und schloss damit weniger als 4 Dollar über ihrem Tiefststand von 2026. Die Aktie des Online-Forums Reddit brach um 29 Prozent auf 91,73 Dollar ein, was den grössten Verlust in der Geschichte des Unternehmens bedeutete, nachdem die Umsatzprognose für das vierte Quartal hinter den Erwartungen der Wall Street zurückgeblieben war. Die Aktie von Coinbase Global fiel um 11 Prozent auf 143,54 Dollar. Dies war der grösste Tagesverlust seit mehr als einem Jahr, nachdem es bei einem grossen Konkurrenten zu einem dreisten Cyberdiebstahl gekommen war. Manager der Kryptobörse Binance erklärten, sie bemühten sich, Verluste in Milliardenhöhe aus dem grössten Krypto-Raub der Geschichte auszugleichen. Bitcoin verlor 1,8 Prozent auf 76.353 Dollar, womit sich die Verluste seit Jahresbeginn auf rund 19 Prozent beliefen. Die Aktie von ExxonMobil, dem nach Marktkapitalisierung grössten US-Öl- und Erdgaskonzern, stieg um 2,2 Prozent auf 187,25 Dollar. Chevron, der zweitgrösste amerikanische Energiekonzern, legte um 1,8 Prozent auf 235,52 Dollar zu.

Asien
An den ostasiatischen Aktienmärkten geht es am Montag im Handelsverlauf uneinheitlich zu. Die Akteure warteten nun auf Zahlen und Ausblick von Apple nach Ende des Handels an der Wall Street, heisst es. Im Blick stehen dabei unter anderem Aussagen zur frühen Nachfrage nach der iPhone-18-Reihe, deren Vorbestellungen Mitte Oktober begannen. Für etwas Entspannung sorgen unterdessen deutlich fallende Ölpreise. Brent-Öl verbilligt sich um über 3 Prozent auf unter 110 Dollar je Fass, nachdem am Freitag in der Spitze noch über 117 Dollar aufgerufen wurden. Die Erholung der Technologieaktien spiegelt der Kospi in Seoul wider, er macht einen Satz um 2,6 Prozent nach oben. Die Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix gewinnen 2,6 bzw. 4,2 Prozent. Der breite Topix-500 in Tokio gibt dagegen um 0,7 Prozent nach. Der Shanghai-Composite rückt um 1,1 Prozent vor, der HSI in Hongkong macht 0,6 Prozent gut.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt fiel die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen zum Wochenschluss um 0,060 Prozentpunkte auf 4,928 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe gab um 0,018 Prozentpunkte auf 5,309 Prozent nach, während die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihen um 0,075 Prozentpunkte auf 4,579 Prozent zurückging. Die Renditen von US-Staatsanleihen verzeichneten Rückgänge, angesichts der Flucht in die Sicherheit des Rentenmarktes, die Inflationssorgen überlagerte.

Analyse
UBS erhöht Ziel Air Liquide auf 204 (200) EUR - Buy
Vontobel senkt Sandoz auf Hold (Buy) - Ziel unverändert 80 CHF
UBS erhöht Ziel Totalenergies auf 93 (89) EUR - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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