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Swiss Re nach neun Monaten auf Kurs für Jahresziele

Von Stefano GIANTI
Veröffentlicht am Thu, 05.11.2026 - 00:00

Thema des Tages

Der Rückversicherer Swiss Re hat in den ersten neun Monaten des Jahres seinen Gewinn gesteigert. Der Konzerngewinn belief sich von Januar bis September 2026 auf 4,17 Milliarden Dollar, was einem Anstieg um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Der Versicherungsumsatz der Gruppe ging dagegen um 3 Prozent auf 31,2 Milliarden Dollar zurück. Im bedeutendsten Geschäft, der Schaden-Rückversicherung (P&C Re) konnte Swiss Re von einer unter den Erwartungen liegenden Belastung durch Naturkatastrophen aber auch von einem "soliden Anlageergebnis" profitieren. In der Leben-Rückversicherung (L&H Re) stieg der Gewinn mit einem Plus von 43 Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar sehr deutlich an, nachdem der Finanzkonzern im Vorjahr in der Sparte noch hohe Wertkorrekturen vorgenommen hatte. Der Rückversicherer hat mit seinem Resultat die Prognosen der Analysten beim Konzerngewinn klar übertroffen. Diese hatten das Resultat für die ersten neun Monaten im Schnitt bei 3,97 Milliarden Dollar gesehen. Das Reinergebnis bei L&H Re hatten sie bei 1,47 Milliarden erwartet. Mit den Resultaten ist Swiss Re sehr gut unterwegs zur Erreichung seiner Jahresziele. Für 2026 hat sich der Konzern einen Gewinn von "mindestens 4,5 Milliarden Dollar" zum Ziel gesetzt.

Schweizer Aktien

Mit einem deutlichen Plus hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Mittwoch beendet. Der SMI gewann 1,9 Prozent auf 15.023 Punkte. Angeführt wurde der SMI von Logitech, die nachrichtenlos um 8,7 Prozent nach oben sprangen, zuletzt aber stark unter Druck gestanden hatten. Den zweiten Platz unter den Kursgewinnern belegten Alcon mit einem Plus von 5,8 Prozent. Auf dem dritten Platz folgten die Aktien der UBS, die um 4,6 Prozent zulegten. Hier wurde auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg verwiesen, wonach ein neuer Kompromissvorschlag im Schweizer Parlament darauf abzielt, die von der Regierung geforderten höheren Eigenkapitalanforderungen für die Bank zu entschärfen. Kräftige Kursgewinne verzeichneten daneben Richemont (+3,6) und Givaudan (+3,1%). Holcim rückten um 3 Prozent vor. Unter Druck stand die ABB-Aktie mit einem Minus von 2,8 Prozent. Händler verwiesen auf Befürchtungen, dass der KI-Ausbau in den USA unter einer demokratischen Mehrheit im Kongress gebremst werden könnte. ABB ist Ausrüster von KI-Datenzentren. In der zweiten Reihe gewannen Barry Callebaut 8,6 Prozent, nachdem der Schokoladenhersteller überzeugende Zahlen vorgelegt hatte.

Internationale Märkte

Europa
Der klare Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen ist zur Wochenmitte mit Erleichterung an den europäischen Aktienmärkten aufgenommen worden. Für den DAX ging es um 2,2 Prozent auf 26.438 Punkte nach oben. Der Euro-Stoxx-50 gewann 2 Prozent auf 6.266 Punkte. Schwächster Sektor waren die Öl- und Gaswerte mit einem Minus von 2,2 Prozent. Sie folgten dem Ölpreis nach unten. Der europäische Technologiesektor sank um 0,2 Prozent. Infineon verloren 4,1, ASML 3,4 und STMicro 5,1 Prozent. Siemens Energy fiel um 8. Stärkster Sektor waren Bankenaktien mit Kursgewinnen von durchschnittlich 4,4 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die Erwartung weiter steigender Zinsen. Diese würden die Zinsmargen der Banken und deren Ertragsaussichten verbessern. Überdies habe Goldman Sachs die Aktie der Deutschen Bank (+6,9%) in die Liste der Favoriten für November aufgenommen. Rückenwind erhielten die Aktien aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien mit dem US-Wahlausgang. Continental (+5,2%) hat nach einem überraschend hohen Gewinn im dritten Quartal 2026 ihre Jahresziele für die operative Rendite nach oben angepasst. Bayer (+4,6%) bekommt für sein Lungenkrebsmedikament Sevabertinib nun auch eine Erstlinienzulassung in China. DAX-Gewinner mit einem Plus von 9,6 Prozent waren Heidelberg Materials. Der Baustoff-Konzern hat bei 10 Prozent Wachstum im dritten Quartal 9 Prozent mehr operativen Gewinn eingefahren als im Vorjahr. Novo Nordisk (+5,6%) hat die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der dänische Pharmakonzern begründete dies mit verbesserten Aussichten für seine wichtigsten Medikamente gegen Adipositas und Diabetes, insbesondere in Märkten ausserhalb der USA

USA
Die US-Börsen legten am Mittwoch kräftig zu. Der Dow Jones Industrial Average sprang um 1569,40 Punkte oder 3,03 Prozent auf 53356,12 nach oben und verzeichnete damit den grössten Gewinn seit dem 9. April 2025. Der S&P 500 stieg um 119,70 Punkte oder 1,58 Prozent auf 7688,62, und der technologielastige Nasdaq Composite legte um 364,50 Punkte oder 1,44 Prozent auf 25736,51 zu. CoreWeave gab um 9,9 Prozent auf 48,42 Dollar nach, womit die Aktie im bisherigen Jahresverlauf nun um 32 Prozent im Minus liegt. Die Aktie von Hut 8 rutschte um 23 Prozent auf 48,94 Dollar ab, nachdem der in Miami ansässige Entwickler von Rechenzentren für das dritte Quartal einen Betriebsverlust von 277,4 Millionen Dollar ausgewiesen hatte. Die Aktie des Herstellers von Monitoring- und Cybersicherheitssoftware Datadog rutschte um 14 Prozent auf 188,72 Dollar ab, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass sein grösster Kunde - ein nicht genanntes KI-Unternehmen - die Nutzung eingeschränkt habe. Die Aktie des Chipherstellers Advanced Micro Devices legte um 1 Prozent auf 488,78 Dollar zu, nachdem das Unternehmen einen Nachfragesprung nach seinen KI-fähigen GPU-Chips gemeldet hatte. Auch verbrauchernahe Technologieunternehmen legten zu. Die Aktie von Amazon stieg um 6,1 Prozent auf 266,03 Dollar, in der Hoffnung, dass niedrigere Treibstoffpreise die Ausgaben im Weihnachtsgeschäft ankurbeln würden. Apple legte um 5,3 Prozent auf 349,51 Dollar zu. Die Aktie von Uber Technologies stieg um 4,9 Prozent auf 69,87 Dollar, nachdem das Unternehmen im Rahmen seiner Ergebnisse für das dritte Quartal mitgeteilt hatte, dass höhere Treibstoffpreise seine Fähigkeit beeinträchtigten, die Nachfrage in Märkten wie Indien und Brasilien zu bedienen. Die Aktie von McDonald's stieg um 6,5 Prozent auf 280,22 Dollar, nachdem die grösste Restaurantkette des Landes ein vierteljährliches Gewinnwachstum verzeichnet hatte, da die starke internationale Nachfrage die schleppenden US-Umsätze ausglich.

Asien
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Donnerstag weiterhin uneinheitlich. Der südkoreanischen Kospi bricht um 5,8 Prozent ein. Die südkoreanischen Branchenschwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix stürzen um 7,8 und 9,6 Prozent ab. In Japan verliert der Nikkei-225 2,1 Prozent auf 60.917 Punkte. Advantest brechen um knapp 14 Prozent ein, Tokyo Electron sacken um 9,6 Prozent ab und Softbank Group um 6,8 Prozent. Toyota Motor schiessen nach Zahlenausweis um 14 Prozent in die Höhe. Der breiter gefasste Topix verbucht indes Aufschläge. Der Shanghai-Composite liegt mit 0,3 Prozent leicht im Minus, der HSI in Hongkong steigt dagegen um 3,3 Prozent - angeführt von chinesischen Chipwerten. Meituan ziehen um 8,6 Prozent an.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen am Mittwoch um 0,060 Prozentpunkte auf 4,891 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Anleihe fiel um 0,043 Prozentpunkte auf 5,280 Prozent. Die Rendite der geldpolitisch reagiblen zweijährigen US-Anleihe gab um 0,033 Prozentpunkte auf 4,579 Prozent nach.

Analyse
Morgan Stanley stuft Rolls-Royce auf Overweight (Equalweight) / 118 (132) GBp hoch
Goldman Sachs startet Thales mit Buy/Ziel 146 EUR - Händler
Bernstein erhöht Orange auf Outperform (Marketperform) / 13 (10,10) EUR - Händler

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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